Rewind: Modyfier on “Twin Peaks”

Posted: June 7th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews English | Tags: , , , , , | No Comments »

In discussion with Modyfier on “Twin Peaks” by Angelo Badalamenti (1990).

What was your first encounter with Angelo Badalamenti? Did you notice the music when “Twin Peaks” was originally aired?

It was when the first season debuted in the spring of 1990. I was eleven and used to watch the show regularly with my parents. It made quite an impression on me. It was around that time that I started to become aware of abstractions and my mind wandered into the incredible world of intangible things. The show was the perfect guide, pulling me further into this exploration. I’d like to say that I didn’t notice the music apart from the imagery (because together, I think they make up the show), but I can’t. The first season soundtrack (on cassette) was one of the earliest albums I ever bought. I loved the access the music provided. Listening to it, I’d immediately be transported to Twin Peaks.

Did you have the instant impression that your fascination with the soundtrack would outlast the TV experience as a singular work of art? Can it be held apart from the series?

“Twin Peaks” is best when experienced the way it was meant to be: as a moving picture with sound. While it is possible for each to exist without the other, they lack full form. For example, if you listen to the soundtrack on its own, it is constantly evoking imagery from the show. It reaches out for it, plucking it ripe from the memory branches of your mind. Badalamenti is successful in painting Lynch’s vision precisely with his composition.

As far as my ‘fascination’ with the soundtrack, I’d reiterate that I think it is best when listened to in the context of the show. For that reason, I don’t think it has outlasted the experience of the series. The characters and places have a dark beauty and frank oddity that are created as equally by Badalamenti’s music as they are by Lynch’s imagery and narration. For me, the soundtrack is so much more than merely associative. There is a symbiosis that makes me think cymatics are at play. When things are put into motion in “Twin Peaks” (when characters and places interact in different combinations) events begin to happen that are outside of the rational. A door is opened into an unexplainable dimension that is conveyed through the important combination of picture and sound.

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Rewind: Justin Strauss on “Computer World”

Posted: May 31st, 2010 | Author: | Filed under: Interviews English | Tags: , , , , , , , , , , , , , , | 2 Comments »

In discussion with Justin Strauss on “Computer World” by Kraftwerk (1981).

Can you still remember the first time you ever heard Kraftwerk?

Yes. I think the first time I heard them I was 17 years old, in England, recording an album for Island Records with the band I was in at the time, Milk n Cookies. I heard the song “Autobahn” on the radio there and remember thinking how different and cool it sounded than anything else out there. I bought a copy of the 7″ while I was there.

What made you decide for “Computer World” out of the many legendary albums? Do you agree with many critics and fans that they were at there creative peak with this?

Although I love all their albums, “Computer World” for me was just the best. Perfect in every way. I totally agree that this was their “masterpiece”.

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Rewind: Falko Brocksieper über “Disco”

Posted: May 24th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Im Gespräch mit Falko Brocksieper über “Disco” von den Pet Shop Boys (1986).

Wie kamst Du erstmalig mit den Pet Shop Boys in Kontakt? “West End Girls” im Radio, in jungen Jahren?

Ich habe eine zwei Jahre ältere Schwester, deren beste Freundin hatte auch wiederum eine zwei Jahre ältere Schwester, und über diese zähe Nahrungskette gelangte einiges an kredibler Popkultur schließlich zu mir. Das waren zwar auch mal Sachen wie Wham! oder so, aber auch Depeche Mode, The Smiths, und eben Pet Shop Boys. Da muss ich etwa zehn Jahre alt gewesen sein. Ein eigenes Kassettenradio hatte ich erst gegen Ende der 80er. Die Mitschnitt-Zeit fing für mich also erst etwas später an.

Hattest Du generell eine Schwäche für den Synthpop dieser Zeit, und die Pet Shop Boys waren eine Facette davon, die Dir besonders gut gefiel?

