Anthems: Total Confusion, Köln (1998-2014)

Posted: November 3rd, 2016 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »
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Johannes Heil – Die Eigene Achse (JH, 1998)

Total Confusion ging 1998 an den Start. War das eine symptomatische Platte, die den Sound dieser Frühphase definierte?

Tobias Thomas: Eher symptomatisch für eine bestimmte Uhrzeit, für die klassische Peaktime (damals ca. 3-4 Uhr morgens) und für eine allgemein sehr euphorische, ekstatische, affirmative Grundstimmung, die wir alle teilten. Es war die Zeit des Sägezahn-Technos, Nebel und Strobo, und alle drehten durch.

Tocotronic – Jackpot (K.o. Kompakt Remix) (L’Age D’Or, 1999)

Wolltet ihr zu dieser Zeit ganz entschlossen Indie-Songs mit Clubmusik vereinigen und habt das vorangetrieben, oder war das eine Entwicklung die ihr eher aufgegriffen habt? Meintet ihr auch das mit „Total Confusion“?

Obwohl ich selbst als Teenager eher »Indie« war, haben uns immer eher die Verbindungslinien zwischen Pop und Techno interessiert. Als wir mit unserem damaligen Projekt Forever Sweet zu L’Age D’or/Ladomat kamen, waren Tocotronic quasi unsere Brüder im Geiste auf der Rock-Seite des Labels. Aus dieser ganzen “Lado-Szene”, die auch andere Acts wie Andreas Dorau, Egoexpress, Whirlpool und Die Sterne umfasste, entstanden im Laufe der Zeit viele gegenseitige Befruchtungen und vor allem Remixe, die u.a. deutsche Sprache auf den Technofloor brachte. Von “Girls in Love” bis “Pure Vernunft Darf Niemals Siegen”. Eine schöne Zeit und meiner bescheidenen Meinung nach der beste Remix, den ich (damals mit Kollege Olaf Dettinger zusammen) in meinem Leben zustande gebracht habe. Die Idee “Total Confusion” kreiste um diese Art Grenzüberschreitung, grundsätzlich ging es darum, sich selbst und das Publikum immer wieder von Neuem völlig durcheinander zu bringen.

Jan Jelinek – Tendency (Scape, 2000)

Habt ihr solch feinziselierten Tracks viel Platz eingeräumt? In welchen Phasen der Nacht habt ihr solche Platten gespielt?

Am ersten Tag erschuf Gott das Warm-Up. Eine dem DJ-Handwerk zwingend zugehörige Kunst, der Michael Mayer und ich schon seit unseren ersten Parties Anfang der Neunziger Jahre frönten und die wir nicht müde wurden, von jeder Kanzel herab zu predigen. Auch Aksel aka Superpitcher wurde in diese Kunst eingewiesen und mit der Zeit zum Meisterschüler.

Jede Nacht muss, wie jede andere Geschichte auch, einen Anfang haben. Jan Jelinek war einer der unerreichten Großmeister von solchen Tracks, die gegen 0:30 Uhr etwa den Übergang von Ambient und langsamen Beats hin zu knisternden, flirrenden, vertrackten Stücken markierten, bei denen die Teilchen in der Luft langsam anfingen, sich elektrisch aufzuladen. Jelineks “Loop-finding-jazz-records” ist ein Meilenstein der elektronischen Musik und gehört zur auralen Pflicht eines jeden Nachwuchs-DJs.

Luomo – Tessio (Force Tracks, 2000)

Ich vermute „Tessio“ wurde sehr rasch eine Hymne in eurem Club, oder? Brachte das Stück eure Vorstellung von elektronischen Songs auf den Punkt?

Was Sasu Ripatti aka Vladislav Delay aka Luomo damals mit House gemacht hat, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Er hat nicht weniger als den gesamten, in Stein gemeißelten Kanon von Bassdrum, Hi-Hat, Snare und Clap im 4/4-Takt in Frage gestellt. Seine ersten Tracks als Luomo waren Monster. Allen voran “Tessio”, eine Hymne, so randvoll mit Emotionen, Energie, Sex und Melancholie, dass einem noch heute schwindelig davon wird.

Static – Headphones (City Centre Offices, 2002)

Wie wichtig war IDM bei Total Confusion? Musste es mit einem guten Song verbunden sein, oder war das kein Kriterium?

Wir haben immer schon leidenschaftlich elektronische Musik gehört, die nicht zum Tanzen gedacht war. Von Underground Resistance und den “The Rings of Saturn” bis zu Aphex Twin, von Air Liquide bis zu The Bionaut. Chillen war vor 20 Jahren noch etwas von sehr intensiver Musik und auch entsprechenden Drogen durchwebter Zustand. Wenn sich solche Sachen dann wieder dem Format “Song” annäherten wie bei “Headphones” wurde es erst recht spannend für uns.

