In der House- und Technogeschichte gibt es reichlich Auswahl an Signaturklängen, die auch Dekaden nach ihrer Entstehung noch bestens funktionieren und deswegen auch weiter und weiter benutzt werden. Wenn Derrick May jedesmal Geld bekommen würde, wenn jemand die Bassline von “Nude Photo” verwendet, er hätte sich nicht nur die mit den Jahren immer unnachvollziehbareren Erklärungen sparen können, warum er keine Musik mehr produziert, er hätte nichtmal mehr auflegen müssen. Larry Heard hätte sich mit stetigen Tantiemen der Bassline von “Can You Feel It” nie mehr mit dem Musikbusiness rumärgern müssen, dito Kevin Saunderson, sei es mit seinem patentierten Bassgrummeln oder den Euphorieakkorden von “Good Life”. Der Flurschaden-Staubsauger von Joey Beltrams “Mentasm”, und so weiter und so fort. Es gibt diverse solche kanonisierten Großklassiker, welche die fortwährende Verehrung ihrer Urheber rechtfertigen, auch wenn ihnen mit den Jahren die Ideen ausgegangen sind. In Hinblick auf die eine geniale Idee hat die Clubkultur durchaus ein Elefantengedächtnis und man kann lange davon zehren. Und dann gibt es diese Platten, die fast aus Versehen zur Legende werden, ohne große Auswirkungen auf die Karriere des Produzenten. “I Like It” von Landlord ist dafür ein Paradebeispiel. Wer nach mehr Releases von Landlord sucht, wird nichts finden, es gibt nur dieses eine. Bereits 1989 auf dem klassischen kanadischen House-Label Big Shot erschienen, hatte der spätere Hi-Bias Hausproduzent Nick Fiorucci wohl nichts anderes im Sinn als eine amtliche House-Produktion. Er tat sich mit einem Sänger mit dem ziemlich unglaublichen Namen Dex Danclair zusammen (der außer auf “I Like It” nie wieder in Erscheinung trat), und machte das, was er desöfteren machte: Deep House mit Gefühl und leicht angedunkeltem Sanftmut, nicht zu kickend, nicht zu dramatisch, nicht zu tief schürfend. Aber selbst in den konventionelleren Versionen des Tracks schrauben sich an clever gesetzten Punkten diese Stabs hoch, die man, einmal gehört, einfach nie mehr aus dem Kopf bekommt. Fiorucci schien das Potential dieser Akkordfolge durchaus abgesehen zu haben, denn der “Blow Out Dub” besteht dann aus nicht anderem als einer Bassline, eher dezenten New York Freestyle-Breaks, und eben diesem Piano-Riff, immer und immer wieder. Und was sich auf Zimmerlautstärke schon beeindruckend effizient anhörte, richtete im Club ungeahnte Verheerungen an. Ein archetypisches Rave-Signal, aus einer so schönen wie unspektakulären Vocal-House-Platte geboren. Generationen von Produzenten konnten davon nicht mehr die Zitatfinger lassen, bis zum heutigen Tag. Natürlich kommt das nicht von ungefähr, man kann mit diesen wenigen Akkorden aus jedem unscheinbaren Track eine Stimmungsschleuder zusammenmixen, und aus jedem schon guten Track etwas, das wie ein außerordentlich guter Track wirkt. Wer das nicht glauben will, möge das gerne mit der aktuellen Preset-Produktion überprüfen, wo noch das gewisse je ne sais quoi fehlt. Aber bitte vorsichtig.
The Druffalo rave saga continues. This time round the Druffalo Hit Squad travels back to the New York City of the early 90′s, when labels like Nu Groove, Strictly Rhythm and many more dropped several bombs each week on the city’s manic floors, and the according sound was a sample-heavy and stylistically irresponsible mixture of roots in Disco, Hip Hop, Freestyle and clues from worldwide House and Techno proceedings. An overdose of signals both deep and kicking, and a decidedly street approach to structure the madness.
At that time you could even dance to that, whenever and wherever you wanted to.
We sure did, and still do.
How about you?
The Sound Vandals – Extasy (Nu Groove) Full Moon – Allelujh (Dope Slap) Jam To It Again – Aquarius (City Limits) Brooklyn Funk Essentials – Change The Track (Minimal) Bobby Konders – Let There Be House (Nu Groove) Intellectual Harmonious Sanction – Save The Whales (R&S) Mental Mayhem – Joey’s Riot (Atmosphere) The Untouchables – Trippin’ (Strictly Rhythm) Direct – Techno Gone Mad (R&S) Project 86 – Industrial Bass (Nu Groove) Sound Factory – Cuban Gigolo (Capitol) Jovonn – Back To House (Goldtone) Static – The Native Track (Strictly Rhythm) House Syndicate – Jam The Mace (Dopewax) The Dope Wax Allstars – Angelo’s Groove (Dopewax) 33 1/3 Queen – Searchin’ (Nu Groove) Gypsymen – Bounce (E Legal) Foremost Poets – Reasons To Be Dismal (Nu Groove) Metro – Straphanger (Nu Groove) Open House Feat. Pace – Seven Day Weekend (Nu Groove) Arthur Baker And The Backbeat Disciples – Silly Games (A&M) KC Flightt – Planet E (RCA) Earth People – Reach Up To Mars (Underworld) J. Of Barcelona – Red Light District (Rey-D) Landlord – I Like It (Bigshot) A Bitch Called Johanna – I’m A Bitch (Project X) Ooscha – Ich Will Dich (Quark)
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