Auch davor schon, auf diversen NDW-Compilations, die in unserer Familie kursierten, übten die Synthie- und Drummachine-geprägten Lieder eine große Faszination auf mich aus. Irgendwie Knöpfe drücken und Sachen bedienen erschien mir weitaus reizvoller als das handwerkliche Beherrschen eines Musikinstruments. Der Synthpop der 80er traf also ebenfalls diesen Nerv, auch wenn mein Fanverhalten da wenig systematisch war, geschweige denn von irgendwelchem Wissen gekennzeichnet. Ein eigenes Radio besaß ich wie gesagt nicht, das elterliche hochwertige HiFi-Equipment war tabu, und ich durfte auch eigenartigerweise ziemlich lang keine Bravo lesen. Mir kamen also nur einzelne Songs gelegentlich zugeflogen – wenn nicht von Freunden, dann etwa im Supermarkt, oder aus einem vorbeifahrenden, sportlich lackierten Ascona. Da gab es so ein paar schnauzbärtige Jungs in Netzhemden einige Straßen weiter, die schraubten an ihren Autos rum und hörten dabei Sachen wie Trans-X “Living On Video” oder Shannon “Let The Music Play”. Meistens wusste man aber natürlich nie wer/was/woher das jetzt war. Welches Lied nun von Bronski Beat, und welches von Kim Wilde war, das erfuhr ich oft erst Jahre später.

Die Pet Shop Boys aber weckten schon beim ersten Kontakt mein ganzheitliches Interesse. Neben der Musik gefiel mir auch einfach diese seltsame Unnahbarkeit und ihr nüchternes Auftreten. Gott weiß wie bunt auftoupierte Haare und komische Anziehsachen fand ich dagegen als Kleinstadt-Kind eher verstörend – damit wollte ich lieber nichts zu tun haben. Die Perücken- und Hut-Eskapaden der Pet Shop Boys kamen ja dann erst später, in den 90ern.

Was mich ebenfalls von Beginn an reizte, war das ganze Setup der Band, bzw. dass es eben gar keine richtige Band war, sondern nur zwei Leute, von denen der eine sogar nur sang. Denn das hieß ja, dass der andere Typ da hinten die ganze Musik quasi ganz alleine macht mit seinen Keyboards, von denen er teilweise sogar mehrere um sich stehen hatte. Ich nahm an, dass diese Geräte unglaubliche Komplexität und Leistungsumfang besitzen mussten, und dass derjenige ein Genie sein muss, der all das beherrscht und dabei auch noch so lässig rüberkommt. Von technischen Errungenschaften wie Playback ahnte ich also nichts.

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Rewind: Riley Reinhold über “Blank Generation”

Posted: May 17th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , | No Comments »

Im Gespräch mit Riley Reinhold über “Blank Generation” von Richard Hell & The Voidods (1977).

“Blank Generation” ist ein absoluter Punk-Klassiker. Kannst Du Dich noch daran erinnern, wann Du den Song zum ersten Mal gehört hast? Hattest Du eine Punk-Sozialisation in Deiner frühen Jugend?

Ich hab das Album gehört bei Freunden von mir. Gehört ist falsch, gesehen…weil vorspielen wollten sie mir das nicht. Die waren alle älter und hörten richtigen Rock, Südstaaten-Rock, Lynyrd Skynyrd, Deep Purple, Queen, und die Platte hatten sie im Cut-out-Shop vom Saturn ergattert (damals ein Paradies für Andersdenkende!), wo ich auch einige seltene Platten gekauft habe, die keiner wollte. Nun, sie konnten nichts damit anfangen, ich glaube es ging gar so weit, dass sie die Platte anwiderte. Wäre ich nicht dort gewesen, wäre die Platte in den Mülleimer gewandert und ich hätte nie was von ihm gehört. Ja nicht ganz, ich bin akribisch was die Historie von Musik angeht und habe noch nie der Musikindustrie Glauben geschenkt, das die wirklich erkennen können was cool ist. Das ist sicher auch der Antrieb gewesen, selbst mal ein Label wie Traum zu gründen.

Warum hast Du Dir diesen einen Song ausgesucht, und nicht das ganze dazugehörige Album? Wird in “Blank Generation” schon alles gesagt?

