In discussion with Fantastikoi Hxoi on “The White Room” by The KLF (1991).
What introduced you to the KLF? Were you already familiar with their previous incarnations as Justified Ancients Of Mu Mu or The Timelords, or did it start with their period from KLF onwards?
Well, I was something like twelve years old when “The White Room” broke internationally. I remember the “Last Train To Trancentral”video coming on after Paula Abdul on TV. I was like “ok, this is different”. It was a bit spooky to my young mind to be honest, all that faux-ritualistic imagery – and the music was equally gripping. Some years later I discovered The Orb and re-discovered the KLF and all their previous incarnations. Slowly I started to realise what they were really about.
Considering that “What Time Is Love?” was already released in 1988, would you say that The KLF introduced rave to dance music with all the according signals, stadium noises and such, or did they pick up on developments that were already there? Did they actually relate to a timeline in dance music?
As far as I can tell, they are one of the first underground rave acts that brought this kind of music (or elements of it) to the mainstream, complete with conceptual visual imagery and a certain philosophy. And ‘mainstream’ of course, is not 20.000 punters in a field in the UK. It’s a 12-year-old in Greece, on telly.Read the rest of this entry »
Im Gespräch mit Ralf Schmidt über “Songs Of Leonard Cohen” von Leonard Cohen (1967).
In jüngeren Jahren kannte ich Leonard Cohen weitestgehend aus dem Radio, meine Mutter hatte zwar Platten von ihm, die ich aber lange Zeit ignoriert habe. War es bei Dir auch so eine Inspiration aus der elterlichen Plattensammlung?
Definitiv, das war eine der ersten Sachen mit denen ich musikalisch in Berührung kam, schon als sehr kleines Kind. Vor allem meine Mutter hörte und hört immer noch gerne seine Musik. Diese frühe Prägung ist sicherlich einer der Gründe, weshalb mich die Musik von Leonard Cohen so berührt. Natürlich hatten meine Eltern auch noch andere Platten im Schrank stehen, die mir nicht so sehr ans Herz gewachsen sind – es gibt also noch andere Gründe, aus denen ich mich für Cohen so begeistern kann. Welche das sind – ich kann es nicht genau sagen. Ich glaube auch, wenn ich es genau wüsste, wäre die Begeisterung nicht so groß. Die wirkliche Beschäftigung mit Cohen kam auch erst, nachdem ich schon lange von zu Hause ausgezogen war. Damals gab es für mich eigentlich nur HipHop, Soul & Funk und elektronische Musik.
Auch wenn man sich anfänglich nicht für Leonard Cohen interessiert, wenn man ihn einmal gehört hat, erkennt man ihn sicherlich immer wieder. Seine Stimme, und seine Art Songs zu schreiben sind schon sehr eigen. Was macht ihn für Dich so besonders? Sind es bestimmte Einzelteile, oder ist es ein Gesamtbild?
Rein musikalisch ist es natürlich als aller erstes seine Stimme, die einen hohen Wiedererkennungswert hat – eigentlich keine im traditionellen Sinne besonders “schöne” Singstimme. Es ist oft eher eine Art Sprechgesang, nicht immer genau im Takt, manchmal fast schon brüchig. Zudem ist seine Art und Weise, mit Melodien und Harmonien umzugehen sehr eigen. Besonders in der Anfangsphase waren seine Arrangements auf den ersten Blick sehr minimalistisch, nur wenige Elemente, meist Akustikgitarre, Streicher, Frauenchöre und sparsam eingesetzte Rhythmuselemente, die jedoch in ihrem Zusammenspiel eine unheimliche Dichte erzeugen. Bei genauerem Hinhören kann man dann jedoch in beinahe jedem dieser Stücke versteckte Schichten freilegen, Effekte, leise Geräusche, teilweise sogar synthetisch anmutende Klänge. Was ihn zudem für mich einzigartig macht, ist seine Fähigkeit, seine Texte, obwohl voll von Metaphern und Bildern, dennoch sehr offen zu halten und dem Hörer die Möglichkeit zu geben, sein eigenes Leben in die Lieder hineinzulegen – ohne dabei beliebig zu wirken. Read the rest of this entry »
In discussion with Luke Howard on “Dr. Buzzard’s Original Savannah Band” by Dr. Buzzard’s Original Savannah Band (1976).
