Mit ihrem ersten Artist-Album macht das Label zur Clubinstitution zum Zeitpunkt einer Wiederkehr der Grundfesten der House Music ein folgerichtiges Statement. Natürlich sind die Klänge hier an den Erfahrungswerten der langen Wochenenden am Wriezener Bahnhof geschult, aber eben auch an den trendresistenten Klassikern zwischen Endachtziger-Ausgangsmaterial aus Chicago und New York und deren Deep House-Fortführung wenige Jahre später, mit denen Prosumer seine Sets aus Prinzip spickt. Der Kitt ist hier aber nicht nur eine Unverfälschtheit und Direktheit im Grundgefühl des Sounds, sondern eben auch in der emotionalen Aussage. Es geht beiden offensichtlich nicht nur um eine detailsichere musikalische Umsetzung ihrer Überzeugungen in der Produktion an sich, sie setzen auch noch die passenden Songstrukturen obendrauf. Prosumer selbst und Elif Biçer sind eben auch die dafür notwendigen Interpreten, die sich adäquat zurückgenommen und durchgehend wunderschön mit den Wirrnissen der Nacht auseinandersetzen, womit sich dieses Album entsprechend zu einem konsequenten Gesamteindruck bündelt, der so manchem noch aktiven Protagonisten der Ursprungsgeneration dieser Musik schwer zu denken geben sollte. Serenity indeed.
Sailin’ on the good ship Druffalo you are, and through salt water windows you see the light, and through alert ears you hear melodies, and riffs, and riffs and soothing strings, and beats. Ahoy!
Richard Pryor – Nigger With A Seizure (Excerpt) Tim Moore – Second Avenue Daryl Hall / John Oates – She’s Gone Was (Not Was) – Betrayal Fleetwood Mac – Sentimental Lady Harry Thumann – You Turn Me On Bell & James – You Never Know What You’ve Got Boz Scaggs – Jojo Robert Palmer – Every Kinda People Peggy Lee – Sweet Talk Olivia Newton-John – Magic Ph.D. – Poor City Crosby, Stills & Nash – Dark Star Hot Chocolate – So You Win Again Ace – How Long Roxy Music – Still Falls The Rain Andy Gibb – Too Many Looks In Your Eyes Robbie Dupree – Steal Away Andrew Gold – Lonely Boy Eric Clapton – Behind The Mask Al Stewart – Year Of The Cat
Ibizas alter House-Haudegen DJ Pippi und Ibizas House-Wunderkind Willie Graff im Afterhour-Modus in Dub. Entfaltet sich etwas vorbei am epischen Sog, der vermutlich irgendwo zwischen Innervisions und verrauschtem Soft-Techno angepeilt war, aber schließlich doch an die Substanz von Labels wie Guerilla zu deren Trance-Phase erinnert. Rundum gibt es exakt diese Art hippiesker Rundumfreundlichkeit mitsamt huschigen Vocoder-Drogenkitscheinflüsterungen und schamlosen Breakdowns, für die nur überzeugte Vertreter von Großraumkollektivschwebezuständen im Morgengrauen unbefangen genug sind, das kriegt man in der Wäsche kaum noch raus.
Danilo Plessow demonstriert mit einnehmenden Resultaten, dass der entscheidende Qualitätsunterschied bei modernen Deep House-Schubern nach wie vor darin besteht, wie man seine Soundideen und Referenzen einsetzt und strukturiert. Bei „Breath Control“ transportiert er eine gute Dosis Früh90er-NYC-TechHouse in Bass, Beats und Flächen ins Jetzt und koppelt das mit zeitgenössisch blitzender Klangausprägung, die auffällig sicher an den einladenden Genreklischees vorbeigeht. Noch besser klingt das bei „Escape To Nowhere“, das sich mit unten wandernden Reese-Bässen und flirrenden Melodieschlieren nach und nach in Bewegung setzt und dann in einem Fahrstuhl mit kaputter AI dem unbekannten Ziel entgegengleitet. Was dann passiert, wenn sich irgendwann die Tür wieder öffnet, möchte man fast gar nicht wissen.
Was als Quelle übrig bleibt wenn man bei Daft Punk die Filter ausknipst, ist erwartungsgemäß eine Ansammlung von Diskotheken-Evergreens, die größtenteils genauso ins Gesicht prescht wie die Tracks, zu denen sie in der französischen Peak Time-Tuningstation später aufgebohrt wurden. Breakwater, Karen Young, Edwin Birdsong, Cerrone, Tata Vega und Eddie Johns sind auch im Original keine subtilen Diggerpreziosen, sondern schwitzig-glitterige Hymnen mit weithin erprobter Partydurchschlagskraft. Bei Oliver Cheathams „Get Down Saturday Night“ wird sich nicht auf das Original berufen, sondern auf die 89er-Version, die eben so klimperig und billigsynthieflächig an jeglichem Authentizitätsbezug vorbeiholpert, wie nahezu alle Klassiker in der verantwortungslosen Phase von House-Remixen zu jener Zeit. Chaka Khan, Little Anthony, George Duke und Sister Sledge hingegen sind vielleicht auch nicht von obskurer Herkunft, aber sind hier mit gleichwohl seidig-eleganteren Songs vertreten. Der Moog-Ausreißer ist diesmal von Jerry Goldsmith. Man hätte natürlich überall drauf kommen können, in Erkenntnis und Ausführung, ist man aber eben nicht. Wenn der Sinn dieser Zusammenstellung jedoch darin besteht, den Produktionsprozess zwischen Sample und Track nachvollziehen zu können, endet die Transformation unentschieden zwischen mehr und weniger erkenntlich.