Ich würde sagen, dass hat damit zu tun, das erstens “Blank Generation” mit der beste Song von ihm ist, aber auch weil ich das Format 7“ liebe und ich damit viel Leidenschaft, ungetrübte Leidenschaft verbinde. Danach kam nichts mehr was mir so viel Freude bereitet hat. Ich bin denen nachgejagt und hab geschwitzt. Klingt doof, weiß ich.

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Rewind: Heiko Hoffmann über “Violator”

Posted: May 10th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , | No Comments »

Im Gespräch mit Heiko Hoffmann über “Violator” von Depeche Mode (1990).

Kannst Du Dich noch daran erinnern, wann und wie Du zum ersten Mal Depeche Mode bewußt gehört hast? Soweit ich mich erinnern kann, war es bei mir “Just Can’t Get Enough” bei ersten Clubbesuchen in jungen Jahren. Wie war es Bei Dir?

Das war bei mir ein paar Jahre später, wahrscheinlich war es sogar das Video zu “People Are People”, das auf 1984 auf Formel 1 lief. Ein Jahr später kaufte ich mir dann die Compilation “The Singles 81 – 85″. “Black Celebration” war dann das erste Album, das ich zur Veröffentlichung kennenlernte.

Rückblickend fand ich Depeche Mode damals gar nicht so herausragend. Ich mochte vor allem diesen Vince Clarke-Sound. Als der ausgestiegen war, fand ich dann auch erstmal Yazoo interessanter, und habe Depeche Mode erstmal lange Zeit eher nebenbei verfolgt. Dennoch haben sie sich ja ziemlich schnell von Clarke emanzipiert, wohingegen Clarke mit Yazoo und Erasure sehr ähnlich klang wie Depeche Mode in ihrer Frühzeit, auch wenn Andy Bell eher nach Alison Moyet klang als nach Dave Gahan. Hättest Du damals gedacht, dass Depeche Mode so erfolgreich werden würden?

Als ich Depeche Mode kennenlernte waren sie für mich schon wahnsinnig erfolgreich – zum Beispiel spielten sie ja schon auf der Tour zu “Black Celebration” in der Berliner Waldbühne.

Trotzdem war ich erstaunt, als ich sie letztes Jahr im Olympiastadion gesehen habe. Ein Paradox: Depeche Mode sind die einzige Band die ich kenne, zu deren Konzerte deutlich mehr Besucher kommen, als zu ihren Hochzeiten – und ohne das sichtbar neue Publikumsschichten erschlossen werden.

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Rewind: Luke Solomon on “Snow Borne Sorrow”

Posted: May 3rd, 2010 | Author: | Filed under: Interviews English | Tags: , , , , , , , , , , | No Comments »

In discussion with Luke Solomon about “Snow Borne Sorrow” by Nine Horses (2005).

How did you come across “Snow Borne Sorrow”? Was it out of a longtime fondness for David Sylvian’s work?

First and foremost, I am a huge fan, probably since the age of 11. “Snow Borne Sorrow” I was actually turned on to by one of my oldest and closest friends. It was only a couple of weeks after release.

Why did you decide to discuss this album, and not another one of his many remarkable records? What makes this so special to you?

There are records and there are records. That’s my philosophy. I’ll elaborate. We all know the classics, there are lists of those everywhere. But I believe in personal classics. This to me, is music that happens along at a poignant time in your life. The stars are aligned, and bang, it’s like a spark, and epiphany. A moment that can be deemed as a marker. “Oh, that was the Snow Borne Sorrow time.” Or something. That was the “Snow Borne Sorrow part” of my life.

How would you describe “Snow Borne Sorrow”, also in comparison to other music Sylvian was involved with?

More than anything, on first listen it was the sound and the maturity of his voice. I listened to it recently on an 8000 pound pair of speakers, and I was blown away by the detail. Incredible. And then there are the songs, the subject matter, the arrangements. I could go on.

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Rewind: Sven von Thülen über “Into The Dragon”

Posted: April 26th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , , | 1 Comment »

Im Gespräch mit Sven von Thülen über “Into The Dragon” von Bomb The Bass (1988).

