Clone geht ja schon eine ganze Weile zurück, und das Label steht für eine Menge unterschiedlicher Stile. Reflektiert das Deine eigene musikalische Vergangenheit?
Ja, das stimmt. Damals war das nicht ungewöhnlich, dass man sich für viele verschiedene Stile und Sounds interessiert hat. Viele Leute haben alles von Acid, Deep House bis hin zu härteren Sachen gespielt. Auch kommerziellere Sachen.
Und die Affinität zu Disco? Gerade Italo Disco hat ja eine große Tradition in Holland.
Ja, vor allem hier an der Westküste, um Rotterdam und Den Haag herum. Es ist etwas merkwürdig, aber Italo Disco war hier stets eine Arbeiterklassemusik. Musik, zu der die Arbeiter in den Industriegebieten am Wochenende feierten. Man wollte es sich nach einer harten Woche gut gehen lassen. Im Gegensatz dazu waren in Amsterdam New Wave und eher künstlerische Sachen populär, und es war etwas düsterer. Auf jeden Fall war Italo Disco in meiner Gegend sehr beliebt und wurde deshalb viel im lokalen Radio gespielt und in den meisten anderen Teilen Hollands auch. Das ist einer der Gründe, warum ich dazu einen engen Bezug habe. Read the rest of this entry »
(Patti Labelle’s “Eyes In The Back Of My Head” is heard from the hotel bar nearby…)
That’s a big song for us. I’ve got eyes, eyes in the back of my head, I got eyes. Some wicked song. Anyway…
We’ve got this section called legends. This is where we would like to present you.
Okay. (Waiter brings a bottle of champagne) Thanks … You can have some, too, what the hell. He should bring some more glasses. Could you bring some more glasses? Thank you. Okay. So, what do you want to know?
You’ve got a long history, but you just started a label. So it would be great to hear things of the past and what you plan for the near future too. If you have look at which kind of electronic music history people refer to, it’s mostly Detroit and Chicago and New York. When it comes to New York, it’s mostly Hip Hop. Not that much house. I think House is for a special crowd.
You mean currently? That what you feel it is currently?
Yeah. It seems like people don’t really recognize the long history of House music in New York and don’t give it the attention it deserves.
Well, I believe it’s inclusive of too many different types of other genres. That’s what. It’s like too big of an animal to control. I think it’s too big of a genre because it’s inclusive of too many other little parts for the investors to try to really build upon. What I mean by that is that it is fragmented into Soulful House, Latin House, so many different types of House. Forget about it. Everybody likes to hold their own part of House music historically, so much. They all feel equally important. And it’s just too big for, like, majors to really get behind. That’s what I believe. Read the rest of this entry »
Apokalypse-Elektro mit Verbandskasten im Lieferumfang und der Lizenz zum Löten. Das Abwasserrohr aus dem er ans Tageslicht tritt führt etliche Kilometer durch endlose Katakomben zu verschollenen Laboratorien, in denen sich Maschinen schäbigster Bauart zu einem Eigenleben entschlossen haben, nachdem sie mit wackeligen Teleskoparmen ein vermodertes Masterkontrollprogramm von Newcleus und Skinny Puppy aus der Kitteltasche des verstorbenen Ingenieurs gefischt haben, der schon als Narbengewebe mit dem Drehhocker und der Tastatur verschmolzen war. Wenn es wenigstens irgendeine Lichtquelle geben würde, könnte das barmherziger klingen, aber selbst die letzten Infrarotzellen sind schon lange verreckt und meisten Restenergiereserven gehen für Rhythmus und Bass drauf, der Rest ist Klanggebritzel in den letzten Spasmen. Skynet-Disco-Code, auf ewig in der Zeit herumgeschickt.
