Auch wenn das neue Jahr nun schon begonnen hat, vielleicht zunächst ein kurzer Blick zurück auf 2014. Würdest du sagen, es war ein gutes Jahr für elektronische Musik? Falls ja, wer war deiner Meinung nach u.a. mit dafür verantwortlich?
2014 war nicht besser oder schlechter als die Jahre zuvor. Es gab genug gute neue Releases, aber kaum neue Trends. Es kam mir so vor, als würden einige vorherige Entwicklungen langsam auslaufen. Lo-Fi House- und Techno etwa. Da hat die Ästhetik vielleicht etwas zu oft durchschnittliche Musik kaschiert. Es gab auch nicht mehr so viele Retro-80er-90er-House-Platten, was sicherlich auch damit zusammenhing, dass jede Menge alte Klassiker oder Raritäten nochmal veröffentlicht wurden. Manche Nachbauten schnitten da im Vergleich schlechter ab, oder man wollte wohl auch lieber Lücken in der Wantslist schließen, als sich mit neuer Musik zu beschäftigen, die wie alte klang. Ich falle aber nicht gerne in diesen früher war alles besser-Sermon. Ich habe in jungen Jahren auch viel alte Musik gehört, ich wollte auch schon immer wissen, wo was herkommt. Aber das wollte ich selber entdecken, und nicht von Älteren gepredigt bekommen, auch wenn man dann später feststellt, dass viele Einwände durchaus berechtigt sind. Was mir letztes Jahr gut gefallen hat, kann man ja bequem bei meinen Hot Wax-Radiosendungen überprüfen, oder meinen Charts. Sicherlich hat nicht jede Platte darin das Rad neu erfunden, aber es waren für mich genug neue Ideen drin, um es unterstützen zu wollen. Generell war es gefühlt eher ein Techno- als ein House-Jahr, aber für mich war es zuviel Techno, der sich nur auf eine jeweilige Atmosphäre konzentriert, und nicht auf Musikalität. Es gab zudem stilübergreifend irritierend viele Alben. Vielleicht war es ein Übergangsjahr, und 2015 passieren wirklich neue Dinge, oder es werden retrospektiv einfach andere alte Stile aufgearbeitet. Da lasse ich mich aber auch gerne überraschen. Ich wünsche mir aber nach wie vor, dass dieser durch künstliche Verknappung ausgelöste Beschaffungsstress für Käufer und Läden zur Ruhe kommt. Aber jetzt habe ich wirklich langsam das Gefühl, dass das ausgereizt ist und der Markt das von allein regelt. Nicht jede überteuerte Platte mit Poster wurde letztes Jahr zum Sammlerobjekt, und da ist noch viel Luft nach unten.
Gibt es einen Abend aus dem vergangenen Jahr, den du als DJ als besonders gelungen/spannend in Erinnerung hast? Wenn ja: Wo und wann war das und was hat den Auftritt ausgezeichnet?
Da gab es einige. Aber am denkwürdigsten war sicherlich der Auftritt von Dreesvn und mir beim New Forms Festival in Vancouver. Das war schon sehr dicht dran an der perfekten Nacht. Wir hatten uns schon die Tage zuvor sehr willkommen gefühlt, und viele interessante Leute kennengelernt, und dementsprechend haben wir uns dann auch bemüht, alles zurückzugeben was wir konnten. Der Live-Auftritt von Dreesen und Sven war einfach wundervoll und sehr beeindruckend, und ich konnte danach wirklich alles spielen was ich wollte, ohne dass es spürbare Einbrüche auf der Tanzfläche gab. Und bei dem Set hätte das schon durchaus passieren können. Es gab dann zum Abschluss des Festivals auch noch eine inoffizielle Party, bei der ich stundenlang im Wechsel mit DJ Sotofett und DJ Fett Burger aufgelegt habe, aber da ist die Aufnahme nichts geworden, was wirklich sehr schade ist. Ich erinnere mich aber auch sehr gerne an eine kleine Griechenland-Tour zurück, den tatsächlich beeindruckenden Sound von Plastic People, no sleep raver bei Washing Machine, feiern gegen alle Widrigkeiten in Ljubljana, Macro mit geballter Kraft im Stattbad, Arme in die Luft in der Panoramabar, und und und. Ach ja, und ich habe bei einer schönen Nacht in Nürnberg die krawallbereiten Besucher des Deutschpunk-Festivals im gleichen Gebäude für klassischen Garage House begeistern können. Ich hatte gar nichts anderes mitgenommen, und es blieb mir gar nichts anderes übrig, aber es ging nicht nur nicht ins Auge, es blieb kein Auge trocken.