Wie und wann bist Du auf Bomb The Bass gekommen? Als “Beat Dis” rauskam?

Ja, “Beat Dis” war ja ein Riesenhit, der ist auch an einem damals 11 oder 12-jährigen wie mir nicht vorbeigegangen. Es gab gleich neben unserer Schule eine Bibliothek, in der man Kassetten und CDs ausleihen konnte. Da gab es auch “Into The Dragon”. Ausleihen, überspielen und ab in den Walkman. Das Cover von “Beat Dis” war auch der Grund, warum ich damals für eine Weile mit einem Smiley-T-Shirt rumgerannt bin. Vollkommen ahnungslos.

Warum hast Du Dir “Into The Dragon” ausgesucht? Ist es für Dich exemplarisch für diese Phase 1987/88, als sich junge englische Produzenten mit sehr viel Enthusiasmus auf die Möglichkeiten des Samplings stürzten? Was für Qualitäten besitzt “Into The Dragon” für Dich?

Als das Album rauskam, war ich wie gesagt noch ziemlich jung. Und ich hätte es wahrscheinlich auch nicht mitbekommen, wenn es nicht in den Charts gewesen wäre. Ich habe mir damals auch die ersten Maxis von S’Express und Coldcut gekauft und auch einige von den kommerzielleren Acid-House-Samplern, die es gab, mit so Sachen wie “Jack To The Sound Of The Underground” von Hithouse oder D-Mobs “We Call It Acieed”. England war  ein viel wichtigerer Pop-Bezugspunkt für mich als zum Beispiel die USA. Es gab zu der Zeit immer dienstags auf Bremen 4 die BBC Top 40 im Radio und im Anschluss die Top 20 der Independent Charts. Das waren meine wichtigsten musikalischen Quellen. Da hab ich zum ersten Mal A Guy Called Gerald gehört, The KLF , Inner City, Sugarcubes oder auch Pop-Punk wie Snuff. Dass ich mich gerade für “Into The Dragon” entschieden habe, hat unter anderem damit zu tun, dass das Album quasi meinen Einstieg in Club-Musik darstellt und es musikalisch Vieles vorweg genommen hat, was mir später wieder wichtig wurde. Damals konnte ich das alles gar nicht dechiffrieren. Bomb The Bass steht also exemplarisch für diese Zeit, deren Platten ich viele Jahre später unter ganz anderen Vorzeichen noch mal neu entdeckt habe. Wobei: Meine “Into The Dragon”-Kassette habe ich schon mit besonderer Hingabe geliebt. Die Tracks hatten diese unglaubliche Energie. Ich hatte ja keine Ahnung, was genau ein Sample ist, aber dieses collagenhafte hatte etwas von Achterbahn fahren, und das hat mich fasziniert. Das es irgendwie nach HipHop (damals sagte man noch Rap, oder täuscht mich da meine Erinnerung?) klang, aber viel elektronischer und bunter war, trug auch zur Faszination bei. Ich hab ein paar Mal ältere Kids zu “Megablast” und “Beat Dis” breaken sehen, das passte in meinen Augen wie Arsch auf Eimer. Das Album hat für mich auch nichts von seinem unmittelbaren, sehr jugendlichen Charme verloren. Es ist wirklich gut gealtert.

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Rewind: Max Duley on “Napalm Death – The Peel Sessions”

Posted: April 19th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews English | Tags: , , , , , | No Comments »

In discussion with Max Duley on “The Peel Sessions” by Napalm Death (1989).

Although I suspect it was a moment with long lasting consequences, can you tell where and when you first heard Napalm Death? Was it these very sessions when John Peel played them on his show?