Heiko Voss – I Think About You (DJ Koze Remix) (Kompakt Pop, 2002)

Was machte diesen Track zu einer Total Confusion-Hymne? Die elegischen Streicher-Sounds, gepaart mit diesem bouncigen Groove? War das eine Qualität, die ihr verfolgt habt?

Heiko Voss ist nicht nur ein bis heute schmählich vom Weltgeist übergangenes musikalisches Genie, er war auch wahrscheinlich auf jeder verdammten Party in 16 Jahren Total Confusion zu Gast. Diese Nummer ist ein wundervolles Liebeslied, von Koze, einem anderen, mittlerweile anerkannten Genie, der im Studio 672 damals vieles gelernt und gelehrt hat, mit Samthandschuhen in den Club transportiert. Zu diesem Song haben die Menschen nicht nur getanzt, sie haben sich verliebt. Noch schneller als nur alle 11 Sekunden.

Dntel – The Dream of Evan and Chan (Superpitcher Remix) (Plug Research, 2002)

Ich nehme das war eine der größten Hymnen bei euch, die auch immer noch viel gespielt wird. Was hat das auf eurer Tanzfläche ausgelöst, und ging das von Anfang an los?

Ein kongenialeres musikalisches Zusammenspiel als das hier zwischen Jimmy Tamborello aka Dntel und Superpitcher hat es selten gegeben. Ein tieftrauriger Singer/Songwriter-Popsong geremixt von einem nicht weniger dauermelancholischen DJ und elektronischen Produzenten. Die Atmosphäre von “The Dream of…” beschreibt wie auf einem Gemälde unser damaliges Lebensgefühl. Entzieht sich jeder weiteren Beschreibung. Zuviel Gänsehaut.

Justus Köhncke – 2 After 909 (Kompakt, 2002)

Das kam mir immer vor wie Justus’ Annäherung an die großen Clubhits von Metro Area. Hat das bei euch eine Rolle gespielt, auch speziell dieser Groove?

Justus war und ist eben auch so ein Grenzgänger und die waren uns immer sehr willkommen. Damals hat er gefühlt alle zwei Monate so eine Nummer abgefeuert, immer getreu seinem Motto: “talent borrows, genius steals”. An Metro Area gab es ohnehin kein Vorbeikommen, genauso wie an Daft Punkt vielleicht. Die Nähe zu Disco generell war uns wichtig, es ging bei Total Confusion ja auch um eine gewisse sexuelle Ambivalenz. Und auch wenn diese Liste einen gewissen Eurozentrismus vermuten lässt, gab es auch unzählige Total Confusion-Hymnen von Moodymann, Carl Craig, Theo Parrish und diesen großen Helden. Aber das ist eine andere Geschichte…

LoSoul feat. Malte – You Know (Playhouse, 2004)

Zumindest in meinem Bekanntenkreis war das ein eher umstrittener Track, auch unter LoSoul-Fans. Es gab doch lange eine Abwehrhaltung gegen Clubtracks mit deutschem Gesang. Hat es euch bei der Etablierung dieses Aspektes geholfen, dass ihr als wöchentliche Residents ein loyales Publikum hattet, mit dem man das kontinuierlich aufbauen konnte?

“Umstrittene Tracks” wurden bei uns am Eingang immer direkt durchgewunken. Die standen sozusagen auf der permanenten Gästeliste von Total Confusion. Unser Publikum hat solche Sachen geliebt. Manchmal auf Anhieb, manchmal mussten wir es ihnen aber auch erst zärtlich reinprügeln. Der wöchentliche Rhythmus hat auf jeden Fall für eine soziokulturelle “Togetherness” gesorgt, die es so heute leider nicht mehr gibt. Isso.

Superpitcher – Happiness (Michael Mayer Remix) (Kompakt, 2004)

Welche Rolle spielten trancige Elemente bei Total Confusion? Hattet ihr das schon immer bewusst integriert, und welchen Stellenwert hatte das?

Ich persönlich habe wenig Sinn für Trance, Michael schon eher. Aber wenn, dann ging es schon um die Elemente von Trance, die einen Laden in Schutt und Asche legen. “Happiness” war natürlich auch so eine Selbstvergewisserungs-Hymne, die sehr unserem damaligen seelischen Zustand entsprang. Es war eine Zeit voller Sehnsucht, aber auch noch eine voller wahrhaftiger Glücksmomente.

Zugabe – Westbam feat. Nena – Old School, Baby (Low Spirit, 2002)

War diese Art von euphorischem Club-Pop gängig bei Total Confusion, oder waren das eher Ausreißer? Bei solchen Platten zählt der richtige Moment, oder? Habt ihr euch in diesem Feld auch manchmal verhoben?