Rustie aus Glasgow hat Dubstep aus dem angestammten Lebensraum weggeschossen, und demonstriert, dass sich der Zeitlupensound prima mit Detroiter Hochhausschluchten-Elektro-Einflüssen und nervösen Krach-IDM-Soundgechoppe kreuzen lässt. Erhebt sich streckenweise noch nicht über das chaotisch-begeisterte Erstentwurfsstadium, aber wenn bei „Pendulum“ der Flüssigbasszerrer auf die belgischen Ravestabs trifft, sollten alle Haarspraydosen abgefackelt werden. Sonst Ortswechsel.
Das Leben hält Momente bereit, in denen man nichts dringender braucht als einen pfeilschnellen Hi-NRG-Torpedo, der mit billigen Sequencern und schmierigen Verlockungen den Hochkulturballast im Kopf versenkt und als sexy Glitzerstrahl direkt in die Nacht fährt. Soif De La Vie haben mit diesem Wunderwerk der Lehre von Moroder, Cowley und Orlando noch ein Kapitel hinzugefügt, das es gehörig in sich hat. Auf zehn Minuten Länge gibt es hier das volle Programm der dynamischen Disco-Futuristik und dazu derrwischt eine Frau, vor der man wirklich Angst bekommt und doch, ihrer Willkür möchte man sicher jederzeit ausliefern, zumal der letzte Wille schon längst sturmreif geschossen ist. So ist das bei wahren Göttinnen.
Das deutsche Charmebolzen-Label hat sich überraschend die Tinte von Detroits Soundmurderer höchstselbst aufs Papier setzen lassen, oder auch Starski & Clutch oder auch TNT, Osborne, Osbourne etc. Weniger überraschend, dass es hier nicht um seine vornehmlichen Multitaskingfelder geht, sondern um House, den man in seiner Machart im Flickenteppich-Labelsystem des Früh90er-New York verorten könnte. Schmackes auf die Claps, Bounce auf den Beat, Silberschimmer in die Stabs und alles versonnen mit Bass, 303 und Tastennoodlings geschmeidig geschmirgelt. Die andere Version von „Bingata“ ist altertümlicher Cut-Up-Disco, wie er sonst eigentlich nur noch bei Soundstream zu finden ist, damit bin ich unbedingt solidarisch. Die hauseigene Supergruppe Pink Alert nutzt obendrauf die günstige Gelegenheit, sich per Remix mit viel Kontext-Expertise in Dub abermals in die Wahrnehmung derer zu komplimentieren, die einen guten Burrell von einem schlechten unterscheiden können. Sehr guter Schnitt, das behalten wir gleich an.
Die Stücke von Antena, erstmals 1982 als Album auf dem Les Disques Du Crépuscule veröffentlicht, bieten einen prima Nährboden für Nachbearbeitungen zwischen Il Discotto, Amnesia-Rekapitulationen, Benelux-Wavepop und Gardasee-Discoexperimenten und diese sind hier alle auf dem Mannschaftsfoto versammelt und jonglieren die imaginativen Urlaubsimpressionen zum Beat. Joakim und Todd Terje stolzierten schon im Spotlight durch die Clubs, beispielsweise Lexx und Escort zogen angemessen nach und hier gibt es noch die würdige Nachhut obendrauf, in Form von den Chromatics, Enne, Steve Yanko (dessen “The Boy” Mix auch noch als 12″ rauskommt) und vor allem Pink Alert, die “Joppo+Eno” so freundlich dubpoppig und melodiegewandt in Balearik tunken, dass man nur dankbar sein kann für all die vorwiegend bewölkt aufgewachsenen Mitteleuropäer, die sich darbend früher, jetzt und zukünftig quer durch die Musikgeschichte zur Sonne komponieren. Die deutsche Entsprechung wäre vielleicht “Ich werde in der Sonne immer dicker” der Zimmermänner in den richtigen Händen, nur so als Vorschlag.
