Barbara Morgenstern – Eine Verabredung Hans Platzgumer – Das Binnenland Urbs – Happy Days (Peter Kruder Remix) Baby D – I Need Your Loving (Andreas Dorau Eine Version) DJ DSL – I L.O.V.E. You The Primitive Painter – Hope Bomb The Bass & Lali Puna – Recut (Herrmann & Kleine Mix) The Pains Of Being Pure At Heart – Higher Than The Stars (Skanfrom Remix) Hans Platzgumer – Dann = Schluß Sluts ‚N‘ Strings & 909 – Dig This? DJ DSL – Happy Bear Martha & The Muffins – Echo Beach (Flowing Version) Justus Köhncke – Der Augenblick Ulrich Schnauss – Between Us And Them Kante – Im Ersten Licht (dustbunnymix by Robert Lippok) Glance – The Happy People Alias – Unseen Sights Ian Pooley – Raw Hans Platzgumer – Drecksschwein Ethik – Trump Tower Billy Mackenzie – Colours Will Come Blumfeld – Tausend Tränen Tief Revtone – Love Movement (Ulrich Schnauss Remix) Sophia Kennedy – Angel Lagoon SVN – Untitled A4 Move D – Soap Bubbles Tiefschwarz – Bye Bye Baby Hans Platzgumer & Catriona Shaw – Miss Me Commercial Breakup – Walking Back Home Ian Pooley – Disco Love Siro – Memory Project Michaela Melián – Manifesto Tarwater – Unseen In The Disco Hans Platzgumer – Calanques Alec Empire – Kick Some Soul Pt. 1 Sugar B – Princess Leia Tase – Oh Boy Mutter – Am Abend Whirlpool Productions – Quiet Storm Ennio Morricone – Amore Come Dolore (Needs Remix) KUF – Wildlife Superpanzer – Geheimer Star Tex & Erobique – People Of A Destimate
Auch wenn das neue Jahr nun schon begonnen hat, vielleicht zunächst ein kurzer Blick zurück auf 2014. Würdest du sagen, es war ein gutes Jahr für elektronische Musik? Falls ja, wer war deiner Meinung nach u.a. mit dafür verantwortlich?
2014 war nicht besser oder schlechter als die Jahre zuvor. Es gab genug gute neue Releases, aber kaum neue Trends. Es kam mir so vor, als würden einige vorherige Entwicklungen langsam auslaufen. Lo-Fi House- und Techno etwa. Da hat die Ästhetik vielleicht etwas zu oft durchschnittliche Musik kaschiert. Es gab auch nicht mehr so viele Retro-80er-90er-House-Platten, was sicherlich auch damit zusammenhing, dass jede Menge alte Klassiker oder Raritäten nochmal veröffentlicht wurden. Manche Nachbauten schnitten da im Vergleich schlechter ab, oder man wollte wohl auch lieber Lücken in der Wantslist schließen, als sich mit neuer Musik zu beschäftigen, die wie alte klang. Ich falle aber nicht gerne in diesen früher war alles besser-Sermon. Ich habe in jungen Jahren auch viel alte Musik gehört, ich wollte auch schon immer wissen, wo was herkommt. Aber das wollte ich selber entdecken, und nicht von Älteren gepredigt bekommen, auch wenn man dann später feststellt, dass viele Einwände durchaus berechtigt sind. Was mir letztes Jahr gut gefallen hat, kann man ja bequem bei meinen Hot Wax-Radiosendungen überprüfen, oder meinen Charts. Sicherlich hat nicht jede Platte darin das Rad neu erfunden, aber es waren für mich genug neue Ideen drin, um es unterstützen zu wollen. Generell war es gefühlt eher ein Techno- als ein House-Jahr, aber für mich war es zuviel Techno, der sich nur auf eine jeweilige Atmosphäre konzentriert, und nicht auf Musikalität. Es gab zudem stilübergreifend irritierend viele Alben. Vielleicht war es ein Übergangsjahr, und 2015 passieren wirklich neue Dinge, oder es werden retrospektiv einfach andere alte Stile aufgearbeitet. Da lasse ich mich aber auch gerne überraschen. Ich wünsche mir aber nach wie vor, dass dieser durch künstliche Verknappung ausgelöste Beschaffungsstress für Käufer und Läden zur Ruhe kommt. Aber jetzt habe ich wirklich langsam das Gefühl, dass das ausgereizt ist und der Markt das von allein regelt. Nicht jede überteuerte Platte mit Poster wurde letztes Jahr zum Sammlerobjekt, und da ist noch viel Luft nach unten.