Pop stand immer als Dessert auf der Karte. Als Nachspiel und Epilog. Nachdem die Leute zwei, drei Stunden durch den Fleischwolf gedreht wurden und nahe der Epilepsie standen, ging das Strobo aus, das Licht wurde wieder wärmer, der Fuß des DJs ging vom Gas… dann war es Zeit für Pop, Kitsch, alte Klassiker, Flohmarkt-Schätze und dergleichen. Das war Programm und immens wichtig, um dieser kalten Tristesse vorzubeugen, die unweigerlich entsteht, wenn man einfach immer weiter macht, ohne auf die Erschöpfung der Menschen und ihren emotionalen Zustand am frühen Morgen Rücksicht zu nehmen. In Zeiten von Clubs die heutzutage 72 Stunden durchmachen natürlich eine absurde Vorstellung. Aber wir waren eben Old School, Baby.

Electronic Beats 011/17


Rewind: Trusme on “Forevernevermore”

Posted: July 4th, 2016 | Author: | Filed under: Interviews English | Tags: , , , , , , , | No Comments »

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In discussion with Trusme on “Forevernevermore” by Moodymann (2000).

I doubt that „Forevernevermore“ was your first encounter with Moodymann. Did you eagerly await his third album, and how did it grab you?

100% I didn’t know who Kenny was till I found a copy of “Forevernevermore” in my friend’s record bag. He had left his records at my house and I was doing the usual noseying though the records when I found this CD. I was completely into Slum Village, MadLib and Jaydee collecting the samples from Jazz to Disco. When I first played this CD, everything just became clear in my mind. This is the sound I was looking for, from Hip Hop, House, Jazz, Soul and Disco all rolled into one. I became obsessed, wanting to understand the production techniques and went on to discover the whole world of Detroit right after this. Three years on, Moodymann was playing my first LP launch in a pub on Oldham street, home to where I had been buying his records for the past few years. KDJ and Theo were just No.1 at that time in Manchester and I couldn’t help but be influenced by the whole sound.

It seems that Moodymann matured up to the release „Forevernevermore“ in terms of the album format. „Silent Introduction“ felt like an anthology of 12“ material, even though it worked as an album. But with „Mahogany Brown“ he already aimed at a listening experience more true to the format. Would you say he topped this with „Forevernevermore“?

Yes, for sure. The whole LP worked as a cohesive hour of music yet there was something at every turn that was unique and compelling to me as a listener. I related to this LP in more ways than one, due to it’s almost Hip Hop nature with intros and outros connecting the tracks and glueing the whole piece together. There are so many seminal tracks on the LP that are still played out in the clubs today, yet they are tracks that remain LP cuts and for home listening only. This ideology is what I have embraced in all four LPs that I have produced over the last 8-9 years, with something for the dancefloor, something for the car and wherever else that one listens to LPs these days.

You told me that you wanted to talk about the CD version of „Forevernevermore“, which has lots of interludes and skits, and hidden tracks. Do they form an alliance with the music that almost works like a radio play? What is the special appeal of it?

When I think of an LP, I think of A Tribe Called Quest, Marvin Gaye or The Verve even. All these LPs are constructed to be a continuous piece of music, in which the listener is taken on a journey from the beginning to the end. With the CD format, there is extra playtime in which intros and outros can give a context to the background and making of the LP.  On the “Forevernevermore” CD you are taken into the home of KDJ, as he sits playing with ideas on the piano with his child, to the studio discussions and even to listening to his local radio for inspiration. Hidden right at the end of the CD is a live recording of three hard-to-find cuts from the KDJ label, mixed together after 2 mins of silence. In many ways the CD provides the platform for further expression as an artist in the format of an LP.

I think the sound of „Forevernevermore“ was a step forward in terms of his distinctive sound. It was still dense and immersive, but also more refined. Do you think Moodymann’s sound evolved on „Forevernevermore“ in comparison to earlier works? And was it for the better?

This was for sure in an LP sense his best work. It is what most people say as their favourite work, when talking about Moodymann. He carved a sound out all for himself and also derived a unique long player format that until then was not seen in the dance scene. Most underground dance LPs were merely a collection of 12” tracks but this felt more like a well thought-out process, something like Daft Punk would execute. I believe Peacefrog Records also helped in this process and pushed KDJ, as they did all their artists to reach even further.  In many ways, earlier LPs were a collection of his previous works but “Forevernevermore” was an LP made from beginning to end with a single LP idea and it feels very much that way.

Tracks like the Disco led „Don’t You Want My Love“ display a confidence to transcend mere club credentials for traditional songwriting, a path he followed ever since. Is there a side to Moodymann the producer you prefer to others, or is it not necessary to differentiate his persona as an artist?

The marriage between your typical MPC studio production and live instrumentation was what set out Kenny on his own.  Working with local artists like the percussionist Andres, bass with Paul Randolph and keyboards by Amp Fiddler, on top of that raw production sound was just so unique. The juxtaposition of quantised groove and loose musicianship created a genre of its own and is still being replicated today. This LP was the beginning of that sound and Kenny is still using this formula very much in his productions today.

How do you rate the albums Moodymann released since „Forevernevermore“? Were they up to par with your expectations?

