Vorwärts immer, Rückwärts immer

Posted: February 19th, 2011 | Author: | Filed under: Texte Deutsch | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Rückblick für das Goethe-Institut – Elektronische Musik aus Deutschland 02/11

Vorwärts immer, Rückwärts immer

“Forward Ever Backward Never” lautete der Titel der Mayday-Compilation von 1992. Man glaubte noch aus vollem Herzen an die von elektronischer Tanzmusik und -kultur ausgelöste Revolution. Es lief ja auch gut. Die Strukturen waren noch elastisch und ausbaufähig, der Pioniergeist beflügelte die Kreativität, und auch die ökonomische Kurve zeigte steil nach oben. Natürlich war unter diesen Umständen alles davor irrelevant.

In den 18 Jahren danach hat sich aber einiges anders entwickelt, als man es damals für möglich gehalten hätte.
Auf der einen Seite hat sich schnell herausgestellt, dass der musikalische Fortschritt ganz ohne Rückbezüge eine Utopie bleiben musste. Nichts entwickelt sich schneller als der Sound der Clubs, die nötige Innovation um nur forward zu bleiben konnte nie aufgebracht werden.
Und wenn forward nicht mehr so viel passiert, kann man auch backward schauen, auf all das, was im Schwung der Dinge noch nicht mal verarbeitet war.

Und so landet der Sound von 1992, vermutlich schon Ende des gleichen Jahres hoffnungslos veraltet, in Bruchteilen im Jahr 2010 und man hat sich an eine Wiederkehr dieser Art schon längst gewöhnt.
Die Zyklen, in denen ältere Tendenzen aufgegriffen wurden, wurden immer kürzer, gleichzeitig ging man auch immer weiter zurück. Die ältere Generation wurde somit mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, und die jüngere Generation machte aus derselben Vergangenheit ihre Gegenwart, und beides geschah auf der Suche nach dem Neuen.

Folglich war 2010 ein Konsolidierungsjahr. Man wollte das Rad gar nicht mehr neu erfinden, man gestaltete es um. Wozu man in den Clubs feierte, unterschied sich nicht maßgeblich von den vielen Jahren davor, nur dass die vielen Jahre davor nun gebündelt zu hören waren, in einer modernisierten Auslegung, in der der Fortgang oftmals nur an Nuancen ablesbar war, und das auch nur mit einem gewissen Maß an altersbedingter oder eigeninitiativer Vorbildung.

Die “Krise”

Den Takt der Ereignisse gab nach wie vor die Krise der Musikindustrie vor, die viele dazu bewog, sich für den kurzen Erfolg an gängige Mittel zu heften, andere dazu, für den anhaltenden Erfolg ihre Meriten eher zu verwalten als weiterzuentwickeln, andere wiederum dazu, ungeachtet von Erfolg oder Misserfolg den ökonomischen Niedergang als Chance zu sehen, sich kreativ erst recht auszutoben.

Die Demokratisierung der Produktionsmittel in Zeiten von billiger Soft- und Hardware und verkürzten Vertriebswegen führte in jedem Fall zu einer Schwemme von Trittbrettmusik und Geringverdienern, und jeder kämpfte um die schwindende Halbwertzeit, die die Medien in ihrem proportional wachsenden Themenhunger noch zuließ.
Man konnte sich aber stets sicher sein, zu jedem erdenklichen Aspekt mehr Podcasts, Soundcloud-Sets und Webdiskussionen zur Verfügung zu haben, als man je bewältigen könnte.

Auf der anderen Seite erwies sich die Clubkultur als nahezu krisenresistent. Den Feiernden waren die zeitgenössischen Bürden der Kreativen letzten Endes egal. Sie wollten einfach nur feiern wie eh und je, und das war natürlich ihr gutes Recht. Auch wenn alle Vulkane Islands gleichzeitig ausgebrochen wären, hätten sich immer noch genügend DJs gefunden um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Nachrichten von insolventen Großclubs wie dem Londoner Matter/Fabric blieben nur Zwischenrufe, auf die man in ebenso großen Clubs auf Ibiza oder in anderen Großstädten gar nicht reagierte, oder reagieren musste.

