V.A. – Coast 2 Coast – Ron Trent (NRK)

Posted: April 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , | No Comments »

Ron Trent verweigert sich immer noch der Art von Deepness, die er einst mit Teenager-Großtaten auf Djax-Up und dann vor allem mit Balance/Prescription auf die Welt losließ. Sein Beharren auf das behagliche Muckertum der Body & Soul-Blütezeit ist stoisch, auch nachvollziehbar aber eben auch ziemlich wertkonservativ und bewegt sich immer noch in diesen altbewährten Koordinaten zwischen Sound Factory Bar, Ethno-Roots-Verbundenheit du gediegenem Soul, mit Tracks von Anthony Nicholson, Cassio Ware, Kimara Lovelace etc. Das ist mittlerweile so durchdekliniert, dass sich das Fehlerpotential schon automatisch in Grenzen hält und erreicht demzufolge auch die angepeilte Anrührigkeit. Was die Deep House-Soldaten im großen Apfel sonst noch so antreibt, werden dann vermutlich Âme in der nächsten Runde dieser Compilation-Serie demonstrieren.

De:Bug 04/07


Finn Johannsen – Betalounge 03/07

Posted: March 31st, 2007 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »

Second appearance at Betalounge in Hamburg. At that time I was still celebrating by rekindled love for disco, mostly with Hunee, whom I got to know in a record store, of all places. We were some kind of go-to tag team when a floor required some vintage gems and we had tons of fun. Playing a set of that kind in Hamburg was a bit like carrying owls to Athens, though. After all I learnt most of what I knew about disco in that city and its clubs, and there were really many DJs and collectors there who were hard to impress with this playlist. Anyway, I had to try, and paying dues and so on.

www-betalounge-com_

Live @ Betalounge / Hamburg / Germany / March 31 2007

Tracklist

  1. Roxy Music – A Really Good Time
  2. Take Three – Can’t Get Enough (Of Your Love) (Soul Mix)
  3. Banderas – This Is Your Life (Less Stress mix)
  4. The Blow Monkeys – Digging Your Scene (Re-Mix)
  5. Bryan Ferry – The Right Stuff (Latin Rascals Edit)
  6. Orange Juice – Rip It Up
  7. Aural Exciters – Marathon Runner
  8. Dennis Parker – Like An Eagle
  9. Yukihiro Takahashi – Walking To The Beat
  10. Black Gold – Don’t Stop
  11. Sinnamon – I Need You Now
  12. Sparque – Take Some Time (Vocal Mix)
  13. Jocelyn Brown – Love’s Gonna Get You (Dance Mix)
  14. Central Line – Walking Into Sunshine (Original Version)
  15. Change – Paradise
  16. Sylvester – Tell Me (Remix)
  17. Firefly – Love (Is Gonna Be By Your Side)
  18. Tracy Weber – Sure Shot
  19. Evelyn King – I’m In Love
  20. Chagrin D’Amour – Chacun Fait (Dub)
  21. Robert Palmer – You Are In My System
  22. Chemise – She Can’t Love You (Remix 88)
  23. De La Soul – A Rollerskating Jam Named Saturdays (Dave’s Home Mix)
  24. Sylvester – Blackbird
  25. Dionne – Come And Get My Lovin’ (Remix)
  26. Chocolate Milk – Who’s Gettin’ It Now
  27. Curtis Hairston – I Want Your Lovin’ (Just A Little Bit)
  28. Modern Romance – Nothing Ever Goes The Way You Plan
  29. Martha And The Muffins – Black Stations / White Stations
  30. Will Powers – Dancing For Mental Health
  31. Wuf Ticket – The Key (Instrumental)
  32. Jesse’s Gang With Jesse Saunders – Real Love (Is It Real?) (Edit)
  33. Liz Torres Feat. Edward Crosby – Can’t Get Enough (Club)
  34. Turntable Orchestra – You’re Gonna Miss Me (N.Y. Pumpapella Mix)
  35. Don Ray – Standing In The Rain
  36. Bohannon – Let’s Start II Dance Again
  37. Azoto – San Salvador (Instrumental Version)
  38. Loose Joints – Tell You Today (Original 12” Vocal)
  39. Machine – You’ve Come A Long Way, Baby
  40. Talking Heads – Making Flippy Floppy
  41. Rob Base & DJ E-Z Rock – Get On The Dance Floor (The “Sky” King Remix)
  42. Debbie Deb – Lookout Weekend
  43. CT Satin – I Found A Friend
  44. Trammps – What Happened To The Music (Dub Mix)
  45. Dazzle – You Dazzle Me (Kenny Dope Edit)
  46. Kleeer – Tonight’s The Night
  47. Jeree Palmer – Late Night Surrender
  48. Donna Summer – Could It Be Magic
  49. Saint Tropez – Fill My Life With Love
  50. Cheryl Lynn – Shake It Up Tonight
  51. Gayle Adams – Your Love Is A Life Saver
  52. Bettye Lavette – Doin’ The Best That I Can (New Mix)
  53. Delegation – Stand Up (Reach For The Sky)
  54. Chanelle – One Man (One Mix)
  55. Blaze – Can’t Win For Losin’ (Chris, Josh And Kevin Mix)
  56. Full House – Communicate (Bell Mix)
  57. Kid Creole And The Coconuts – Caroline Was A Dropout (European Mix)
  58. Dana & Gene – Dario, Can You Get Me Into Studio 54
  59. Cristina – Blame It On Disco
  60. Blue Rondo A La Turk – Slipping Into Daylight (Crucial Cut)
  61. Brainstorm – We’re On Our Way Home (Re-Edit)
  62. Billy Paul – Your Song