“Black Mahogani” is on par for me if not more refined than “Forevernevermore” but maybe it’s the rawness of the LP that better relates to me. With the following LPs I have enjoyed the productions but felt slightly less connection to the music I listen to and make today.  Not that it’s not great music, but I started to feel that the tracks in the EP releases didn’t have that Peacefrog touch of which I’m such an admirer. The LP process began to evolve towards the creation of a new sound where he begins to sing and perform more as an artist and less in the background as a producer. Read the rest of this entry »


Das Radio und ich (1977-2016)

Posted: February 15th, 2016 | Author: | Filed under: Texte Deutsch | Tags: , , , , , , , , , | 4 Comments »

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1977 bin ich acht Jahre alt, und ein Virtuose der Pausen-Taste meines BASF-Kassettenrekorders. Ich nehme vornehmlich Disco und Glam Rock-Ausläufer aus dem Radio auf. Werner Veigel ist der Yacht Rock-Don von NDR 2. Dann sagt Wolf-Dieter Stubel in der Internationalen Hitparade beim gleichen Sender angesäuert „God Save The Queen“ von den Sex Pistols an. Ich bin nicht überzeugt, aber das Musikprogramm wird in den folgenden Jahren wesentlich interessanter.

1981 habe ich das Nachtprogramm vom NDR entdeckt. Innerhalb kurzer Zeit nehme ich unfassbare Konzerte von Palais Schaumburg, Deutsch-Amerikanische Freundschaft und The Wirtschaftswunder auf.

1985 hat das Format-Radio Einzug gehalten, und es läuft gefühlt nur noch Phil Collins.

1985 wird Paul Baskerville schon wieder einen Sendeplatz beim NDR los, und spielt zum Abschied ausschließlich fantastische Musik aus seiner Heimatstadt Manchester.

1988 tanze ich seit zwei Jahren zu House in Hamburger und Kieler Clubs. Zum ersten Mal im Radio höre ich die Musik aber in einer mehrstündigen Live-Übertragung aus dem Hannoveraner Club Checkers.

1989 höre ich auf einer langen Autofahrt durch Frankreich eine beeindruckende Sendung namens „Ecstasy Club“. Aus Müsique forevör! Kurze Zeit später in Palma, auch nur noch House in der Playlist. Deutschland? Fehlanzeige.

1991 fahre ich durch Niedersachsen und kann endlich mal wieder John Peel auf BFBS hören. Er spielt dreimal hintereinander „Gypsy Woman“. Beim zweiten Mal summe ich mit.

1993 bin ich in London und mache im Hotelzimmer das Radio an. Noch am gleichen Tag kaufe ich auf dem Portobello Market zahlreiche Kassetten-Mitschnitte von amerikanischen DJs auf Kiss FM und englischen Jungle DJs. Ich will auch Piratensender.

1994 ist meine Freundin als Au Pair in Rom und schickt mir Tape-Mitschnitte von überragenden House-Shows des Senders Radio Centro Suono. Ich bin froh, dass es ihr so gut geht.

1994 startet Boris Dlugosch aus dem Hamburger Clubs Front seine Mixshow auf dem Jugendsender N-Joy. Jahre zu spät für das regelmäßige Club-Erlebnis im Radio, aber trotzdem höchst willkommen.

1995 zu Besuch in Berlin, letzte Love Parade auf dem Kurfürstendamm. Vor ihren Club-Gigs spielen eine Menge DJs im Radio. Ich kriege bis heute nicht raus, von wem der „When Doves Cry“-Bootleg ist, den alle zu haben scheinen.

1997 habe ich auch dieses Internet, arbeite mich systematisch durch die historischen Radioaufnahmen der Mix-Sektion der Deep House Page und rücke Kontexte zurecht. Ich brauche alles von WBLS und WBMX und komme mir aus nationaler Perspektive jetzt erst recht betrogen vor.

1999 verbrenne ich eine Menge Geld, um mit meinem AOL-Einwähltarif in Echtzeit ohne Buffer-Aussetzer das Set von Derrick Carter bei der Beta Lounge auf Kassette aufzunehmen und hasse den Real Player mehr als die CDU.

2001 habe ich auch dieses Breitband-Internet. Jetzt brauche ich alle historischen Radioshows, die ich kriegen kann. Kurze später finde ich heraus was ein monatliches Datenvolumen ist. Fies.

2002 habe ich auch diese Breitband-Flatrate und höre regelmäßig das Cybernetic Broadcast System. Dass Italo Disco, die heimlich verehrte Prollmusik meiner frühen Jugend, einmal derart hip sein würde, hätte ich niemals gedacht. Die anderen Bestandteile des Programms freuen mich aber auch.

2004 rotiert auf dem CBS der Acid House-Mix „Smileyville“, den ich mit einem Freund angefertigt habe. Result.