Gibt es einen Abend aus dem vergangenen Jahr, den du als DJ als besonders gelungen/spannend in Erinnerung hast? Wenn ja: Wo und wann war das und was hat den Auftritt ausgezeichnet?
Da gab es einige. Aber am denkwürdigsten war sicherlich der Auftritt von Dreesvn und mir beim New Forms Festival in Vancouver. Das war schon sehr dicht dran an der perfekten Nacht. Wir hatten uns schon die Tage zuvor sehr willkommen gefühlt, und viele interessante Leute kennengelernt, und dementsprechend haben wir uns dann auch bemüht, alles zurückzugeben was wir konnten. Der Live-Auftritt von Dreesen und Sven war einfach wundervoll und sehr beeindruckend, und ich konnte danach wirklich alles spielen was ich wollte, ohne dass es spürbare Einbrüche auf der Tanzfläche gab. Und bei dem Set hätte das schon durchaus passieren können. Es gab dann zum Abschluss des Festivals auch noch eine inoffizielle Party, bei der ich stundenlang im Wechsel mit DJ Sotofett und DJ Fett Burger aufgelegt habe, aber da ist die Aufnahme nichts geworden, was wirklich sehr schade ist. Ich erinnere mich aber auch sehr gerne an eine kleine Griechenland-Tour zurück, den tatsächlich beeindruckenden Sound von Plastic People, no sleep raver bei Washing Machine, feiern gegen alle Widrigkeiten in Ljubljana, Macro mit geballter Kraft im Stattbad, Arme in die Luft in der Panoramabar, und und und. Ach ja, und ich habe bei einer schönen Nacht in Nürnberg die krawallbereiten Besucher des Deutschpunk-Festivals im gleichen Gebäude für klassischen Garage House begeistern können. Ich hatte gar nichts anderes mitgenommen, und es blieb mir gar nichts anderes übrig, aber es ging nicht nur nicht ins Auge, es blieb kein Auge trocken.
Seit einigen Wochen kann man dich als DJ über die Agentur Option Music buchen. Wie kam es dazu, dass du nun bei einer Agentur bist, wo du das doch vorher jahrelang alles selbst geregelt hast?
Nun, ich bin vor vier Jahren Vater geworden, und gleichzeitig nahmen Anfragen für Gigs wie auch der Zeitaufwand meiner diversen anderen Verpflichtungen und Tätigkeiten stetig zu. Nach fast 30 Jahren war ich dann irgendwann so ausgelaugt von der ganzen Logistik, dass ich bereit war, alles in professionellere Hände zu geben. Bei Option Music mag ich sowohl die Art, wie das Booking gehandhabt wird, als auch die anderen Artists, und zwar allesamt. Ich musste die ganzen langjährigen Verbindungen nicht aufgeben, und es kommen neue hinzu. Ich habe mehr Zeit für die Familie, und die Agentur ist auch sehr familiär. Win-Win.
Seit einiger Zeit bist du Teil des Hard Wax-Teams und bist u.a. mit für den Einkauf und somit auch für die berühmten Hard-Wax-Einzeiler verantwortlich. Hast du schonmal das Prädikat “Killer” vergeben und wie leicht oder schwer fallen dir diese Kurzbeschreibungen?
Ja, das Prädikat habe ich schon öfter vergeben, aber eigentlich gehen wir damit bewusst sparsam um. Es wird in der Regel nur für Releases benutzt, die das Zeug dazu haben, irgendwann später vielleicht in der Kategorie Essentials zu landen. Musik, die aus dem Gesamtgeschehen heraussticht. Wir hatten die Webseite ja schon von den Tips bereinigt, nachdem das irgendwann in jeder zweiten Vertriebs- oder sonstigen Promoankündigung zu lesen war, und auch sonst stapeln wir lieber tief als hoch. Wir vertrauen da ganz auf das Urteilsvermögen unserer Kunden, und wollen es nicht beeinflussen. Unser Programm ist sorgfältig vorgefiltert, und somit ist es eigentlich nicht nötig mit Hype-Mechanismen abzulenken, die in so vielen Bereichen des Musikgeschehens sich nur noch gegenseitig entkräften. Als langjähriger Musikjournalist musste ich mich zuerst daran gewöhnen, Musik nicht wertend zu beschreiben, mit nicht mehr Worten als unbedingt notwendig, aber gleichzeitig habe ich den Stil der Beschreibungen wohl auch ein bisschen mitgeprägt. Aber bei Hard Wax steht die Musik im Vordergrund, kurzum.