Die national und international magnetische Berliner Clublandschaft etwa, die Tobias Rapp 2009 treffend in seinem Buch „Lost and Sound“ einfing, verlor mit der Bar 25 einen Protagonisten, über dessen Verlust man allerdings schnell hinwegschritt. Man eroberte sich flugs weitere Freiluftflächen, etliche neue Veranstaltungsräume, und die weiterhin einströmenden Easyjetsetter ließen sich nun zum Teil nieder, und wurden nicht nur von DJ-und Produzentenseite, sondern auch als Veranstalter und Clubbesitzer aktiver Teil des Ganzen.

Folglich musste noch weiter zusammengerückt werden, und es rumorte an den Konfliktherden. Die lästig gewordene nationale Berichterstattung über die Szenerie verspielte es sich nach ersten unbeholfenen Versuchen, die Clubkultur zu verstehen, mit reflexartig auf den Sündenpfuhl zeigenden Outsider-Informationen, denn die Kultur kam mittlerweile ohne Berichterstattung aus.

Die Leitmedien und etliche sich zu Kommentaren berufen fühlende Personen des öffentlichen Lebens nahmen anlässlich des Love Parade-Desasters fast schon nachtragend und entschieden zu lange den Hedonismus der Szene an Stelle der unfassbaren Inkompetenz der zuständigen Organisatoren ins Visier und gruben den Graben damit noch tiefer.

Die Sendung mit der Maus

Nicht nur bei der Musikproduktion tobte 2010 ein Analog-vs.-Digital-Glaubenskrieg, sondern auch bei der technischen Umsetzung im Club. Panasonic entschied sich die Produktion des legendären Technics SL 1200-Plattenspielers einzustellen, des Gerätes, das Dekaden von DJ- und Clubkultur maßgeblich geprägt hatte.

Die unterlegene Analogfraktion erklärte dies mit dem unwürdigen Bequemlichkeitsaspekt und den niedrigen bzw. meist gar nicht vorhandenen Kostenfaktoren über Promo- und Filesharing-Plattformen beschaffter Musik, die Digitalfraktion erklärte dies mit dem unwürdigen Unbequemlichkeitsaspekt und den beschränkten mixtechnischen Möglichkeiten des Vinyls und der dazugehörigen Hardware.

Letztlich wählte der Großteil der Clubs den Mittelweg und unterstützte digitale Abspielsysteme, mit denen man Audiodateien mit der Haptik eines Platten-oder CD-Spielers auflegen konnte. Das Potential der mixtechnischen Möglichkeiten solcher Geräte nutzten aber nur wenige DJs, was die Fronten weiter verhärtete.

Ungeachtet dessen schoben sich aber die Performer noch weiter als integraler Bestandteil in die Line-ups der Clubs, und bei ihren Auftritten spielte analoge Ausrüstung eine noch geringere Rolle. Im Gegensatz zu DJs ließen sich Live-Acts besser in die zahlreichen Veranstaltungen einbauen, bei denen sich elektronische und rocktradierte Musik im Programm und beim Publikum vermischten, wovon letztlich alle Seiten profitierten. Oft vertreten waren der zum Konsensthema hochgeschriebene Paul Kalkbrenner, Modeselektor, die national fast allein auf weiter Flur die zahllosen Bass-Bewegungen der englischen Szene einfangen und zurückzuschleudern schienen, und die Wiener Band Elektro Guzzi, die mit einem klassischen Setup aus Bass, Gitarre und Schlagzeug eine originäre Auslegung von Techno umsetzten.

Je mehr der Fokus sich von der herkömmlichen Position des DJs zum traditionellen Auftritt verschob, desto klarer wurde in der Konsequenz, dass es nahezu unmöglich geworden war, eine Karriere als DJ zu beginnen, ohne selbst Musik zu produzieren.

Was war/ist House?