2005 sammle ich immer noch ausgiebig historische Radioshows und Club-Mitschnitte über gängige Suchmaschinen, aber jetzt kommen auch noch Podcasts hinzu. Ich verweigere mich iTunes und lade umständlich einzeln herunter.

2007 frage ich mich, was Steinski wohl so treibt und entdecke seine Themen-Sendungen auf WMFU. Ich höre begeistert Radio, als wären es wieder die 80er. Ein Moderator, ein Thema, Musik zum Thema. Vielleicht geht doch alles etwas zu schnell.

2007 erzählt mir Eric Wahlforss von seinem Start Up zum Austausch unter Musikern und gibt mir einen Voucher. Auf Soundcloud entdecke ich allerdings auch bereits reichlich Fremdeigentum. Mir schwant juristisches Konfliktpotential.

2007 gründe ich mit Freunden das Webzine D*ruffalo und dessen DJ-Exekutive, die D*ruffalo Hit Squad. Wir initiieren die Druffmix-Serie und peitschen nacheinander alles durch, was uns jemals musikalisch begeistert hat.

2010 schaue ich mir Theo Parrish im Boiler Room an, vom Schreibtisch aus. Ich frage mich wie viel bequemer alles noch werden wird, bevor es alle langweilt.

2011 Entnervt von den allwöchentlichen Gig-File-Tauschbörsen entscheiden Stefan Goldmann und ich den DJ-Mailout unseres Labels Macro einzustellen und stattdessen nur noch Radioshows zu bemustern. Wir recherchieren bis in die entlegensten Winkel und sind erstaunt, was es alles gibt.

2013 beginne ich nach diversen Gastauftritten bei terrestrischen und virtuellen Radiosendern über die Jahre bei dem neu gegründeten Berlin Community Radio meine monatliche Sendung „Hot Wax“. Eigentlich will ich nur präsentieren, was ich mir an neuer Musik von Hard Wax mitnehme, aber dann peitsche ich nacheinander alles durch, was mich jemals musikalisch begeistert hat.

2014 sitze ich auf einem Podium zum Thema Radio und Clubkultur. Monika Dietl hat eine Tüte mit Kassetten dabei, und spielt umwerfende Highlights ihrer Sendungen aus den 90ern vor. Nur Musik zu spielen, wie man es zur Zeit meistens macht, ist eben doch oft nicht alles.

2015 beugt sich Soundcloud dem Druck der Majors bezüglich Copyright-Verletzungen und löscht im Zuge auch die Accounts der Internet-Radiosender NTS, Red Light und Berlin Community Radio. Es folgt ein Exodus zu Mixcloud und anderen Plattformen, mit erheblichem Verlust an Reichweite.

2015 stelle ich aus Zeitmangel schweren Herzens „Hot Wax“ ein, nach 35 Sendungen.

2016 stelle ich zufällig fest, dass ich hundert Mitschnitte von Froggy & The Soul Mafia archiviert habe, obwohl mir die von ihnen gespielte Musik oft zu jazzfunkig und raregroovig ist, um mir das öfter anzuhören. Es ist mir aber egal. Ich weiß noch, wie es 1977 war.

Groove März/April 2016

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Finn Johannsen – Hot Wax 025

Posted: January 30th, 2015 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

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L’Estasi Dell’oro – Spinning Seeress
Omar-S – Track #8
Black Sites – Unit 2669
An-i – Rut
Sleeparchive – Incomplete Open Cubes
Gerstaffelen – Invisible Ghosts
Gene Hunt – Freddy’s Dead
Mutant Beat Dance – PolyfonikDisko
Helena Hauff – Hiemal Quietus
Umlaut – Somatographic Illusion
Stingray 313 – Infrastrucure Renewal
Theo Parrish – Cypher Delight
Anthony Joseph – Kezi (Patchworks Remix)
Hodge & Facta – Spheres Of Costa Rica
The Knife – Pass This On (Shaken-Up Version)
The Maghreban – Heita!
Delroy Edwards – Always (Edit)
Anaxander – A Love Crowd
French Fries – Change The Past (Fred P Reshape)
Kosme – Main Landing
Shinichi Atobe – Butterfly Effect
Norm Talley – Beats On Broadway
Frank & Tony – Resistance (Dub)
Doc Daneeka Feat. Seven Davis Jr. – What’s It Gonna Be?
Soichi Terada – Alright
Takuya Matsumoto – Galactic Dance Part 2
Luca Lozano – Need Nothing
Icasol – Tahanah Habahah
PG Sounds – Untitled
Superpanzer – Geheimer Star


Finn Johannsen – Hot Wax 014

Posted: February 28th, 2014 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , , | No Comments »