I didn’t hear them on Peel’s show. I can’t remember the exact details of where I was when I first heard ND, but it was the compiled cassette release of the first two Peel Sessions (originally broadcast in 1987 & 1988) that I heard, and I can relate the background story: I grew up listening to music from my parents’ collection which included stuff like Frank Zappa, Springsteen, 10cc, Jimi Hendrix, The Beatles, Pretenders, Joe Jackson, Elvis Costello, Peter Gabriel and stuff like that. When I started high school at about 12 years old I made new friends and started to listen to a bit of pop and briefly got into some of the early acid house hits that made it into the UK pop charts around 1987-88. But all the while I was continuing to hear the music my dad was into. Being a guitarist himself, he would listen to virtuoso artists such as Steve Vai, Joe Satriani, and Alan Holdsworth. I found myself attracted to much of that, but in particular the heavier sounding tracks.

I clearly remember one day in a maths class in 1989, my old friend Alex with whom I’d also been at middle school called my name from behind me, and when I turned around he handed me a cassette tape: Iron Maiden’s “The Number Of The Beast”. I spent a weekend listening to it over and over, loving the attitude and pace. I think I then borrowed a Guns’n’Roses tape which I also enjoyed for a couple of days but which didn’t leave any lasting impression. Then a week or so later he lent me another tape: Metallica’s “Ride The Lightening”. I was sold. This was intense, angry stuff. I was 14, and probably a bit angry myself, I don’t know. About another week later again, Alex had introduced me to a couple of messy looking guys from the year above us who had longish hair and wore denim jackets. One of them lent me a new tape: Napalm Death’s first two Peel Sessions recordings.

Like I said, I don’t remember exactly the first time I listened to it. Doubtless I listened to it many, many times over just that first day. What I do know is that from that point on, everything I had heard previously seemed thin, weak, and vapid. Iron Maiden? No thanks! Metallica? A bit lightweight!

Within two weeks I had gone through a kind of musical rebirth and “other music” seemed to be from a previous existence. That was temporary (although long lasting) and I’ve long since gone back to most of the music I was into before that experience, but for several years I was unable to listen to and appreciate anything which did not attempt a similar intensity.

What made you opt for the Peel Sessions out of their back catalogue? Is it because you think it is the epitome of their work, or is it because you were introduced to the band by these recordings?

Primarily I chose it because of its significance in my musical evolution. It was the life-changing release, the springboard release that turned me from a music enthusiast into a music obsessive, despite having a couple of logical steps up to that springboard which whetted my appetite. But yes, I also consider these to be their finest recordings.

Some time in the late 1990s I remember reading an article by a musician who had been in a band which had recorded a John Peel session. He described arriving at the BBC studios to be greeted by a grumpy producer and engineer who treated them a bit roughly and hurried them into the recording booth telling them they only had an hour or so to do the whole thing. He also described how this treatment got the band a bit angry and how this resulted in the most intense and powerful studio performance his band ever achieved, and how he later came to understand and appreciate the way in which the producer and engineer had deliberately “produced” and “engineered” this intensity in them with their behaviour as well as their technical prowess. Relating this to the Napalm Death recordings, it’s interesting to imagine a band whose music was already so intense going through a similar sort of experience. At that time the label releasing their work, Earache Records, was a fledgling project, not the hugely successful international monster it later became. This meant that they could never have otherwise afforded access to the level of technology and studio expertise/experience available at the BBC. Of course, their other major studio recordings from that time (”Scum”, and “From Enslavement To Obliteration”) are partly defined by the rough quality, but the Peel sessions are on another level in terms of production and the band are incredibly tight, too. In particular the levels of the ridiculously distorted bass guitar and the use of reverb add a quality which is unheard on any of their other releases from around that time.

I should probably point out at this stage that I am only into the first few ND releases, up to “Mentally Murdered”.

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Rewind: Didi Neidhart über “Non-Stop Erotic Cabaret”

Posted: April 12th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

Im Gespräch mit Didi Neidhart über “Non-Stop Erotic Cabaret” von Soft Cell (1981).

Es gibt sicherlich etliche Wege um auf die Musik von Soft Cell zu stoßen. Wie war es bei Dir?