Viele kennen dich auch als Journalist für Magazine wie De:Bug, Groove oder auch Resident Advisor. Durch deine Familie, den Job bei Hard Wax und das Auflegen bist du zeitlich wahrscheinlich sehr eingespannt – wie wählst du heute aus, über was du schreibst? Sind das nur noch Liebhaber-Themen für dich? Und merkst du eventuell ähnlich wie Gerd Janson, der seit einigen Monaten fast überhaupt nichts mehr schreibt oder Interviews führt. Ermüdungserscheinungen hinsichtlich des Schreibens über Musikthemen?
Ich gebe zu, dass mich mit der Zeit Rezensionen ermüdet haben. Ich denke bei Gerd war das vielleicht auch so. Man hat diesen Wust an Releases, und je länger man sich als Journalist damit befasst, desto schwieriger wird es, dafür frische Worte zu finden. Im Laufe der Zeit wiederholt sich einfach vieles bei der Musik, die man beschreiben soll, und als guter Journalist sollte man schon den Anspruch haben, in Texten Wiederholungen zu vermeiden. Wenn da zu sehr die Routine greift, lesen sich die Platten vielleicht routinierter als sie klingen. Gleichzeitig hat mich aber auch der Mangel an Diskurs frustriert, der heutzutage im Musikjournalismus vorherrscht. Alles ist zu sehr miteinander vernetzt und voneinander abhängig, und im Begriff Soziale Medien sind die Medien nicht ohne Grund enthalten. In allen Bereichen der Musikbranche ist man ob der fallenden Ertragsmöglichkeiten dünnhäutig geworden, gleichzeitig sind die Medien mehr als zuvor auf den Anzeigenmarkt angewiesen, um überhaupt überleben zu können. Und das ist keine gute Grundlage für eine Kritik, von der neue Impulse ausgehen können. Ich habe da auch einige heftige virtuelle Stürme hinter mir, für sorgfältig recherchierte, sachliche und objektive Artikel, die unter anderen Umständen vielleicht eine Debatte angestoßen hätten, von der alle was haben. Mit dieser Art mit Meinungen umzugehen hatte ich schon Probleme, als ich nur DJ, Journalist und Labelbetreiber war. Seitdem ich vor Jahren Teil von Hard Wax geworden bin, ist es noch wesentlich schwieriger geworden. Die Objektivität, die vorher von anderer Seite zuweilen in Frage gestellt wurde, ist jetzt nicht einmal mehr das Haupt-Kriterium. Ich sehe mich in der Funktion als Einkäufer zu einem hohen Maß an Neutralität verpflichtet, was diverse Themen für mich als Journalist von vornherein unmöglich macht. Nicht in erster Linie als Selbstschutz, sondern vor allem um den Laden zu schützen, und das, was ich dort tue. Es ist aber nicht so, dass ich nicht mehr schreiben kann was ich will, und dann lieber gar nichts mehr schreibe. Ich schreibe nur eher über Themen, mit geringerem Potential, negative Auswirkungen auf meine Tätigkeiten zu haben. Und das sind dann schon eher Liebhaber-Themen, Interviews mit Legenden, zeitspezifische bzw. historische Aspekte und schlichtweg Musik, über die ich von einer Fan-Perspektive aus schreiben kann. Es kommt aber auch noch erschwerend hinzu, dass beim gegenwärtigen Musikjournalismus Zeitaufwand und Honorarerträge nur noch in einer akzeptablen Relation stehen, wenn man wirklich viel schreibt. Und dafür fehlt mir einfach die Zeit. Demzufolge schreibe ich weniger, als ich eigentlich gerne würde. Aber es ist mir nach wie vor wichtig, und ich würde es nicht komplett aufgeben wollen.
Seit 2007 betreibst du gemeinsam mit Stefan Goldmann das Label Macro. Was wird uns da in diesem Jahr bzw. den kommenden Monaten erwarten?