Weiter geht es mit der Disco-Ursachenforschung im Hause Compost, diesmal unter der Ägide von Tom Wieland alias 7 Samurai, der hier als Panoptikum den Blick zurück als verdrehten Sequencer-Pop mit Blechbeats auslegt und mit schrägem Zellophan-Charme in der vorwiegend eckig ausgestatteten Neonbar die Punkte einfährt. Ansonsten dabei: „Nepa Dance Dub“ von Tony Allen anno 1984, zu dem man sich Theo Parrish wild mit Augen und Restkörper rollend zur EQ-Höchstleistungsphase der Party vorstellen kann und die Allzweckwaffe „Que Tal America“ von Two Man Sound, den immer noch dollsten Latino-Hustlern, die Belgien jemals hervorgebracht hat.
To be honest, I do not remember why I did this mix. I was probably in the mood for some bottom heavy 90s house from the US, yet again. The sound of your formative years, you never forget it. Just try to not get stuck in it, I suppose.
U2 – Lemon Daniela Mercury – O Canto Da Cidade Tito Valdez – Tumbe G.M. – Housax Elastic Reality – Cassa De X Shock Wave – The Mental Track The Potion – Dumbwayo St. Etienne – Only Love Can Break Your Heart QX-1 Presents A Black Girl Named Sally – Say You Love Me Mood II Swing – I Need Your Luv Doug Lazy – H.O.U.S.E. Deep Style – …Down Mirage Feat. Gary L – Everything’s Gonna Be Alright Slam Mode – The Dance (Move Your Feet) Fingers – Dead End Alley North/Clybourn – O Ban 1
Man ordnet Dich meistens in Detroit ein, aber Du bist eigentlich in der Nähe von Chicago aufgewachsen?
Ja, ich zog während meines ersten Jahres an der Universität of Michigan in Ann Arbor zurück in die Gegend um Detroit. Augewachsen bin ich aber in einer kleinen Stadt mit 5000 Einwohnern namens Buchanan, Michigan. Es war sehr ländlich, viele Bauernhöfe und nichts zu tun. Es gab da nicht mal einen McDonald’s. Es war ganz schön langweilig.
Spielte das musikalische Erbe beider Städte eine Rolle für Dich? Sowas wie Radioshows und musikalische Pioniere, oder DJs und Clubs?
Das Gute an Buchanan war, das es eine der letzten Städte an der Grenze zwischen Indiana und Südwest-Michigan ist, also nur ein Stunde von Chicago entfernt. Wir konnten also die ganzen Fernseh- und Radiosender Chicagos empfangen. Ich wuchs mit WBMX und ihren ganzen Mixshows auf. Ich liebte es, wie sie zwei Songs zusammenmixten bis es wie einer klang, insbesondere die alten Disco- und Electrosachen. Ich wusste damals nicht einmal, was ein DJ ist, ich wollte nur Songs zusammenmixen. Ich ging in den Plattenladen und diese Songs waren nur als 12“ erhältlich, ich brauchte einen Plattenspieler und dann einen Mixer um sie zusammen zu bringen. Auf Partys hatte ich dann die Platten und die Turntables und so wurde ich fast automatisch zum DJ. Read the rest of this entry »
Sometimes it seems so strange now that there were times when mellow house music like this was played in clubs and people screamed with joy. Just listen and check back with yourself. Would you freak out to this? I certainly did, quite often. In crowds who felt the same at the same time. There is this subtle elegant swing to records like these. If a DJ puts it right, it can completely transcend the room. But I think it is great music to listen to anyway, independent of the setting you hear it in.
G.M. – L.O.V.E. Ambient Sierra – Land Of Dreams N-Sync Inc. – Mellow Frenzy Shades Of Black – Make U Mine Utopia Project – File #3 Brooklyn Massive – In A Time Sway & King Tech – Follow 4 Now Green Baize – Synthetic Rhythm Classic Man – Mellow EDN – Don’t Make Me Wait Soulboy – Love Or Lust Chicago Syndicate – Move Your Body Pal Joey – Rat Race Celo-Sound – Every Day Every Nite Sound Source – Jazz House Herb Alpert – North On South St. Paradise Inc- Deep Thoughts
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