Don Disco & Jeremiah / Projam – The Whistle Song / Into The Groove (Running Back)

Posted: March 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , , , , , | No Comments »

Eine wirklich feine Idee, diese Tracks von Peter Kremeier alias Losoul aus der Konkursmasse von Grow! bzw. dem Guidance-Ableger Crucial zu fischen und dem aktuellen Status Quo von House in die Speichen zu werfen. Die zehn Jahre Altersunterschied hört man ihnen jedenfalls kaum an. Stoisch ausrollende Schieber mit optimaler Platzaufteilung und der Gewissheit im Funk zu sein sind das, mit dem einen Ohr an der Vergangenheit von Deep House aus Übersee, und dem anderen an der reduktionistischen Zukunft, die sich später flächendeckend in deutschen Metropolen in fortschreitend-minimalistischer Formatierung zusammenkrümmen würde. Der Groove, der dabei zuweilen verlustig ging, hier ist er, in vorbildlicher Haltung.

De:Bug 03/07


Dual Quattro – Q (Arabella Records)

Posted: March 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , | No Comments »

Auf einem entlegenen, fast immer der Sonne abgewandten Trabanten ohne nennenswerten Nutzwert hat man einen verfallenden Außenposten vergessen, dessen Mannschaft ihre eigentliche Mission und geregelte Abläufe schon seit Jahren für eine einzige durchgehende Aufnahme aufgegeben hat, welche auf primitiven Instrumenten wie Schlagzeug, analogen Synthies und Plattenspielern ausgeübt wird, die ihnen einst zum Zeitvertreib mit auf den Weg gegeben wurden. Was einst als autodidaktisch-windschiefe Version von Funk aus dem Gedächtnis begann, hat sich über die Jahre zu einem ausuferndem Wust von tonalen Spurenelementen verkompliziert, der sich in unregelmäßigen Abständen gen Wochenende in eine Erinnerung von Schale schmeißt. Stachy hat den letzten regulären Funkspruch von der Bodenstation gesandt, bevor der Empfang für immer verstummte. Der kam mit einiger Zeitverschiebung als tiefenatmosphärische Impression auf 4/4-Takt aus dem Äther und hängt seitdem als Trophäe an der Wand.

De:Bug 03/07


Kathy Diamond – Over (Permanent Vacation)

Posted: March 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , , , , | No Comments »

Das Label Permanent Vacation ist eine Adresse geworden, nach der man im Dunstkreis von Disco-Wiederkehr und zeitgemäßem Deep House Ausschau halten sollte. Noch haben die Kathy Diamond trifft Maurice Fulton Boogie-Wunderwaffe „All Woman“ und die schönen Antena-Remixe das Programm lange nicht verlassen, da folgt bereits Kathys neuester Treffer und ein Album soll im April folgen. Da kann man sich denn auch getrost drauf freuen, denn die Engländerin ist hier ebenfalls weit im Plus. Die Prelude-Andacht ist nun einem melancholischem House-Szenario gewichen, das sich in nächtlicher Totalaufnahme in ein pralles Drama aufschwingt. Man zeigt kongenial Mut zu dramatischem String- und Orgeleinsatz, ohne mit dessen Wucht den traurigen Trotz zu erdrücken. Wenn du den Club verlässt, und dir der Regen ins Gesicht peitscht, hast du das hier im Kopf.