Für House war 2010 ein Jahr weiteren Wachstums, wobei für das Genre die fortlaufenden Referenzen aus dem reichhaltigen Disco-Erbe eine ebenso wichtige Rolle spielten wie die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln.

Die erwähnten technischen Erleichterungen in der Musikproduktion und verkürzten Vertriebswege verstärkten die Flut von Edits und Bootlegs bekannter oder obskurer Titel abermals. Als Klangbild waren House und Disco aber nicht mehr auseinanderzudividieren, ähnlich wie in den Pioniertagen, als House noch als Evolutionsschritt von Disco aufgefasst wurde, und nicht als ablösendes Phänomen.

Die entscheidenden Pole waren Deepness, Disco in allen seinen Spielarten und vorwärtsorientiertes Geschichtsbewusstsein, und sie wurden in Deutschland am erfolgreichsten von Running Back und Permanent Vacation repräsentiert, und besonders dem auf beiden Labels veröffentlichenden Hamburger Produzenten Tensnake, dessen internationaler Erfolg darauf hinzudeuten schien, dass das Potential der Sounds noch lange nicht ausgeschöpft ist, vor allem wenn man die zeitliche Verzögerung als Maßstab nimmt, mit der Minimal in vielen Ländern erst den Schwung aufnahm, der bis heute anhält.

Die flächendeckende Renaissance der Alten Schule bewirkte allerdings auch zwangsläufig einen sehr traditionalistischen Umgang mit dem Genre. Ein Großteil der letztjährigen Produktionen begnügte sich mit der Rekonstruktion bewährter Soundmodelle von US-Produktionen von Ende der 80er bis Mitte der 90er-Jahre, aber es gelang nur wenigen Produzenten, diesen Vorgaben mit modernen Mitteln die Frische, Seele, Emotionalität und Individualität beizugeben, die die ungebrochene Faszination der Vorbilder ausmachen.
Etablierte Labels wie Dial/Laid festigten ihren Status, u.a. mit dem Album von Efdemin, die Hauptstadt sorgte mit den ersten erfolgreichen Schritten von Labels wie etwa Retreat oder Produzenten wie Hunee für Aufsehen, aber vor allem die lebendige ostdeutsche Szene rund um Workshop, und Mikrodisko konnte international individuelle und kreative Impulse setzen.

Auffällig war, dass viele House-Tracks sich dezidiert unter der 120 bpm-Marke bewegten, und man sprach nun von Autoren-House, um die tendenziell introspektive Musik von erfolgreichen Newcomern wie John Roberts oder Nicolas Jaar zu kategorisieren. Eine Bezeichnung, über die der Individualismus eines DJ Koze schon hinausgewachsen ist, der mit originellen Remixen, eigenem Label und Komplizen aus der ersten Blütezeit von deutschem House seinen Spielraum erweiterte.

Triumph der Bastionen

Die Erfolgsgeschichten des Techno, die sich 2009 entwickelten, setzten sich auch im folgenden Jahr fort.
Ostgut Ton verfestigte sich als international stilprägende Exekutive des Berghain-Imperiums, und trug auch weiterhin die geschlossenen Reihen der eigenen Residents in die Welt hinaus, mittels Künstleralben der Aushängeschilder Shed und Marcel Dettmann, aber auch mit einer luxuriösen Compilation, auf der alle Künstler des Labels Field Recordings aus dem Club in eigene Tracks einarbeiteten.

Dieses Bekenntnis zum aufwändigen Produkt, das auch das Traditions-Label Perlon mit seiner Superlongevity-Compilation vollzog, stand in der Techno-Landschaft einer Vielzahl von Veröffentlichungen gegenüber, die in Sound und Design den klassischen Platten aus dem Umfeld der Berliner Institutionen Basic Channel bzw. Hard Wax und den angeschlossenen Labels nachstrebte.
Es gab zahlreiche handgestempelte Platten ohne Credits und Interpreten, die anonym bleiben wollten. Dabei war nicht immer klar, inwiefern die Marketingverweigerung Überzeugung, oder wiederum Marketing war.