Greg Wilson war erwiesenermaßen der DJ, sich schon zeitig um die Einführung von Electro in die britische Clublandschaft kümmerte. Diese Platte war ein Exponat auf der Compilation „UK Electro“ und einer seiner ersten Gehversuche im Studio. Das Ergebnis hat zwar noch die Klangästhetik der amerikanischen Originale, bewegt sich aber schon eher in einem Groove, zu dem man wenig später in Chicago House sagte, garniert mit Sci-Fi-Flächen, zerhackten Ansagen, seltsamen Stammesgesängen und einer ausgefuchsten Dramaturgie. Das Stück passte hervorragend in den langen Abschied von Disco auf dem Weg zu neuen Gefilden, wurde dann aber schmählich fallen gelassen als ungekannte Helden aus Übersee ihre Rumpelmaschinen auf vollen Schub schalteten. Man kann nur mutmaßen was Wilson so alles angestellt hätte, wenn er damals am Ball geblieben wäre, aber die Aktivitäten nach seiner späten Rückkehr haben dann ja so manches Versprechen eingelöst.
Während die nachberufenen Cosmic/Balearic-Botschafter mit zunehmender Verzweiflung auf den Flohmärkten die definitive B-Seite einzukreisen versuchen, fängt Dimitri from Paris wieder am anderen Ende an und kontextualisiert mit erwiesener Buddel-Expertise die vernachlässigten Geschwister von Dr Buzzard in seine fixe Idee von Glamour. Der Titel dieser Compilation ist etwas arg geraten, aber die Musikauswahl ist mitnichten nur oberflächliche Tanzorchester-Disco-Opulenz mit Choreinlagen sondern bietet einige wirklich bemerkenswerte Facetten zwischen ausladenden Broadway-Arrangements, Instant-Karibik-Exotik und B-Liga-Philly. Von Astrud Gilberto, der Ritchie Family und Paul Mauriat mal abgesehen, durchweg Spezialistenfunde, mit einer properen Dosis Soul im Glitz und nicht wenig Schmackes im Groove. Im Gesamteindruck eine prächtige Mischung aus der Sleaze-Phase der New Yorker Tanzpaläste der 70er und Oberklassecamp mit Unterklassemitteln. Hier werden die Satinblousons kunstvoll verknotet, Schulter schmiegt sich an Schulter und jede Hustle-Formation bekommt mit klingendem Kristall ihren Tribut. Für übersensibilisierte Geschmacksvorgeber vielleicht des Guten zuviel, für Geschmacksgestresste vielleicht fast eine Befreiung.
I recorded this as a guest mix for the website of my dear friend Michael Joyce aka Truly-Madly, who was then a true aficionado of all things deep. He became a famous DJ much later than me, but once he did (and he is probably more famous than I ever was by now) he seemed to have deleted the mix from his website to cover up traces of my influence throughout his career. Story of my life.
Ok, kidding. Love ya, Trudy!
Picture is my old friend Jan Carter Boche (left) and me leaving one of our favourite kebap shops in our hometown Kiel. We never did eat anything anything there, but they had cheap and cold beer. I loved that “Escape” shirt, bought in London sometime in the early 90s. I instantly wore it to the next fish and chips shop right after I purchased it, and the elderly woman behind the counter asked me if her food was so bad that I wanted to run away. Not THAT bad.
Sensory Elements Vol 1 – Explain It Infra-Red – Love Honey Funtopia Feat. Jimi Polo – Do You Wanna Know? Beautiful People – I Got The Rhythm (Club Mix) Underground Inc. – Magie Noire (Rick Lenoir Mix) Ronald Burrell – Quiet Song Jovonn – It’s Gonna Be Right (Be Smoove Dub) Debbie Gibson – One Step Ahead (Masters At Work Mix) Ecstasy Boys – Seven Steps To Heaven Language – Tranquility Bass Liquid Variety – The Best Part Of The Trip (The Best Part) Boo Williams – Home Town Chicago Glenn Underground – May Datroit Tribute – Rain (Dub) Stardust – Love Will Find A Way (Sweet Embrace Mix) Aphrodisiac – Just Before The Dawn (Exclusive Remould)
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