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Stefan Goldmann – Peak Phosphorus
Ajukaja & Andrevski – Rare Birds
Death Comet Crew – Galacticoast (Gifted & Blessed Remix)
Francis Harris – You Can Always Leave (Curtains) (Remix By DJ Sprinkles)
Mari Kvien Brunvoll – Everywhere You Go (Villalobos Amnesia Rehabilitation Dub)
AM Version Feat. Alona – For Our Love (Monty Luke’s Westcoastluvmix)
Terre’s Neu Wuss Fusion – A Crippled Left Wing Soars With The Right (Steal This Record Remix)
Theo Parrish – 71st & Exchange Used To Be…
Denaji – Dharma Drama
Omar S. Detroit – Who’s In Key
Omar S Presents Colonel Abrams – Who Wrote The Rules Of Love
Rick Wilhite – My Life Is A Minimal Circle
Jovonn – Welcome, Dance
Terrence Parker Feat. Reno Ka – Finally (Backroom Mix)
Pollyn – Sometimes You Know (Moodymann Remix)
DJ Skull – Promise Of Peace
Kouji Nagahashi – 2 (Last Dance Over Me)
Lorna Dune – Miamisphere (Terekke Remix)
Hakim Murphy – Chicago Head (Skyway Remix)
Joe – Punters Step Out
Heatsick – Speculative
Moodymann – No
Charles Manier – Sift Through Art Collecting People

An-i – Kino-1
Jeff Mills – Guidance


Finn Johannsen – Slow Fade To Dawn

Posted: October 12th, 2012 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , | No Comments »

I wanted to do a mix that was more mid tempo. A revolutionary concept for me at that time, believe me.

 

NRSB-11 – 685-471 2
Shades Of Rhythm – Exorcist
Eric B & Rakim – Follow The Leader
Sugar Bear – Don’t Scandalize Mine
Mr. Fingers – What About Is Love (Even Deeper Mix)
DJ Sotofett Presents Bhakti Crew – Sunrise Mix
Four Tet – Love Cry
Cos Ber Zam – Ne Noya (Daphni Mix)
Olonga – Feel The Melody
Far Out Disco Monster Orchestra – Keep Believing (Can You Feel It) (SS Translation By Theo Parrish)
Joe – MB
James Din A 4 – Untitled
MM / KM – Birds Flying In The Sun Like U Know How
Magazine – Happen Nearly
Ra.H – Spacepops
Dreesvn – Untitled
Tase – Oh Boy
Duplex – Below The Photic Zone
Electribe 101 – You’re Walking (Ambient Groove Mix)
Tommye – I Need To Go Away (Principle Theory Version)
Specter – Do You Really Know?
Ron Trent – Pop, Dip And Spin
The Detroit Experiment – Think Twice
Larry Heard Presents Ona King – Premonition Of Lost Love (Extended Adult Mix)
Ethyl Meatplow – Queenie (MK Vox Mix)
Designer Imposter – Good News (Pink Alert’s Good News Remix)
Stephanie Mills – All Day, All Night (Def Mix)
Inner City – Hallelujah (Spiritual Sample Mix)
Pressure Drop – You’re Mine
Kathy Diamond – Over
Soul 223 – Almost Like It Used To Be
Crusho – Someone To Love (Crusho TR Treatment)
Xosar – Elixir Of Dreams
John Beltran – Placid Angles
Michaela Mélian – Convention
Swing Out Sister – Notgonnachange (Classic Club Mix)


Finn Johannsen – Louche Podcast 074

Posted: April 13th, 2012 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Podcast 074

Finn Johannsen

After dropping some serious euros on records whilst recently in Berlin, on the flight home we had a brain wave. In a musically inspiring city like the German capital, with all these top DJs buying tunes for their gigs every week, who are the behind the scenes guys who stock the shelves? The guys whose taste so influences our scene. This podcast starts a new mini collection within the Louche Podcast series, a selection of mixes created by dudes who work in record shops around the globe.

First up, Hard Wax Berlin’s House and Disco specialist Finn Johannsen. Working there since 2010, but cutting his teeth before then as a DJ, label owner and music journalist, Finn’s knowledge and taste in the music we love is second to none. Buying in tunes from distributors which are in turn bought by music enthusiasts, DJs or whoever else; Finn’s selections help shape the city’s musical climate. This mix, as you would expect, is sheer class; rolling from house to techno to a bit of proper old electro with consummate ease. Make sure you check Finn’s new Louche Interview to support this podcast to learn more about the guy. Finn Johannsen and the others record shop buyers out there, we salute you!

 Mix recorded for Louche Podcast

 

DJ Sotofett – Pulehouse (Reggi Mix)
A Sagittariun – Carina
Disgu!se – Camera (Disgu!se’s Underexposed Mix)
Madteo – Xtra Loose Change (2010 Refix)
Theo Parrish – Untitled
Xosar – Voodoo Castle
Conforce – 24 (Gesloten Cirkel Remix)
STL – Supersonic
The Mole – Love Is The Way
Morphosis – Impulse
Raudive – Windows
Zoltan – Pluton
Gene Hunt – May The Funk Be With You
Marcus Mixx – Special Crème (Chicago Club Mixx)
Andrés – New For You
Krisp – Truckstomp
Hysteric – Brother Martin
Psyche – Goodbye Horses


Finn Johannsen – To The Bone Guest Mix

Posted: January 26th, 2012 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , , , , , , | No Comments »

Mix recorded for to the bone. Check here for tracklist.