Der einst von Mark Ernestus und Moritz von Oswald initiierte Dub Techno-Sound, blieb auch 2010 ein unumgängliches Leitmotiv, etwa für Labels wie Prologue oder Stroboscopic Artefacts.
Ernestus selbst legte sein Augenmerk dagegen auf afrikanische Rhythmik, so wie auch das indirekte Umfeld mit T++ und Shackleton, und von Oswald brachte nach seiner von einem Schlaganfall bedingten Pause erfolgreich seinen Sound mit einem Trio auf die Bühne.

Der etwas beliebige Minimal-Techno der Vorjahre wurde bei anderen Künstlern für einen massiven und unmittelbaren Grundklang aufgegeben, der sich gleichermaßen an den dunkleren Techno-Produktionen der 90er orientierte, als auch an der Post Punk- und Industrial-Ästhetik der 80er.
So emanzipierte sich Chris Liebing mit seinem Label CLR erfolgreich von den einst selbst gerufenen Schranz-Geistern, und wo in der Electroclash-Hausse, noch Fashion- und Performance-Aspekte die künstlerischen Überlegungen beeinflussten, beriefen sich zu Teilen aus Berlin operierende Labels wie Sandwell District nun direkt auf die Klangexperimente und Artworks von Bands wie Throbbing Gristle oder Cabaret Voltaire, und übertrugen deren Vorleistungen auf ihre eigene Arbeit.

2010 war aber auch ein guter Jahrgang für die Synthese von Club- und Hochkultur.
Der von Stefan Goldmann ins Leben gerufene Elektroakustische Salon im Berghain wurde serienreif, der Produzent selbst erweiterte seinen Spielraum sowohl mit cluborientierten Produktionen, als auch einer Ballettkomposition, die im Rahmen des Time Warp-Raves am Nationaltheater Mannheim aufgeführt wurde. Ähnlich experimentierfreudig auch der Kölner Altmeister Wolfgang Voigt, der von der Bildenden Kunst zur elektronischen Musik zurückkehrte, aber nicht ohne beides mit neuen Ansätzen verbinden zu wollen.
Ebenso willkommen auch die künstlerischen Rückmeldungen von Kreidler, Oval, Alva Noto, und Hauschka, die allesamt in einem clubkulturellen Klima auf vielbeachtete neue Wege gingen, das nicht mehr derart auf reine Tanzflächenkompatibilität fixiert war wie in den Jahren zuvor.

Die Musik klang im letzten Jahr zwar oft ohne Sonne, aber andere Ideen mussten nicht mehr im Schatten bleiben.


Finn Johannsen – Sweatlodge Show January 2011

Posted: January 30th, 2011 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 4 Comments »

Mix recorded for Artist of the Week-feature @ Sweatlodgeradio.com

Interview (by Elie Eidelman)

You are a well respected music writer writing for publications like De:Bug, RA and your own blog (among others). Has music writing always been part of what you do, and what came first? The writing or the djing?

I write about music in public since the mid-90’s, and I started playing out in the late 80’s, so definitely DJing came first. My output as a writer has also been not as prolific as it turned out to be after I moved to Berlin in 2003. I knew Jan Joswig, the fashion editor at de:bug at that time, from former days in my hometown Kiel and he asked me to contribute. I started out writing reviews and then turned to features and especially interviews, some of which got quite some attention. So that eventually led to writing for other print and  web publications too, like doing the “Playing Favourites” series for Resident Advisor, my “Rewind” series for sounds-like-me.com, Groove Magazine, and a lot of other media. The Website you’re referring to is not a blog in the sense that I write about everything that goes through my head, it is more like fragmentary online archive of my activities from the 90’s until now. Writings, Mixes, Gigs, the label, and a plethora of other things. It is not that I’m that vain to want everybody to know what I do and did, it is kind of a reminder for myself that others can follow if they like. Excuse the irregular updates at this point, but I slowed down all said activities a bit to have more time for my lovely wife and daughter, and I took up working at Hard Wax, too. Consider me well busy.

