Was als Quelle übrig bleibt wenn man bei Daft Punk die Filter ausknipst, ist erwartungsgemäß eine Ansammlung von Diskotheken-Evergreens, die größtenteils genauso ins Gesicht prescht wie die Tracks, zu denen sie in der französischen Peak Time-Tuningstation später aufgebohrt wurden. Breakwater, Karen Young, Edwin Birdsong, Cerrone, Tata Vega und Eddie Johns sind auch im Original keine subtilen Diggerpreziosen, sondern schwitzig-glitterige Hymnen mit weithin erprobter Partydurchschlagskraft. Bei Oliver Cheathams „Get Down Saturday Night“ wird sich nicht auf das Original berufen, sondern auf die 89er-Version, die eben so klimperig und billigsynthieflächig an jeglichem Authentizitätsbezug vorbeiholpert, wie nahezu alle Klassiker in der verantwortungslosen Phase von House-Remixen zu jener Zeit. Chaka Khan, Little Anthony, George Duke und Sister Sledge hingegen sind vielleicht auch nicht von obskurer Herkunft, aber sind hier mit gleichwohl seidig-eleganteren Songs vertreten. Der Moog-Ausreißer ist diesmal von Jerry Goldsmith. Man hätte natürlich überall drauf kommen können, in Erkenntnis und Ausführung, ist man aber eben nicht. Wenn der Sinn dieser Zusammenstellung jedoch darin besteht, den Produktionsprozess zwischen Sample und Track nachvollziehen zu können, endet die Transformation unentschieden zwischen mehr und weniger erkenntlich.
Weiter geht es mit der Disco-Ursachenforschung im Hause Compost, diesmal unter der Ägide von Tom Wieland alias 7 Samurai, der hier als Panoptikum den Blick zurück als verdrehten Sequencer-Pop mit Blechbeats auslegt und mit schrägem Zellophan-Charme in der vorwiegend eckig ausgestatteten Neonbar die Punkte einfährt. Ansonsten dabei: „Nepa Dance Dub“ von Tony Allen anno 1984, zu dem man sich Theo Parrish wild mit Augen und Restkörper rollend zur EQ-Höchstleistungsphase der Party vorstellen kann und die Allzweckwaffe „Que Tal America“ von Two Man Sound, den immer noch dollsten Latino-Hustlern, die Belgien jemals hervorgebracht hat.
To be honest, I do not remember why I did this mix. I was probably in the mood for some bottom heavy 90s house from the US, yet again. The sound of your formative years, you never forget it. Just try to not get stuck in it, I suppose.
U2 – Lemon Daniela Mercury – O Canto Da Cidade Tito Valdez – Tumbe G.M. – Housax Elastic Reality – Cassa De X Shock Wave – The Mental Track The Potion – Dumbwayo St. Etienne – Only Love Can Break Your Heart QX-1 Presents A Black Girl Named Sally – Say You Love Me Mood II Swing – I Need Your Luv Doug Lazy – H.O.U.S.E. Deep Style – …Down Mirage Feat. Gary L – Everything’s Gonna Be Alright Slam Mode – The Dance (Move Your Feet) Fingers – Dead End Alley North/Clybourn – O Ban 1
Man ordnet Dich meistens in Detroit ein, aber Du bist eigentlich in der Nähe von Chicago aufgewachsen?
Ja, ich zog während meines ersten Jahres an der Universität of Michigan in Ann Arbor zurück in die Gegend um Detroit. Augewachsen bin ich aber in einer kleinen Stadt mit 5000 Einwohnern namens Buchanan, Michigan. Es war sehr ländlich, viele Bauernhöfe und nichts zu tun. Es gab da nicht mal einen McDonald’s. Es war ganz schön langweilig.
Spielte das musikalische Erbe beider Städte eine Rolle für Dich? Sowas wie Radioshows und musikalische Pioniere, oder DJs und Clubs?