De:Bug 03/07


Renaissance (Ascot Elite)

Posted: March 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , | No Comments »

Ein Animationsfilm in scharfen Schwarz-Weiß-Kontrasten, dessen Figuren durch Abfilmung realer Bewegungsabläufe bei aller Stilisierung einnehmend wirklichkeitsnah geraten sind, und dessen visuelle Detailwucht erstaunlich ist. Ein Comic läuft hier ab und in jedem Still gibt es soviel zu betrachten, dass die geistige Verarbeitung dessen sich erstmal einpendeln muss, bevor man dies als bloßen Feature-Film anschauen kann, der sich bei seinen Motiven gerne der originären Vorgaben von Ridley Scott über Mamoru Oshii bis Frank Miller bedient und sich auf der Handlungsebene dezidiert in die Tradition von Film-Noir-Erzählstrukturen im Sci-Fi-Genre einhakt. Auf der Bildebene ergeben sich so einerseits schöne Zitatpuzzle, anderseits jedoch auch eigenständige Momente mit langem Nachhall, und vor allem in der Ausarbeitung der atmosphärischen und technischen Einzelheiten wird das Potential des Mediums voll ausgeschöpft. Dieses Maß an Akribie und Erfindergeist vermisst man im Vergleich umso mehr beim Skript, denn der Plot bietet wenig mehr als das übliche Gemisch von mysteriösen Schönheiten, gebrochenen Cops, Wissenschaftlern im Hybrismodus und korrupter Corporate-Obrigkeit, das sich ziemlich berechenbar durch schematische Dialoge und Wendungen laviert. Das Drehbuch hinkt so oft der optischen Entschlossenheit hinterher heutzutage, das ist wirklich merkwürdig.

De:Bug 03/07


The Killer (e-m-s)

Posted: March 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , | No Comments »

In diesem Film fährt John Woo alle Parameter auf, die einen Hitman-Film ausmachen. Der perfektionistische Killer, der Kollateralschaden in Person der Sängerin, die einem Auftrag in die Quere kommt und dadurch ihr Augenlicht zu verlieren droht, die Zwickmühle inmitten von illoyalen Auftraggebern und einkreisenden Gesetzesvertretern. Alles ist am angestammten Platz und wird furios durch Peckinpah entlehnte Zeitlupen-Shootouts und –Standoffs, irrwitzige Situationhektik, raffinierte Setarchitektur, kitschige Musik und ordentlich Pathos potenziert. Bis zu den Tauben in der Kirche ist ganz Hongkong ein Ozean von Blut, Schuld und archaischen Konfliktkonstellationen. Einen Großteil seines Reizes erhält dieses Epos aber nicht durch das organische und anorganische Material, das hier durch die Luft fliegt, sondern durch die grundgütige Ehrlichkeit des idealistischen Überzeugungstäters, mit der Woo seine thematischen Schwerpunkte verfolgt. Bei aller Coolness seiner Figuren und der eleganten Verführung seiner Choreografiemassaker wird er da ganz pur und milde, als wäre er in der unwirklichen Stille eines Wirbelsturmzentrums aufgewacht, während alles rundherum tost, und hätte die Zusammenhänge erkannt.

De:Bug 03/07


Withnail & I (Sunfilm)

Posted: March 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , | No Comments »

Auf der Insel kann so ziemlich jeder dieses Porträt der verkorksten Zweckgemeinschaft zweier arbeitsloser Schauspieler frei zitieren, die sich im Camden der späten 60er in einem zur Vorhölle verkommenen Stadthaus schon bis zum Feuerzeugbenzin an der Realität vorbeigesumpft haben. Obwohl sie kaum noch genug Kleingeld und Klarheit für die elementare Grundausstattung des täglichen Lebens aufbringen können, bleiben sie unerschütterlich von der eigenen Größe überzeugt und schlingern sich mit Situationszynismus fortwährend zur nächstbesten Gelegenheit, ihren Dauerzustand vollbreiter Ignoranz verlängern zu können. Sturmreif geschossen durch den Dauerclinch mit noch willenloseren Drogentypen, gleichgültigen Agenten, den allgemeinen normalen Repräsentanten der Gesellschaft und ihrer eigenen aufgeweichten Psyche und Physis, entschließen sie sich zu einer wirren Landpartie, im Verlauf derer sie sich durch haarsträubende Episoden mit dem schwul-exzentrischen Onkel Withnails, merkwürdiger Landbevölkerung und überhaupt einem fremden und feindlichen Lebensraum schlingern. In Buch und Regie von Bruce Robinson dieses 1987 entstandenen, großartigen Films gibt es kaum ablenkendes Beiwerk, alles was zählt ist der schonungslose Einblick in das Chaos dieser Lotter-Bohemiens, die sich in ihrer abgekapselten Logik um die Erkenntnis herumdrücken, dass es so nicht weitergehen kann und dann am Ende feststellen, dass es so auch nicht weitergehen wird.