Can you please tell our readers what is D*ruffalo and who stands behind it?

I can’t possibly tell, at least not anymore. When D*ruffalo was unleashed 4 years ago, it was some sort of a media experiment initiated by a semi-anonymous collective of writers, producers and DJs based in several German cities, intended to be a platform to share love for what should be loved, free of any conventional restrictions. Soon some lack of love for what was deemed not as loveable showed up as well, but basically it was conceived to be the Fort Alamo of sincerity. Decidedly non-ironical, accidentally post-cool and fiercely anti-hype. At some point The D*ruffalo Hit Squad and the according Druffmix series was brought to life, to shine a light on music no light shined upon. But it totally spiralled out of control. I don’t know what it is right now, or if I am still a part of it even. But apparently D*ruffalo celebrates its sheer existence and the 50th Druffmix with a party at Berlin’s Soju Bar on February 11, and there are negotiations about a regular residency there. If the unpredictability and confusion of the D*ruffalo members allows. Which is probably unlikely, maybe. I can’t possibly tell.

You are running Macro Records together with Stefan Goldmann. How’s the process been running a label and what can we expect from Macro in 2011?

When we founded Macro we decided to only release music we find worth releasing, at the potential risk of longer stretches with no releases at all. But then the label took up so much momentum that we now have more releases lined up for this year than in the years before. March will see a new EP by the rather sensational Elektro Guzzi and Stefan’s magnificent “The Grand Hemiola” 2×12″, you can hear excerpts of both in the mix I recorded for you. We will follow that up in April with a live album by Elektro Guzzi and a compilation of the late works of the composer and conductor Friedrich Goldmann, Stefan’s father, who sadly and much too early passed away in 2009. We are also in the process of preparing several other projects for later this year, which are not yet ready to be unveiled, but well worth waiting for. We worked very hard to achieve a position in which we can do whatever we want, and as long as this strong support will stay with us, we will do just that. Expect the unexpected.

You’re known for your eclectic dj sets. What can you tell us about this set you prepared?

My sets, be it in a club or radio context, can be quite diverse, that’s true. But I don’t believe in eclecticism per se. Meaning, I don’t want to attract opposites just for the sake of it. If you neglect a certain coherence, structure and narrative you will end up sounding like a jukebox, however interesting it might be musically equipped. I like thinking of a concept when doing a mix, as subliminal or not it might be. With this one, I just intended to combine an experimental streak with a dancefloor functionality, while providing a glimpse of unreleased Macro material and tracks of artists I consistently admire, and tracks I still find as interesting as the day I first heard them. Which in the case of this playlist, was not too long ago. At any other time the set would probably have sounded differently, but this was what I then had in mind for this purpose and I hope it makes as much sense to the listeners as it made to me when I recorded it.

Stefan Goldmann – Mining The Vein / The Grand Hemiola
Raime – This Foundry (Regis Version)
Shackleton Vs. Kasai Allstars – Mukuba Special
Theo Parrish Ft. IG Culture – Traffic
Elektro Guzzi – Boom Room
Margaret Dygas – Hidden (NSI Mix)
Farben – Kursbuch 1&2
Son Of Sam – Nature Makes A Mistake (Âme Mix)
Marco Bernardi – Klinsfrar Melode (Sprinkles Deeperama)
WK7 – Higher Power (Hardcore PCK Mix)
Pinch – Croydon House


@ A Night In Motion

Posted: November 20th, 2010 | Author: | Filed under: Gigs | Tags: , , , , , , , , , | No Comments »


@ Panorama Bar

Posted: October 2nd, 2010 | Author: | Filed under: Gigs, Macro | Tags: , , , , | No Comments »

Macro @ Panorama Bar

  • 23:59 h – 03:00 h Finn Johannsen
  • 03:00 h – 06:00 h Raudive LIVE/DJ
  • 06:00 h – 09:00 h Kruder
  • 09:00 h – 11:30 h Stefan Goldmann