Traditionell haben wir zum Ende des vorangegangen Jahres noch nicht allzu viele Pläne für das nächste Jahr. Bei Macro regiert der Freiraum, in jederlei Hinsicht. Stefan ist für einige Zeit mit sehr interessanten Projekten ausgelastet, hat aber auch neue Geräte ausfindig gemacht und mir gegenüber bereits angekündigt, sich dieses Jahr stilistisch umfassend häuten zu können. Und so wie ich ihn kenne, macht er das dann auch. Es wird wohl einen Soundclash unserer beiden Live-Institutionen KiNK und Elektro Guzzi geben, ich rechne in freudiger Erwartung mit neuem Material älter und neuerer Macro-Künstler, und wenn es zu uns passt, sind uns natürlich auch ganz neue Produzenten willkommen. Der Rest wird sich vermutlich wie gehabt aus spontanen Eingebungen ergeben, die wir dann gewohnt akribisch in die Tat umsetzen. Im Prinzip gehen wir auch schon seit 2007 davon aus, dass wir mal problemlos eine Auszeit nehmen könnten, aber irgendwie kam bis jetzt immer eine ganze Menge dazwischen.
Deine Hot Wax Shows auf BCR sind sowohl in ihrer Länge als auch stilistisch teils sehr unterschiedlich und spiegeln damit eben dich als vielseitigen Host und DJ wider. Welchen Themen und Genres willst du dich unbedingt noch in einer deiner Sendungen widmen, bist aber bisher noch nicht dazu gekommen?
Ich habe eine langjährig gewachsene, stilistisch sehr vielfältige Plattensammlung. Gerade wenn man eine regelmäßige Radiosendung macht, sollte man das auch nutzen. Die angesprochene Vielseitigkeit zeichnet mich wohl als DJ aus, aber ich will das auch nicht überstrapazieren. Der Großteil der Hot Wax-Sendungen besteht schon aus Platten, die ich aus dem Laden mitnehme. Ich lasse dann ein paar Wochen verstreichen und mache eine Art Kassensturz, und wähle dann die für mich interessantesten Releases aus, teils im Club erprobt, teils auch nur zuhause. Mir geht es bei den Sendungen oder auch anderen Podcasts nicht darum, meine Aktivitäten im Club zu simulieren, auch wenn ich Clubgigs gerne mal thematisch angehe. Wenn ich irgendwo auflege, fände ich es aber weder für mich noch für andere reizvoll, Sequenzen aus irgendwelchen meiner Sendungen zu wiederholen. Radio hat mich lange Jahre begleitet, und das Format bedeutet mir sehr viel. Was da aber musikalischen Spezial-Themen im Verlauf des Jahres geschehen wird, möchte ich noch nicht verraten, ich mag Überraschungen. Ende Januar wird es aber noch mal eine Sendung mit aktuelleren Platten geben, und dann möchte ich gerne mit einer irregulären Serie anfangen, die sich mit Edits befasst, die in den 80ern auf Remix Services erschienen sind, etwa Disconet, Hot Tracks, Razormaid und anderen obskuren Labels. Ich sammle solche Platten schon seit etlichen Jahren, und finde es sehr faszinierend, was damals mit Tape und Schere mit bekannten Clubhits angestellt wurde. Und es wird einen sehr persönlichen Podcast für Modyfier geben. Ansonsten habe ich eigentlich immer Ideen, wenn ich in den Regalen umhersuche. Und ich habe keinerlei Hemmungen, die dann auch in die Tat umzusetzen. Ich bin sehr dankbar, dass das so viele Leute hören wollen, und hoffe, dass das noch lange so bleibt.
Vielen Dank für deinen Mix! Per Facebook-PN hast du ihn ja schon als “Deutschland in deep, die klassische Variante” angekündigt und daraus wurden dann gleich über drei Stunden. Wie kamst du auf die Idee dazu, wie hast du deine Auswahl getroffen und wie und wo den Mix dann letztendlich aufgenommen?