Peter Kruder – Verspertilio
Stablo 9996 – A
Spekter – Pipe Bomb
Container – Rattler
Dresvn Feat. Sensational – Bliss (DJ Sotofett’s Orgel Versjon)
STL – Mindbender
Helium Robots – Jarza (Theo Parrish Translation 2)
Mike Huckaby – Baseline ‘87
Terrence Dixon – The Parkhurst
Arttu Feat. Jerry The Cat – Get Up Off It
Bernard Badie Feat. Muphan – Bones
A Made Up Sound – Take The Plunge (Beat Mix)
Answer Code Request – Reflected
Gerry Read – Roomland
Ike Release – Outrun
Wax – No. 40004 A
Photek – Sleepwalking (Falty DL Remix)
The Exaltics – One Circle
Auto – Ms. Minnie
Philipp Quehenberger – Uffuff (Patrick Pulsinger Out Of The Box Remix)
BMG & Sal P – Credit Card
Brandt Brauer Frick – Bop (Pépé Bradock Geoduck Dive)
Soundstream – Just Around
Reel By Real – Untitled
214 – Drift Divin’
Legowelt – Poverties Paradise
Peter Kruder – Xenomorph
Simoncino – Inga’s Creme (Chez Damier Morning After Mix Part 1)
Norm Talley – Tell Me (Late Night Creeper Version)
Drivetrain – Driven
Gerd – Palm Leaves (Mr Fingers Afropsycojungledub Instrumental Mix)
Cosmic Metal Mother – Time Is Now (Fingers Dub Mix)
Aggy – 808 Vybzin
June – Lost Area (DJ Sprinkles’ Lost Dancefloor)


Rewind: Carlos de Brito über “Pressin’ On”

Posted: June 28th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

Im Gespräch mit Carlos de Brito über “Pressin’ On” von Hidden Agenda (1995).

Wie bist Du auf Hidden Agenda gestoßen? Eine Erstbegnung in der goldenen Ära von Drum ‚n’ Bass?

Es war definitiv die goldene Ära von Drum ‘n’ Bass. Wahrscheinlich bin ich im Dortmunder Plattenladen Entity auf sie gestoßen. Alternativ kann es auch Oliver von Felberts Drum ‘n’ Bass-Kolumne Wildstyle in der Spex gewesen sein. “The Flute Tune” war jedenfalls die Erstbegegnung.

Warum hast Du Dir “Pressin’ On” ausgesucht? Was macht den Track so wichtig für dich? Was ist sein musikalischer Reiz?

Ich hab relativ lange überlegt, welcher Song/Track in ein Format passt, in dem es um Musik geht, die einem viel bedeutet, die sich tief in die persönliche musikalische DNA eingefräst hat. Songs von Wham!, Gang Starr, A Tribe Called Quest, Sonic Youth, Aphex Twin, Moodymann, Theo Parrish und ein paar andere Großmeister standen zur Auswahl, aber dann bin ich bei meiner internen Inventur über diesen Track gestolpert.

Er steht für den Anfang eines Zeitraums von ca. 5-6 Jahren, in dem ich viel Drum ‘n’ Bass gehört habe. Eine Zeit, die übrigens zusammen mit jener fiel, wo sich viele in meinem Umfeld,am Ende der Schulzeit, bewusst/unbewusst entschieden haben, ob man sich weiterhin für neue Musikstile öffnet oder nicht.

Ich erwähne das deshalb, weil mein damaliger Kumpel Rui Fernandes (mit der Kölner Interference Crew nach wie vor in Sachen Drum ‘n’ Bass aktiv) und ich mit unserer Vorliebe für solche Musik in unserer, ähem… peer group auf uns allein gestellt waren. Indie und Grunge waren noch alle mitgegangen, Hip Hop größtenteils auch, bei Mo’Wax und Warp trennte sich schon der Aguardente vom Trester, bei Drum ‘n’ Bass hieß es meist nur noch: “Alter, geh’ mir wech mit dem Scheiß!”

Insofern mussten wir beide alleine ausbaldowern, ob die Platte nun auf 33 oder 45 Umdrehungen abgespielt werden sollte. Der Moment, als ich nach Tagen (oder Wochen?) endlich geschnallt hatte, dass “Pressin’ On” tatsächlich auf 45 Umdrehungen gedacht war und hektisch zum Telefon gerannt bin, um Rui diesen Heureka-Moment zu übermitteln…! Das prägt. Wie bei “Verstehen Sie Spaß?”: Einerseits glücklich, die versteckte Kamera entdeckt zu haben, andererseits tief beschämt, so hinters Licht führt worden zu sein! Ich bin froh, kürzlich erst erfahren zu haben, dass beispielsweise auch Leute wie Martyn – wie er kürzlich bei seiner Lecture im Rahmen der Red Bull Music Academy in Lissabon erklärte – ähnliche Erlebnisse hatten.

