@ City Centre Offices
Posted: March 26th, 2008 | Author: Finn | Filed under: Gigs | Tags: Berlin, Paloma | No Comments »

MACRO M03 Tuomi – Expense Of Spirit
It’s been too long, but now the Druffalo Hit Squad decided to skip the distractions (and there are so many!) and get back to duty. The result is a most exquisite invasion of your audio senses, laden with strings, drama and a thorough analysis of today’s society and the detours of love.
We dedicate this Druffmix edition to Katherine Hamnett and Super Hector.

Liza Minnelli – Tonight Is Forever
Marc Almond – My Hand Over My Heart (Grit And Glitter Mix)
Heaven 17 – And That’s No Lie
It’s Immaterial – Happy Talk
Bronski Beat – It Ain’t Necessarily So
Pet Shop Boys – My October Symphony
Thomas Dolby – Cloudburst At Shingle Street (Edited Version)
ABC – Ocean Blue (Atlantic Mix)
Propaganda – Dream Within A Dream
Spandau Ballet – Through The Barricades (Extended Version)
Madness – One Better Day
The Walker Brothers – My Ship Is Coming In
Frankie Goes To Hollywood – The Power Of Love (Leave The Rest To The Gods)
The Art Of Noise – Moments In Love (Intro)
Ryuichi Sakamoto – Before Long

“Mallorca” ist im Original ein proper vorgetragener House-Track mit Ohrwurmakkorden, bis er sich etwas unnötig in Acid-Modulationen mit Höhepunktcharakter verheddert, auf die man in den Großdiscotheken der besagten Insel aber wohl wirklich nicht verzichten kann. Sasse nimmt sich diese Akkorde, addiert erkalteten Boogie statt wärmender Tiefe und kommt damit ganz funky davon. Marbert Rocel setzt auch auf Funk, gibt dem Arrangement jedoch etwas mehr Songcharakter und wohlgesetzte Brüche und übernimmt hier die erste Startreihe. Llorcas Remix von „Incredible“ kommt noch dazu und laviert halb entschlossen zwischen R&B-Harmonien und Deep House-Rave-Boompty-Acid. Dieser Kitschausbruch kurz vor Schluss, den hätten sie reiten müssen. Wenn man schon mal dabei ist.
De:Bug 03/08
Auch auf Iridites zweiter Veröffentlichung ein großer Wurf von Jason Brunton, diesmal mit trockenem Knister-Acid, der mit schönen tonalen Querschlägern kollidiert und sich in Richtung des seligen Armando Gallop verbeugt. Gerade hat man sich begeistert darauf eingelassen, da grätschen plötzlich von allen Seiten außer Kontrolle geratene Model 500-Basssequenzer mit Echokammeranschluss rein und stiften eine umwerfende Verwirrung, von der man sich gerne überfahren lässt. Auf der B-Seite lässt sich auch Rei Loci mit 303s ein, doch die Blubber-Basslines sind hier nur der Ausgangspunkt für eine exzellente deepe Unterwasserfahrt mit irrlichternden Dubeffekten. Alles kreist so einnehmend und intensiv umeinander, dass einem davon ganz schwummrig wird. Massive!
De:Bug 03/08

Die EP zur LP, mit Produktionshilfe von Jimpster und Atjazz. Ersterer liefert eine etwas geschniegelte Mixtur aus Naked Music und Dubtechno, die er zur Sicherheit noch mit ziemlich klischeebelasteten Peaktime-Tricks auspolstert. Das hätte die Ausnahmestimme von Owens natürlich gar nicht nötig gehabt. Atjazz macht es etwas weitsichtiger und stellt einen polierten Downtempo-Groove zur Verfügung, der ein bisschen die Vermutung nahe legt, man könne in England die Renaissance vom Clubsoul der späten 80er gar nicht mehr abwarten. Er illustriert aber in jedem Fall die Vielseitigkeit von Owens’ Stimme, die vielleicht eher ganz wenig im Hintergrund braucht um zu glänzen oder etwas, das vom Gros seiner zahlreichen Gastauftritte als Sänger abweicht. Seine einzige Eigenproduktion vom Album, „Press On“, kommt ganz klassisch mit einer Botschaft, einer Fläche, einer Bassline und einem Piano aus und das funktioniert immer noch gut. Er sollte das in Zukunft unbedingt wiederholen, vor allem auch auf Albumlänge.
De:Bug 03/08