“Tainted Love” kam ja im Sommer 1981 raus und hat mich, als ich es im Radio gehört habe, sofort fasziniert. Das stach irgendwie heraus. Ähnlich wie früher “I Feel Love” oder Kraftwerk. Das machte im Hit-Radio plötzlich eine ganz neue Welt auf. Zwar gab es schon Bands, die ähnlich agierten und klangen, aber die waren zumindest in Österreich nur in Spezialsendungen wie “Musicbox” zu hören. Aber Soft Cell konnte ich sogar vor dem Weg in die Schule beim Frühstück aus dem Radio hören. Das ist ja auch etwas anderes, als wenn du dir selber Musik auflegst. Solche Pop-Momente kannst du nicht selber initiieren. “Tainted Love” war dann auch die erste Single, die ich mir wirklich mit so einem nicht mehr ganz so schwammigen Pop-Bewusstsein gekauft habe. Das war ein regelrechter Akt. Sonst hab ich entweder auf die LPs gewartet oder mir die Sachen einfach vom Radio aufgenommen. Dann kam “Non-Stop Erotic Cabaret”. Allein der Titel zog mich an. Der hatte so was Verruchtes, aber auch so einen Gossenglamour, der gut zu meinen sonstigen Vorlieben (Throbbing Gristle, D.A.F., Velvet Underground, Prince, Suicide, The Stooges) passte. Ausschlaggebend war dann die “Sounds”-Kritik von Kid P., wo über “Vaudeville-Tingel-Tangel”, “grelle Schminke und grosse Gefühle”, “kleine Hollywood-Dramen”, “keine saubere Teeny-Fun-Musik” geschrieben wurde. Interessanterweise gab es die LP dann in dem einzigen Laden in Salzburg, der eine kleine Abteilung mit “Punk”/”New Wave” hatte, nicht. Also ging ich in ein klassisches Plattengeschäft, wo ich die LP dann auch gleich fand. Was ja auch toll war. Komische Platten in komischen Läden kaufen ist das eine, komische Platten in sozusagen “normalen” Läden kaufen ist schon was anderes. Das hat durchaus was leicht Subversives. Gerade weil es um eine dezidierte Pop-Platte ging, die ich nun quasi heimlich in einem anderen Laden kaufte. Etwa so wie wenn das Päckchen, das auf dem Cover Marc Almond aus seiner Lederjacke zieht, abgeholt werden würde.

Warum hast Du Dir “Non-Stop Erotic Cabaret” ausgesucht? Was macht das Album für Dich so besonders?

So pathetisch das jetzt auch klingen mag: Ich habe damit endgültig das Land Pop betreten. Und zwar im Hier und Jetzt. Die Wege dorthin waren schon angelegt worden, aber so aktuell Girl-Groups, Phil Spector, Glam, die Walker Brothers, Frank Sinatra und Dean Martin für mich damals auch waren, so sehr tönten sie dennoch aus einer Pop-Vergangenheit. Und bei Soft Cell kam einfach ganz viel zusammen. Vieles, was noch in einer Art wabbrigem Vorbewussten schlummerte, wurde nun klarer und konnte auch benannt werden. Aber es gab auch viel Neues zu entdecken. Sachen, die erst später wichtiger wurden wie Almonds Queerness oder die Connections zur Industrial-Szene. Auch wenn das 1981/82 nicht wirklich im Focus meiner Begeisterung war. Da war es das Opulente plus dem Elektronischen, die durchgängige Tanzbarkeit (die ich nicht erwartet hatte) und dieses Geheimnisvolle. Popmusik mit einer gewissen sublimen Gefährlichkeit. Eher Shangri-Las plus Velvet Underground. Die Platte hat sich durch Jahre hindurch immer wieder fast von selber retroaktiviert und wuchert immer noch über sich selbst hinaus. Auch wenn ich mal länger Abstinenz gehalten habe, hat sich dennoch was getan. Mit Soft Cell hab ich mich dann auch endgütig den großen Pop-Dramen und den in Musik gegossenen Tragödien hingegeben. Was nicht immer auf Verständnis stoß. Aber war mir auch immer Roy Orbison lieber als Nick Cave. Ich hatte durch und mit Soft Cell einen Schatz gefunden, eine Art Geheimnis entdeckt. Die Beschäftigung mit Pop nahm ernsthaftere Züge an. Zudem wollte ich ja auch irgendwie kapieren von was Leute wie Diederichsen bei “Sounds” schrieben, wenn es um so was wunderbar Faszinierendes wie auch hin und wieder Einschüchterndes wie “Pop-Diskurs” ging. Gerade weil Soft Cell überall in den Hitparaden waren und aus fast jedem Radio tönten, also auch vom Mainstream gehört wurden, empfand ich mein clandestines Popgeheimwissen in Sachen Soft Cell schon als Hipness. Weniger im Sinne einer elitären Haltung – ich freute mich ja mit anderen, und dachte auch, jetzt wird es was in Sachen Pop und Revolution, wenn auch nur musikalisch – als eines elitären Wissens. Vielleicht ist das ja auch das immer noch Wichtige an “Non-Stop Erotic Cabaret”: Eine Platte die genau zwischen Teenage und Adoleszenz, zwischen einfach als Fan reinfallen und beginnendem reflexiven Popdenken auf einen zugekommen ist. Mit der es aber auch nie ein Erwachsenwerden geben wird. Wo das Aufgekratzte, nach dem Uplifting, nach der Party zwar reduziert, aber nie ad acta gelegt wird. Zudem waren Soft Cell die einzigen, die das ABBA-T-Shirt von Throbbing Gristles Chris Carter ernstgenommen haben.