Das sind meine persönlichen Favoriten zum Thema Deepness in Deutschland, vornehmlich House. Platten, die ich über Jahre regelmäßig gespielt habe, und auch auch immer noch spiele. Von einigen Produzenten hätte man natürlich auch mehrere Tracks nehmen können, aber es ging mir eher um einen breiten Überblick. Es hat eine Weile gedauert bis sich deutsche Produktionen von Ende der 80er an von den US-Vorbildern emanzipiert haben, aber dann ist wirklich viel Eigenständiges passiert, sei es in den Großstädten, oder in der Provinz. Dass es sich hierbei überhaupt um eine Auswahl nationaler Veröffentlichungen handelt, ist vollkommen unpatriotisch. Ich vergleiche einfach gern. Die Charakterisierung der einzelnen lokalen Szenen zu den Platten muss aber an anderer Stelle stattfinden, da gehören mehr interessante Zusammenhänge hinzu, als ich hier anreißen kann. Viele der vertretenen Künstler sind auch heute noch aktiv, aber dieser Mix soll beleuchten, wie das in früheren Jahren klang, und wie gut das gealtert ist, bis hin zu etwas aktuelleren Releases. Für mich sind das alles Klassiker, und wichtige Platten. Die Abfolge der Tracks hat sich beim nächtlichen Raussuchen ergeben, und dann ist der Mix in einem Rutsch am verregneten Tag darauf entstanden, mit zwei MKs und einem erstaunlich unverwüstlichen Ecler-SmacFirst-Mixer. Das Setup benutze ich seit 1995, für alles.
Wo kann man dich demnächst mal wieder auflegen hören?
Ich bin gerade aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, und meine Bookerin auch. Wir müssen uns erstmal sortieren. Aber wir sind dran. Have headphones, will travel.
The first of a series of mixes that contain records I most played at my residency at Tanzdiele club in my hometown Kiel, from 1995 to 2001. The artworks are from a fake newspaper form the future that we made for a sci-fi themed night once.
C. Damier & R. Trent – Morning Factory
Millsart – Gamma Player
Ron Trent – Untitled
Round Two – New Day
Chez Damier & Stacey Pullen – Forever Monna
Wamdue Kids – Dreams
4th Measure Men – The Need
Jellybean – Twilight Dome Pt. 2
Ratcliffe – Grape Soda
The Salsoul Crew – Salsoul Mega Mix / Firebird
Whirlpool Productions – It Happened Last Night
Rockers Hi-Fi – Push Push
Daniel Wang – Not Feeling It
Todd Terry – Melissa’s Dream
Romanthony – Ministry Of Love
JohNick – Play The World
Ultra Naté – Party Girl (Turn Me Loose)
The Mole People – Break Night
Green Velvet – Flash
House Music Lovers – Listen Carefully
The S Man Featuring Orchestra 7 – Rhumba
Wildchild – Renegade Master
Ian Pooley – My Anthem
Seven Grand Housing Authority – Love’s Got Me High
In discussion with Eric D. Clark on “Atmosphere” by Funkadelic (1975).
How were you initiated to the Funkadelic world?
That’s rather hard to say; I believe I first heard Funkadelic… early 70’s? Seems as though I remember hearing “Maggot Brain” as my introduction to their music? And it would most probably have been at a party; maybe a cousin’s house or on a military base at a function? Don’t really know. However I seem to remember that piece first: I certainly had no idea what or who it was? At the time I thought the label art was somehow the band’s responsibility, therefore I would buy records according to the artwork; if I was at a friend’s house and they had something I liked I would go to the record store, usually with my father, and look for the same artwork and buy the record (we’re talking 7″ singles here). Needless to say it was often not what I was looking for. However, rarely did I return anything! This is how I ended up finding out about Led Zeppelin at age 5 or 6. I was looking for Rare Earth. When I finally witnessed Funkadelic’s artwork first-hand it cemented my high regard for their overall “thang”!
Was it a part of your childhood and youth in California?