@ TwenFM

Posted: September 30th, 2010 | Author: | Filed under: Macro | Tags: , , , | 2 Comments »

Macro Label Showcase @ TwenFM, October 25, 2010


Stefan Goldmann – The Maze

Posted: September 13th, 2010 | Author: | Filed under: Macro | Tags: | No Comments »

MACRO M20 Stefan Goldmann – The Maze


@ Panorama Bar

Posted: March 13th, 2010 | Author: | Filed under: Gigs, Macro | Tags: , , , , | No Comments »

Macro @ Panoramabar

23:59 h – 04:00 h Finn Johannsen
04:00 h – 05:00 h Oni Ayhun LIVE
05:00 h – 08:00 h Stefan Goldmann

Review


Rewind: Stefan Goldmann über “Devotion”

Posted: January 18th, 2010 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , , , , , , , | No Comments »

Im Gespräch mit Stefan Goldmann über “Devotion” von John McLaughlin (1972).

Was ist Deine persönliche Verbindung zu John McLaughlin? Wie und wann bist Du auf ihn gestoßen?

Als ich 14-15 war und meine Ferien wie immer in Sofia verbrachte, war plötzlich Jazz das ganz große Thema bei meinen Freunden dort. Die anderen waren 2-4 Jahre älter als ich und ich ließ mich gerne beeinflussen. Als ich z. B. 9 war, kam ich so zu Iron Maiden, dann zu Led Zeppelin und Pink Floyd, und schließlich kam ich eines Sommers wieder und die waren alle ganz versessen auf das, was sie für Jazz hielten. Also Hauptsache virtuos – da wurde dann John Coltrane genau so gehört wie Al Di Meola oder die Chick Corea Elektric Band. Der Name McLaughlin fiel da auch schnell. Zurück in Berlin ging ich also zum Virgin Megastore und schaute mir die Kassetten an. Das war das Format, das mich interessierte, weil ich keinen eigenen Plattenspieler hatte, dafür aber einen Ghettoblaster und einen Walkman. Im Laden hatten sie die “Devotion” sowie die “Love Devotion Surrender” mit Carlos Santana. Sonst nichts. Als angehender Jazz-Snob hab ich natürlich die „Devotion“ mitgenommen und mich nicht mit irgendwelchen Rockern aufgehalten. Interessanterweise war dieses Tape die Lizenzausgabe von Celluloid, was später eines der wichtigsten Labels für mich werden sollte. Es hatte dieses super Coverdesign von Thi-Linh Le, der die ganzen legendären Celluloid-Cover in den 80ern gemacht hat. Ich kam hier also gleich mit zwei sehr wesentlichen Dingen in Berührung.  Als ich damals auf einer Skifahrt in Tschechien war, konnte ich damit ganz gut die Mädchen beeindrucken, weil das selbst für die offenkundig so viel besser war als der Spaß-Punk, den die anderen Jungs dabei hatten.

McLaughlin war ja an sehr vielen bedeutenden Alben beteiligt. Warum hast Du Dir “Devotion” ausgesucht?