Das Gute an Buchanan war, das es eine der letzten Städte an der Grenze zwischen Indiana und Südwest-Michigan ist, also nur ein Stunde von Chicago entfernt. Wir konnten also die ganzen Fernseh- und Radiosender Chicagos empfangen. Ich wuchs mit WBMX und ihren ganzen Mixshows auf. Ich liebte es, wie sie zwei Songs zusammenmixten bis es wie einer klang, insbesondere die alten Disco- und Electrosachen. Ich wusste damals nicht einmal, was ein DJ ist, ich wollte nur Songs zusammenmixen. Ich ging in den Plattenladen und diese Songs waren nur als 12“ erhältlich, ich brauchte einen Plattenspieler und dann einen Mixer um sie zusammen zu bringen. Auf Partys hatte ich dann die Platten und die Turntables und so wurde ich fast automatisch zum DJ. Read the rest of this entry »
Sometimes it seems so strange now that there were times when mellow house music like this was played in clubs and people screamed with joy. Just listen and check back with yourself. Would you freak out to this? I certainly did, quite often. In crowds who felt the same at the same time. There is this subtle elegant swing to records like these. If a DJ puts it right, it can completely transcend the room. But I think it is great music to listen to anyway, independent of the setting you hear it in.
G.M. – L.O.V.E. Ambient Sierra – Land Of Dreams N-Sync Inc. – Mellow Frenzy Shades Of Black – Make U Mine Utopia Project – File #3 Brooklyn Massive – In A Time Sway & King Tech – Follow 4 Now Green Baize – Synthetic Rhythm Classic Man – Mellow EDN – Don’t Make Me Wait Soulboy – Love Or Lust Chicago Syndicate – Move Your Body Pal Joey – Rat Race Celo-Sound – Every Day Every Nite Sound Source – Jazz House Herb Alpert – North On South St. Paradise Inc- Deep Thoughts
Nach ein paar Releases auf dem Netlabel Comfort Stand nun dieses interessante Spacediscogebilde, das sich mit Marimbas und allerlei verqueren Akkordfolgen ins Gehör einhakt. Ein versonnener Melodienexkurs auf trägem Dub-Fundament. Der Remix von Michoacan klaubt sich die Motive etwas hektisch zusammen und führt das Arrangement auf rasseligem Plingplong-Electro aus. Im Resultat tanzfreundlicher, aber auch uncharmanter.
Legowelt unterwegs als Gladio, mit der Mission in Territorien vorzudringen, in die noch keine Legionen vorzudringen wagten. Entsprechend entschlossen dräuen die Basslines und die Roland-Beats stehen in Phalanx. The keeper is Jack, in eine Toga gehüllt, und es gibt fiese Acidbowle in Schläuchen. Ergibt standesgemäß einen Triumphzug und haufenweise neue Sklaven.
Der zweite Streich der Glasgower Mighty Robots hat laut Labelinfo den mittlerweile 43-jährigen Puertoricaner Music Box-Gänger Junior Rafael ausgegraben, dessen Tracks auf dieser EP 1991 aufgenommen wurden und angeblich wegen seiner expliziten Queer Attitude nie veröffentlicht wurden. „I was too gay for Chicago and too Chicago for New York”. Wie dem auch sei, seine Musik ist auf jeden Fall allemal gut genug für jeden, der sich jemals an der Art erfreuen konnte, wie das Acid- und Trackstyle-Erbe von Trax stilistisch bei Dance Mania und später Relief fortgeführt wurde. Schön stoische Imperativmusik, mit der man heutige Tanzflächen noch böse aufmischen kann.
Zürichs Feinster vereint auf „Axis Shift“ souverän Spaceboogie mit Deep House. Klingt zuerst ein bisschen wie ein überfälliges Gipfeltreffen von Balihu und Innervisions, entscheidet sich aber gegen camp oder episch und findet mit milder Gelassenheit zielsicher zu beträchtlichen Hitqualitäten. „El Sueno Lucido“ ist der verhallte Klang vom Strand herüber, wo sich Akustikgitarre und Psychedelia in einer total entspannten Midtemporomanze mit Inselflair in die Arme fallen.
I always liked how in the early 90s there were so many great tunes that were hybrids between House and Techno, but nobody really cared about how to call it, and somtimes you could really not tell. It just fit both. This mix is a good impression of what I mean. A few years later what was actually Tech House was something different.
Fortune & Fame – Is This Your Life Incog-Needle – Can U Feel It 2000 & One – Fokuz Sunday Adams – (Oohh Ohh Ah Ha) I Wanna Feel It! Nemesis – After The Storm Mystique – Passion Exposure – Love Quest Nick Holder – Frantic Intellectual Harmonius Sanction – Save The Whales H&M – Sleepchamber Myoshi Morris – Muzik The Garden Of Eden – Serpent In The Garden Paul Rutherford – Happy Face Travis Nelson – Secret Lives Annette – Dream 17 Infra-Red – Falling From The Light Sound Source – Waterfall The Bass Foundation – Free Travis Nelson – Travis’ Theme
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