I first fell in love with Kid Creole & The Coconuts in the 80s and then discovered “Dr. Buzzard’s Original Savannah Band” a few years later because August Darnell was involved with it. How was your first time with the band and album?
I came quite late to the album. It was 1991. I was talking with two older friends about our favourite disco artists and they mentioned Dr. Buzzard’s and I hadn’t heard of them, so I quickly found myself a copy. I had known of Kid Creole and Coati Mundi (August Darnell and Andy Hernandez) much earlier, as my sister had been to New York in 1981 and brought back copies of the ZE Records compilation Seize The Beat and the second Kid Creole & The Coconuts album. Also, Kid Creole and the Coconuts went on to be really commercially successful in the UK and they did loads of touring here in the 1980’s. But I’d never heard of Doctor Buzzard until much later.
“Dr. Buzzard’s Original Savannah Band” had a few songs that became notable single successes, but somehow I always thought they worked best being listened to in the context of the whole album. Can you separate the songs from one another? Are there ups and downs?
I think you can separate the songs from each other, yes. They’re all standout songs in my opinion – there’s no fillers on the album. “Sunshower” was big on the Balearic scene in the 90’s, “I’ll Play The Fool” and “We Got It Made” were big on the two-step soul scene in the mid 80’s and “Lemon In The Honey” and “Cherchez La Femme” are disco classics. However, I think it works wonderfully well as a whole album. It’s only seven songs and I think it’s perfect as an album. It’s in my top three favourite albums of all time (I’m not quite sure what the other two are). Read the rest of this entry »
Im Gespräch mit Boris Dlugosch über “Dance To The Music” von Junior Byron (1983).
Hast Du Junior Byrons “Dance To The Music” zum ersten Mal gehört, als Du anfingst ins Front zu gehen?
Ich glaube, ich hatte den Titel zuerst auf einer Front-Cassette, die ich von einem Freund bekommen hatte. Also nicht ‘live’ im Front.
Du warst ja damals noch ziemlich jung. Wie bist Du eigentlich darauf gekommen dort hinzugehen? Hattest Du von Freunden gehört, dass man dort Musik zelebrierte, die Dir gefiel?
Also es war 1984, ich war 16 und die Schwester meines besten Freundes kannte den Kassierer des Front, Boris Breit. Er gab uns Front-Cassetten und hatte zwei Plattenspieler und ein Mischpult. Bei ihm zuhause verbrachten wir dann die Nachmittage nach der Schule und versuchten uns an seinen Plattenspielern und dem Mischpult. Er hatte vor allem Disco-Platten, kaufte aber auch fleißig aktuelleres Zeug bei Tractor-Schallplatten, dem damals besten Laden in Hamburg für Dance-Musik. Er hatte also die Musik, die im Front lief, bei ihm hörte ich die Sachen zuerst und dann wollte ich natürlich unbedingt einmal dorthin. Read the rest of this entry »
Wenn heutzutage ein DJ in einem Techno- oder Houseset eine von der Geschwindigkeit passende Hip Hop-Platte auflegen würde, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit augenblicklich Stille im Saloon, der betreffende Booker würde Stoßgebete gen Himmel richten, und die Forenserver gingen in Rauch auf. Gelegentliche Ausflüge von Erfolgsproduzenten -und Rappern in die Dance-Kultur einerseits, man erinnere sich beispielsweise an Snoop Doggs famosen Flötenhouse-Ausrutscher “Sexual/Sensual Eruption”, und gelegentliche Ausflüge von Erfolgsproduzenten- und DJs in die Hip Hop-Kultur andererseits, man erinnere sich beispielsweise an unselige Gastauftritte auf irgendwelchen Ed Banger-Platten o.