Dass ich eigene Lost Weekend-Erfahrungen in “Clubland” in Songs wie “Bedsitter” wieder fand, war aber auch super.

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Rewind: Jonas Gempp über “Ill Communication”

Posted: April 5th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , | No Comments »

Im Gespräch mit Jonas Gempp über “Ill Communication” von den Beastie Boys (1994).

Seit wann hattest Du die Beastie Boys im Visier? Seit Beginn ihrer Karriere?

Da ich 1980 geboren bin, hatte ich die Beastie Boys erst viel später auf dem Schirm und war zu Beginn ihrer Karriere eher an Rolf Zuckowskis Schulhofhitparade und der EAV interessiert. Um 1994 herum habe ich begonnen mich mehr für HipHop zu interessieren und einen Musikgeschmack zu entwickeln, der nicht mehr nur und ausschließlich durch einen schmissigen Refrain bestimmt war.

Warum hast Du Dir “Ill Commuication” ausgesucht? Was macht das Album so besonders für dich?

Gekauft habe ich mir das Album damals wegen „Sure Shot“, vor allem aber wegen „Sabotage“. Video und Lied waren der absolute Killer, damals spielte ja MTV auch noch Musikvideos und das war eben eines jener magischen Videos. Danach habe ich sukzessive den Rest des Albums für mich entdeckt und gemerkt, dass „Sabotage“ gar nicht mal das Highlight ist, sondern „Flute Loop“, „Root Down“ und vor allem „Get It Together“, das für mich noch heute eines der besten Stücke Musik überhaupt ist. „Ill Communication“ ist eines von drei „Alben meiner Jugend“, die ein unglaublich wichtiger Teil meines persönlichen und musikalischen Entwicklungsprozesses waren; Rage Against The Machines gleichnamiges Album war der zeitlich verzögerte Soundtrack (kam ja schon 1992 raus) zur Beschäftigung mit linksradikaler Politik und Artikulation einer Wut angesichts der als ungerecht empfundenen kapitalistischen Verhältnisse; die Smashing Pumpkins haben mit „Mellon Collie & The Infinite Sadness“, ganz cheesy, der pubertären Traurigkeit einen Klang gegeben. Doch die Beastie Boys und „Ill Communication“ gingen über diese fragmentarische Abdeckung wichtiger Bezugspunkte hinaus, denn neben der urbanen, blasierten Coolheit, die uns damals unheimlich wichtig war und sich auch in den bis zum Erbrechen geschauten „Kids“ und „Pulp Fiction“ immer wieder fand, waren die Beastie Boys der Soundtrack zum Alltag, der immer passte: zum Nintendo 64 spielen, Kiffen, Biertrinken, Abhängen.

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