De:Bug 03/07


Finn Johannsen – After Season (deeprhythms.com Mix #20)

Posted: January 13th, 2007 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , | No Comments »

A mix I contributed to the great website deeprhythms, run by Tomi Rotonen since 2001. That is quite the achievement and I hope it will go on for many years to come. Cheers Tomi!

Here are the liner notes:

And we’re back with another fine guest mix – this time by Finn Johannsen, familiar to those who frequently visit discogs and it’s board. I asked Finn for a mix and what a treat he provided us with! It’s not house – just great, great music, perfect for the summer, brings back a lot of memories.
In his own words: “What led me to record ‘After Season’ was actually the old-fashioned desire to give something personal to my loved one on a lazy weekend when we both again forgot about the day we came together. We both didn’t really mind forgetting about it, as it had happened more often than not for some reason, but still we were getting a bit sentimental over the time we spent together and all we could share. I guess we all made tapes for our loved ones at some point for lack of better words and I felt this was a perfect occasion to revive that.
Other than that I was getting a bit irritated by the recent flood of ‘balearic’ sets, many of which seemed more intent of displaying obscure beautiful mellow music than what was really played there from the late 80’s on. Being involved with club music back then meant you were automatically exposed to this style even if I was never really intentionally looking out for downtempo records. Still, I had some personal favourites then which I regularly revisited, so I wanted to assemble some classics of the deeper variety that always moved me, ranging from melancholia to bliss, with an admittedly large does of strings. Some of these, like Chris Rea and Electribe 101, are confirmed balearic classics, others like Marshall Jefferson’s mix of Dusty Springfield or Plaid’s take on Deee-Lite may not be so obvious and again others like the remix of Salt ‘n’ Pepa are just included because I have this opinion that the production talents of Blacksmith should never ever vanish from sight. You may, however, just take it for what I hope it would turn out to be, a pleasant set of fine tunes.”

Dusty Springfield – Nothing Has Been Proved (Instrumental)
Massive Attack – Safe From Harm (Instrumental)
The Beauty Room – Don’t You Know
Deee-Lite – Try Me On (Plaid Remix)
Reborn – Right To Be (Rocker HiFi Remix)
Innocence – Senza Voce
The Family Stand – Ghetto Heaven (The Remix)
Soul Family Sensation – I Don’t Even Know If I Should Call You Baby (Symphony)
Quartz – It’s Too Late (Overnight Mix)
Electribe 101 – Talking With Myself (Next Big Thing Mix)
Swing Out Sister – Notgonnachange (Mix Of Drama)
Chris Rea – Josephine (La Version Francaise)
Salt ‘N’ Pepa – Expression (Brixton Dub Mix)
The Wiseguys – The Real Vibes
Dream Warriors & Gang Starr – I Lost My Ignorance (Tim Bran Remix)
Shanice – I Love Your Smile (Driza Bone Dub Remix)


Crank (Universum)

Posted: January 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , , | No Comments »

Der Tag des Syndikatsaufräumers beginnt ausbaufähig, man hat ihm im Schlaf ein Gift injiziert und er muss nun sehr viel Stress haben, damit er nicht einfach tot umkippt. Jemand ist verantwortlich, es gibt eventuell ein Gegengift. Diese Prämisse reicht schon, danach kann man mit diesem Film eigentlich alles anstellen, und Regie und Skript halten sich dann auch nicht länger mit unnötigen Reflektionen auf. Der Mann läuft unablässig, wie eine Gym-Version von Belmondo, nur ist es nun nicht mehr ein „Abenteuer in Rio“, sondern eines in GTA San Andreas. Dinge, die man eben so macht, damit man nicht runterkommt und abkratzt: es zuerst mit dem gesamten Energydrinksortiment des Eckladens probieren, dann lieber gleich das Substanzenkontingent eines Berghain-Wochenendes rein in den Organismus, wahllos Leute hauen, dann mit wehender Dauerlatte die Stadt in Schutt und Asche legen. Da fallen fliegende Gliedmaßen an, flächendeckender Kameraheckmeck, Sexismus-Blutgrätschen und lauter echt toll verquaste Nebenprobleme. Jason Statham ist in der Lage, diesen irren Quatsch zu tragen, der Handlungsverlauf hat ein paar erstaunliche Störmanöver parat, und hätte man diesen Film einfach hierzulande in „Krank“ umgetauft, es wäre plausibel gewesen.

De:Bug 01/07


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