There was a very strong and rich musical culture in our house. Every morning before school we were allowed to listen to music (no TV, only on Saturday mornings) that we selected from an extensive record collection procurred over previous decades and life in Kansas, Philadelphia, St. Louis and Poplar Bluff Missouri, Osaka, and wherever else our parents had been on their journeys with the military. This included 78 rpm shellac discs and 7″ children’s records recorded at 16 rpm. Father always loved Jazz and has an extensive collection of Blue Note recordings from the label’s inception until around 1970 something. Errol Garner was a big favourite, Booker T. & the MG’s. I did not really get into Jazz though until much later, though I liked Errol Garner! The rest was boring to me then. “Shotgun” and “Green Onions” I liked a lot but until this day I can’t stand James Brown for example?! Only one song that I can’t remember the title of, from around 1958. Mother was into Gospel and female vocal performers such as Morgana King, Dinah Washington, Mahalia Jackson, Dakota Stanton, Aretha of course, also some guys like Major Lance and Joe Simon both of whom I still love today. This collection still exists, excerpts of which you can hear in a set I uploaded to soundcloud.com/eric-d-clark under the moniker “The OZ Effect”. When I’d go looking for what I liked and tried to share it with them it was not met well. They tried to form me with classical which I found to be very little of a challenge, especially as I could trick the teachers by learning pieces twice or even three times as fast by listening to them on vinyl (my component stereo system was right on top of the piano next to my father’s AKAI reel-to-reel, which he bought in Osaka three years before I was born and I adopted; when I am at our house in Sacramento I still use this machine!). Funkadelic were strictly off-limits (very enticing) but I kept the records anyway, even though they were considered to be devil music by Mom and Dad. I was still under ten? Read the rest of this entry »
Irgendwie kam House in Deutschland lange Jahre nicht in die Gänge. Nix Massenbewegung, nix Exportpotential, nix Sponsorenzielgruppe. Es gab zwar ausreichend Clubs, DJs und Produzenten, die sich von Anfang an mit House beschäftigten und den Sound hegten und pflegten, aber man studierte erstmal eingehend was da kistenweise importiert wurde und verschob den eigenen Einsatz auf später. Die Italiener hatten sich da schon längst zusammengeklaubt, was sie für die sonnigen Fantasiewelten ihrer Großclubs brauchten, in Holland und Belgien wollte man sich schon bald von dem amerikanischem Ausgangsmaterial emanzipieren, und in Großbritannien atomisierte die Hype-Presse bereits alle verfügbaren Stilmöglichkeiten zu Subgenres. In Deutschland hingegen wurde noch eine Weile analysiert, bis sinnigerweise der Dancefloor-Ableger vom Diskursstichwortgeber L’Age D’or diese Phase für beendet erklärte und sich alsbald beherzt daran machte, lose orientiert an der noch relativ jungen House-Historie anderer Länder, eine Reihe von sehr eigenständigen und funktionstüchtigen Veröffentlichungen zu starten. „Brian de Palma“, passend benannt nach dem Regisseur mit den dollsten Nachtclubsequenzen, ist sowohl der erste Höhepunkt als auch eine wegweisende Schnittstelle dieser Entwicklung. Hans Nieswandt, der damals in Worten wie kein Anderer auf den Punkt brachte was an House so wunderbar ist, Eric D. Clark, der immigrierte Glam-Faktor mit dem irritierenden Soul, und Justus Köhncke, der romantische Raketenwissenschaftler des Ganzen, wollten nicht länger zuschauen und nahmen sich ihre gesammelten Nightlife-Erfahrungen, ihre erheblichen Plattensammlungen, ihre durchdefinierten Popforderungen und ihren unverbrauchten Enthusiasmus für die Sache an sich, und bauten mit taufrischem Idealismus an ihrer Musik. Das allzu Offensichtliche wurde dabei vermieden, Mel Tormé oder Steely Dan kamen in die Samplebank, und nicht schon wieder Loleatta Holloway. Und obwohl hier und da DJ Pierre oder DJ Sneak als Inspirationsquelle hervorlugten, bekam man ihn hin, den eigenen Sound. Eine elastische Funkyness, eine lässige Dosis smarter Referenzen, und eine grundsympathische Einstellung im Umgang mit dem Groove. Mit jedem ihrer späteren Alben vergrößerten sie genauso schlüssig und schlau den Spielraum, den sie sich mit diesem Album eröffneten, mit oftmals ebenso sperrigen wie überraschenden Resultaten zwischen Can-Studio und surrealer Charts-Kurzkarriere. Aber diese Verbindung von Kopf und Tanzfläche war nicht mehr ganz so ausschlaggebend, und ich habe das vermisst. Die weitere Laufbahn der drei nach dem Ende von Whirlpool Productions gestaltete sich dann gleichermaßen erwartet wie unerwartet, und es ist gut zu wissen, dass sie allesamt immer noch voll drin sind in der Chose.
Mix with some German house music favourites, compiled and mixed for Motion FM radio.