Gut, allein die ganzen Miles Davis Platten, auf denen er mitspielt sind eh der Wahnsinn. „Bitches Brew“ ist für mich sicherlich das bedeutendste Album überhaupt. Nur ist “Devotion” für mich einerseits der Einstieg gewesen, anderseits ist es in mehreren anderen Aspekten wirklich bemerkenswert: Es ist ein Album, das jemand in ein bestehendes Genre hineingesetzt hat – und dieses völlig übertroffen hat. Das ist ein wichtiger Beleg, das so etwas möglich ist. Es gibt immer diesen riesigen Vorteil, der Erste zu sein, der etwas Bestimmtes macht. Also ich denke da an Jeff Mills oder Plastikman, die einfach als erste wahrnehmbar ein kompositorisches Niveau erreicht haben in einer Musik, die vorher eher nur raue Energie war. Solche Leute haben auf Jahrzehnte einen Vorteil gegenüber jedem, der erst später dazukommt. Es ist ein zentrales künstlerisches Problem, wenn man innerhalb irgendeiner bestehenden Kunstform arbeiten will: was kann ich eigentlich noch beitragen? Die Möglichkeiten sind halt entweder den Rahmen zu dehnen oder es einfach deutlich besser zu machen als alle Anderen. Und Letzteres hat McLaughlin mit “Devotion” einfach gemacht. Da kommt einer aus England nach New York und nimmt den kompletten Laden auseinander. Die “Devotion” ist der klanggewordene feuchte Traum jedes Hendrix-Fans, nur das Hendrix das nie hingekriegt hat. Auch nicht mit “Band Of Gypsies”. Da kulminiert Etwas, was die ganze Zeit als Erwartung in der Luft lag, nur von Niemandem vorher eingelöst werden konnte. Dieses Energieniveau war einfach damals unbekannt. Und sehr viele spätere Sachen fußen darauf – sowie auf Lifetime, der Tony Williams Band mit McLaughlin und Larry Young.

Read the rest of this entry »

Finn Johannsen – Adventures In Modern Music

Posted: November 16th, 2009 | Author: | Filed under: Macro, Mixes | Tags: , , , , , , | No Comments »

A short mix contributed to the radio show of The Wire magazine at Resonance.fm

Howard Shore – Welcome To Videodrome (Varèse Sarabande 1982)
Clock DVA – The Connection Machine (Interfish 1988)
Talking Heads – Drugs (Sire 1979)
Patrick Cowley & Jorge Socarras – Soon (Macro 2009)
Daevid Allen – Are You Ready (Charly 1983)
400 Blows – Strangeways (Revisited) (Illuminated 1984)
Slap – Minta’s Dance (Macro 2008)
The Velvet Underground – Noise (Plastic Inevitable 1979)
White Noise – My Game Of Loving (Island 1969)


Finn Johannsen – La Maison Des Ingénieurs De l’Aggro

Posted: November 12th, 2009 | Author: | Filed under: Macro, Mixes | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments »

This mix was inspired by a very memorable Macro label night we did in Paris. Peter Kruder, Stefan Goldmann and me were invited by Hardrock Striker. Of course drinks in Paris clubs were expensive and it was Halloween, so everybody with a costume had reduced admission. Which led to a whole crowd in costumes. I messed up a few mixes because I laughed so much about the guys dressed as teletubbies in the front row. See photos below.

Odd Machine – Phase Out
Instra:mental – Leave It All Behind
Zomby – Tarantula
Stress – Down In The Dungeon
Shake – Indagoo
Dread & Fred – Warriors Advance
Posthuman – Callisto
Paul Du Lac- Blow Back
Ricardo Jefferson – The Egg (Part One)
Patrick Cowley & Jorge Socarras – Memory Fails Me (Oni Ayhun Remix)
Mark Grusane & Mike Cole Feat. Deanna – Time & Space (Vocal)
Marcello Napoletano – Space Voodoo
B.D.I. – City & Industry
Anthony “Shake” Shakir – Arise
The Oliverwho Factory – Disco Nights
Rennie Foster – Good Time Charlie
Octave One – A World Divided (Jupiter II Mix)
Gesloten Cirkel – When It’s Late
Iamthatiam – Inri
Moderat – Seamonkey (Surgeon Remix)
Patrick Cowley & Jorge Socarras – Soon (KiNK Remix)
Ben Klock – Ok (Kenny Larkin Remix)
Optic Nerve – Origins
Oni Ayhun – OAR003-B
San Proper – December 10th
Dan Curtin – Other
Tama Sumo & Prosumer – Alien Mutts
Kirk Degiorgio – Isidora
Roska – Sheppard
Lowtec – Angstrom
Peter Kruder – After The Dawn
As One – Freefall
Newworldaquarium – The Force (Âme Remix)
dBridge – Wonder Where
Kinf Midas Sound – One Ting (Dabrye Rmx)


Page 8 of 10
1 6 7 8 9 10