ä., haben im Prinzip den Burgfrieden nicht wieder hergestellt. Hip Hopper halten Clubmusik für oberflächlich und schwul (oder auch für nicht lukrativ genug, zu wenig materialistisch, zu wenig poppende Glocks), und Clubmusiker halten Hip Hop für oberflächlich und nicht schwul genug (oder auch für zu lukrativ, zu materialistisch, zu viel poppende Glocks). Man wirft sich gegenseitig vor, falsche Botschaften auszusenden, und bezichtigt sich der Irrelevanz. Die eine Fraktion schüttelt den Kopf über falsche Drogen und Gehampel und sinnlose Eskapismen, die andere Fraktion schüttelt den Kopf über falsche Drogen, Statussymbole und sinnlose Gangsterismen. Die gemeinsamen Wurzeln, sie werden geschichtsklitternd unter den Teppich gekehrt. Die Zeiten, als im Club beides ging, sowieso. Alle Behauptungen, dass man sich da wieder annähern würde, sind Nischeneinblicke ohne Realitätsanbindung. Zulange hat es sich die große Mehrheit der Hip Hop-Kultur unterhalb der 120er-bpm-Grenze in Kopfnickertempi gemütlich gemacht, zulange hat sich die Tanzmusikkultur damit begnügt, der anderen Seite ein generelles inhaltliches Armutszeugnis auszustellen. 1988 etwa war das alles noch kein Problem. Der energetische Sloganismus von Public Enemy oder das unterschätzte Frühwerk der Stereo MCs liefen auf jeder amtlichen britischen oder kontinentaleuropäischen Acid House-Party (wo entgegen dem gegenwärtigen clubkulturellen Revisionismus keineswegs nur 303-Geblubber lief, sondern alles zwischen Barry White und Lisa Stansfield einen Auftritt haben konnte), und selbst ein düster-dräuendes Biest wie “Follow The Leader” war eine frenetisch gefeierte Hymne. Und warum auch nicht? Rakim, der weltcoolste MC, war schon früh via Sampling in den Dance-Kanon aufgenommen, und der soundtrackhafte Charakter des Stücks passte bestens in die funktionale Psychedelik der Strobonebelwelt. Noch war alles gemeinsam 4/4, und solange die DJs es schlüssig zusammenbringen konnten, war es schlüssig zusammengebracht. Und eigentlich könnte das jetzt wieder klappen. Die Slow Motion-House-Bewegung hat sich schon fast so heruntergedrosselt, dass man bei der überwiegenden Hängerdynamik von Hip Hop anklatscht, jeder dritte Pos(t)erboy-Emo-House-Produzent behauptet im ersten Interview, in der Jugend quasi nichts anderes gehört zu haben, ein bisschen House vielleicht noch, und die Rap-Elite ist auf der Sinnsuche immerhin schon bei Daft Punk und Haddaway angelangt. Man könnte also auch problemlos die Edit-Kanone aufeinander richten. Entweder es gibt dann wieder einen Leader mit reichlich Followern, oder man redet anschließend überhaupt nicht mehr miteinander, vielleicht nicht einmal mehr übereinander. Aber probieren geht über studieren.
Some newish techno cuts, mixed for the Italian Electronique.it podcast, now defunct.
Emika – Double Edge – Ninja Tune Skudge – Convolution (Aardvarck Remix) – Skudge Records D-Bridge – ZX81 (Shed Remix) – Fat City Recordings Ramadanman – Work Them (Swamp 81) Kode 9 – You Don’t Wash (Dub) – Studio !K7 Ikonika – Video Delays – Hyperdub Africa Hi Tech – How Does It Make You Feel – Warp Records Jared Wilson – Night Sky Jpeg – Lux Rec A Guy Called Gerald – In Ya Head – Perlon Head High – It’s A Power Thing (Power Cut) – Power House Baby Ford & Mark Broom – Bubblebath – Pure Plastic Surgeon – Floorshow Part II – Counterbalance Aux 88 – Electronic Underground – Puzzlebox
In discussion with Rusty Egan on “Low” and “Heroes” by David Bowie (1977).
I assume you got into the albums “Low” and “Heroes” at the time they were released, but were you already a fan of his before that?
Yes, since Ziggy Stardust.
David Bowie was always famous for continuously reinventing his career, but did this phase particularly appeal to you?
Bowie’s Berlin Years I believe were the foundation of The Blitz Club playlist. Via Bowie I found Kraftwerk, and that lead to Neu!, Can, Cluster and Krautrock as it was called, Bryan Ferry then led to the work of Brian Eno, and his Ambient series …all this music lead to the basis of my collection. If you join the dots Bowie, Eno, Iggy, Kraftwerk, Mick Ronson, Lou Reed. Read the rest of this entry »
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