Whirlpool Productions – The Cold Song (Ladomat 2000) Tiefschwarz Feat. Oezlem – Never (Four Music) Cassy – Night to Remember (Perlon) Sensorama – Quarzzeit (Ladomat 2000) DJ Linus – Pleasure (Freudenhouse) Losoul – Sunbeams And The Rain (Playhouse) Dntel – (This Is) The Dream Of Evan And Chan (Superpitcher Kompakt Remix) (Plug Research) Superpitcher – Happiness (Kompakt) Blumfeld – Tausend Tränen Tief (Loverboy Mix) (Rough Trade) Round Two – New Day (Main Street) Blumfeld – Neuer Morgen (Vredus Remix) (Wea) Jürgen Paape – So Weit Wie Noch Nie (Kompakt) Commercial Breakup – Walking Back Home (Ladomat 2000)
> Backroom Productions – Definition Of A Track ( New York Underground Records) 1988
A rare tune from 1987. Indeed nothing but a track.
I knew this from the vinyl edition of the DJ-Kicks by Terranova. At that time it fit right in with what they were trying to represent with that compilation. I used to play this track regularly back then, it was very good for warming up.
So you actually know this for quite some time then.
Yeah, of course! I was not into Terranova that much, but the compilation had some brilliant tracks on it. East Flatbush Project and such.
This has some kind of Hip Hop vibe to it, too. But it does not exactly sound like 1988.
No, and I didn’t know that (laughs).
Would you still play it?
Definitely. I don’t know when and for what occasion but it is a class track.
It somehow reminds me of the bonus beats they used to have on the flipside of old House records.
Yeah, but bonus beats have gone out of fashion a bit, apart from Hip Hop. Argy had some for that Sydenham track “Ebian” on Ibadan last year. But I think it is not really relevant anymore for the current generation of House producers.
The percussive elements really distinguish the sound of that era from today’s productions. Lots of handclaps, or here it’s rimshots.
My problem is that I don’t really like all these percussion sounds from drum machines. I prefer sampled real instruments. This is probably some classic Roland drum machine, like a 606. I would take the bassdrum and hi-hats from somewhere else. The toms of these old machines are always cool, but the bongo sounds for example are not for me. I wouldn’t use that for my productions. I couldn’t do these 100 % authentic references. I think it’s supercool to listen to in a Prosumer record for example, but I couldn’t do that.
You got qualms about doing something like that?
No (laughs)! I’m just working on a new track for which I sampled an old Amen-break. I don’t care, if I like it I use it. This kind of break is in 90 % of all Drum and Bass tracks and nobody cares, so I don’t care either.
> Phortune – Unity (Jack Trax) 1988
This is an old track by DJ Pierre, from his Acid House days. But it is different to most tracks he produced back then. It is pretty deep.
It’s great. Awesome vibe for 1988, I could listen to this all day. It doesn’t tranquilize my feet, it’s not boring, it’s perfectly right. And I would grin from ear to ear if I would hear this in a club.
Some of its sounds have aged really well.
I really like this. I think it’s a pity that there are not so many tracks with great basslines at the moment. There are a lot of simple, functional basslines without much of a melody. Of course it’s effective and some current tracks need some of these dominating, functional elements, but a track like this for example needs a bit more, and I miss that. It’s also simple, but it has more and different harmonies. I like that, it gets me hooked. I would love to buy this on Beatport (laughs)!
Welcome to another Druffmix edition. The Druffalo Hit Squad is dedicating this one to the old school chapter of the International Disco Deconstructivist Conspiracy. Venceremos!
Johnny D & Nicky P – Like Morning Agent X – In The Morning Sensory Productions- Houseluck House 101 – I Got The Music Glenn Underground – I Need GU Jellybean – Twilight Dome Pt. 2 Freestyle Orchestra – Twi-Lite Glenn Underground – Functions Mada – Good Stuff Raw Grooves – Three Markus Nikolai – Rood Audiomatrix – Miss You Level One – Give It Up Nature Boy – Tobago Travis Nelson – Breakin’ Rocks Mike Dixon – Love Is… Nail – Dancin’ Netto – Kula DJ Spen – Tedd’s Beat Goes On Johnny Dangerous – Kill For A Day Daniel Wang – Not Feeling It Whirlpool Productions – It Happened Last Night Sound Stream – Motion Stacy Kidd – Take It Easy Paul Johnson – Hear The Music Ghetto Godfathers – Love Junkie Brother Of Soul – Eyes Of Love Bim Marx – Stronger Eddie Kendricks – Thank You For The Memories (Dam Edit)
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