Four Roses Recordings passieren nach der schönen EP vom Motor City Drum Ensemble Ende letzten Jahres nun fast schon im Schlendergang die letzten Kilometer gen Deepenhausen, wo schon ein ganzer Pulk im Zielbereich mit vollem Jubelarsenal erwartungsvoll die Ankunft erwartet. Für den Rest der Saison werden sie wohl zu den A-Teams gehören. Verantwortlich für den ungefährdeten Rennverlauf sind diese zwei verkopften House-Trips, beide entspannt im Tempo, aber mit Druck im Sound. Schon der Groove ruft Wild Pitch ins Gedächtnis, die Akkorde und Flächen gehen Echo über Dub, mit sehr verfänglichen Untertönen, die bei „Fuelta“ schon fast an eine Deep-Variante von „Jesus Loves The Acid“ erinnern, und es wird denn auch Schicht um Schicht intensiviert, bis man am Ende völlig endorphintrunken den Reißverschluss zum Zielfoto hochzieht. Grand!
De:Bug 03/08

Ripperton übernimmt die etwas undankbare Aufgabe „Tides“ zu remixen, nachdem Carl Craig damit schon ziemlich nachhaltig und lagerübergreifend gelandet war. Von diesem Ufer mag er sich dann auch nicht allzu weit entfernen. Etwas kühler im Gesamteindruck, etwas nach hinten erweitert, andere Bassline, den Gesang etwas ausgebaut und verschoben. Das ist aber alles nicht anders genug um nicht gerade dadurch das herauszustellen, was das Original so überzeugend vorgab: Aus wenigen Zutaten in einer ausgefuchsten Dramaturgie die totale Hymne machen. Auf der anderen Seite haben sich 7 Samurai als Panoptikum für ihren Remix von Invisible Sessions „Till The End“ wohl ein paar Notizen zu Innervisions gemacht, aber sie emanzipieren sich, indem sie ein herbstliches Piano mit ein paar verträumten Detroit-Flächen klüngeln lassen. Das klingt zuerst, als würde ein wenig der Zug fehlen, entwickelt sich dann aber zusehends ganz prächtig.
De:Bug 3/08
Schottlands feinstes Techno-Label legt nach längerer Funkpause nach und die Prämisse ist in diesem Fall immer noch Detroit, aber nur als Grundgefühl, verkrampfter Authentizitätszwang ist hier Fehlanzeige. Iridite-Supremo Brunton steckt auf „Mixed Metaphors“ ansteckend das Koordinatensystem seiner Vorlieben ab: eine bohrende modulierende Sequenzerpumpe fiebert mit nervösen Flächen um die Wette, hektische Perkussion hängt Sekunden dahinter. In klug kalkulierten Abständen trifft das zusammen und erzeugt eine Klangüberladung, die gleich danach ihrer nächsten Manifestierung entgegenarbeitet. Und man wartet schon freudig darauf. Marco Bernardi arbeitet das zu einer rasanten Vocoder-Electro-Nachtfahrt um, die gekonnt alle genrespezifischen Parameter erfüllt und dank der erwähnten Sequenzer noch einigen Mehrwert erreicht. Rei Loci alias Methodology dann mit einer gedubbten Version, die sich schlau um vordergründige Trippigkeit drückt und gehörig auf die Tube drückt. Dreimal doll.
De:Bug 3/08
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