Wahrscheinlich habe ich deshalb “Pressin’ On” ausgewählt. Davon abgesehen ist das nach wie vor ein Knaller.

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Musik hören mit: DJ Sprinkles

Posted: March 9th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , , , , , , , , | No Comments »

> Bocca Grande – Overdose (Four Roses Recordings, 2009)

Ich kenne es nicht. Ist es aus Deutschland?

Nein, ist es nicht. Es ist ein deutsches Label, aber die Produzenten sind aus Japan.

Das wäre meine nächste Vermutung gewesen.

Warum hättest Du das vermutet?

Das Piano als Schlüsselelement. Ein helles Piano und auch die Art, wie sie es editiert haben. Es ist offen.

Interessant, dass Du aufgrund des Piano-Sounds auf Japan gekommen bist.

Ich denke, dass diese Art Melodie etwas hat von japanischem Soundtrack-Piano-Stil hat. Diese gewisse melodische Herangehensweise. Es gibt immer dieses romantische, dramatische Element. Und nun mit dem Keyboard weiß man genau, dass es definitiv aus Japan kommt. Es ist aber ein sehr schöner Sound. Sehr Yellow Magic Orchestra. Sehr oldschool.

Das ist, was ich dachte, als ich es ersten Mal gehört habe. Es klingt nach der Art wie Sakamoto Piano spielt.

Genau, das Piano ist irgendwie Sakamoto, aber das Keyboard im Hintergrund ist der Hosono-Touch. Es ist diese Tanzmusik, zu der Du nicht tanzen kannst, für mich jedenfalls. Vielleicht bin ich, was das Tanzen angeht, zu einfach gestrickt. Es hat diese Plastizität an sich. Ich frage mich oft, wenn ich diese Art Musik höre, ob die Musiker diese Plastizität kritisch angehen, oder ob es nur ihr künstlerischer Ausdruck ist, und eine unkritische Herangehensweise. Aber dieser Collagen-Stil zwischen Melodien, Elektronik und Texturen ist auch sehr japanisch.

Sie nennen sich Bocca Grande. Ein Paar, und sie ist Klavierlehrerin. Alle ihre Tracks haben diese Piano-Elemente.

> H.O.D. – Alive And Kicking (Mata-Syn, 2009)

Schnelles Tempo. Zu schnell für mich zum Auflegen. Das kenne ich auch wieder nicht, ich vermute mal, es ist europäisch.

Ja.

Aber kontinental, definitiv nicht englisch.

Es ist englisch.

Nein, ist es nicht! (lacht) Plugin-Keyboards, würde ich sagen. Software-Studio. Auf eine Art wie Snd auf Acid, weißt Du was ich meine? Es klingt wie eine Snd-Platte auf 45, über die man einen Beat gelegt hat.

Ja, dies ist ein englischer Dubstep-Produzent. Ein gutes Beispiel für einen etwas deeperen Stil, nicht so abhängig von den sonst üblichen darken, wobbeligen Basslines.

Ich wünschte, wir hätten einen DJ-CD-Player dafür, denn der Bass ist nett. Es wäre schön, das erheblich langsamer zu spielen.

Ich hab das ein paarmal gespielt und auf -6 heruntergepitcht, und es funktioniert.

Ja, man müsste es so auf zwischen 120 und 125 BPM herunterbekommen, und es könnte wirklich deep sein.

Ist das ein Sound, den Du magst?

Nun, es erinnert mich an einen Sound, den ich mag. Aber die Pads, ich müsste raten, wenn ich sagen wollte, ob es Plugins oder Synth-Software-Keyboards sind, zumindest ist es ein Mastering-Stil, wo es hochgeladen wird und dann mit digitalem EQ und Plugins gearbeitet wird. Der Sound erhält dadurch diese Knusprigkeit, die mich nicht wirklich interessiert. Auf seine Art ist es zu clean, und zu scharf. Es ist ein Klang, der nur mit Digitalaufnahmen funktioniert. Was in Ordnung ist, es ist auf diese Art eben zeitspezifisch, und zeigt, dass ich überholt bin. Es ist wie House Music mit etwas zu unbehandelten Patch-Sounds. Das führt zu so einem industriellen Flavour. Das schreckt mich auch bei modernem Techno ab, ich mag das nicht.

Weil es vorgefertigt klingt?

Ja, aber auf eine Art die nicht zynisch ist. Ich kann es nicht genau sagen. Ich finde nicht die richtigen Worte um zu beschreiben, was mit diesem Keyboard-Sound ist. Aber ich mag den Bass.

Es ist definitiv für große Soundanlagen gemacht.

Ja. Read the rest of this entry »


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