Seit einigen Wochen kann man dich als DJ über die Agentur Option Music buchen. Wie kam es dazu, dass du nun bei einer Agentur bist, wo du das doch vorher jahrelang alles selbst geregelt hast?
Nun, ich bin vor vier Jahren Vater geworden, und gleichzeitig nahmen Anfragen für Gigs wie auch der Zeitaufwand meiner diversen anderen Verpflichtungen und Tätigkeiten stetig zu. Nach fast 30 Jahren war ich dann irgendwann so ausgelaugt von der ganzen Logistik, dass ich bereit war, alles in professionellere Hände zu geben. Bei Option Music mag ich sowohl die Art, wie das Booking gehandhabt wird, als auch die anderen Artists, und zwar allesamt. Ich musste die ganzen langjährigen Verbindungen nicht aufgeben, und es kommen neue hinzu. Ich habe mehr Zeit für die Familie, und die Agentur ist auch sehr familiär. Win-Win.
Seit einiger Zeit bist du Teil des Hard Wax-Teams und bist u.a. mit für den Einkauf und somit auch für die berühmten Hard-Wax-Einzeiler verantwortlich. Hast du schonmal das Prädikat “Killer” vergeben und wie leicht oder schwer fallen dir diese Kurzbeschreibungen?
Ja, das Prädikat habe ich schon öfter vergeben, aber eigentlich gehen wir damit bewusst sparsam um. Es wird in der Regel nur für Releases benutzt, die das Zeug dazu haben, irgendwann später vielleicht in der Kategorie Essentials zu landen. Musik, die aus dem Gesamtgeschehen heraussticht. Wir hatten die Webseite ja schon von den Tips bereinigt, nachdem das irgendwann in jeder zweiten Vertriebs- oder sonstigen Promoankündigung zu lesen war, und auch sonst stapeln wir lieber tief als hoch. Wir vertrauen da ganz auf das Urteilsvermögen unserer Kunden, und wollen es nicht beeinflussen. Unser Programm ist sorgfältig vorgefiltert, und somit ist es eigentlich nicht nötig mit Hype-Mechanismen abzulenken, die in so vielen Bereichen des Musikgeschehens sich nur noch gegenseitig entkräften. Als langjähriger Musikjournalist musste ich mich zuerst daran gewöhnen, Musik nicht wertend zu beschreiben, mit nicht mehr Worten als unbedingt notwendig, aber gleichzeitig habe ich den Stil der Beschreibungen wohl auch ein bisschen mitgeprägt. Aber bei Hard Wax steht die Musik im Vordergrund, kurzum.
Viele kennen dich auch als Journalist für Magazine wie De:Bug, Groove oder auch Resident Advisor. Durch deine Familie, den Job bei Hard Wax und das Auflegen bist du zeitlich wahrscheinlich sehr eingespannt – wie wählst du heute aus, über was du schreibst? Sind das nur noch Liebhaber-Themen für dich? Und merkst du eventuell ähnlich wie Gerd Janson, der seit einigen Monaten fast überhaupt nichts mehr schreibt oder Interviews führt. Ermüdungserscheinungen hinsichtlich des Schreibens über Musikthemen?
Ich gebe zu, dass mich mit der Zeit Rezensionen ermüdet haben. Ich denke bei Gerd war das vielleicht auch so. Man hat diesen Wust an Releases, und je länger man sich als Journalist damit befasst, desto schwieriger wird es, dafür frische Worte zu finden. Im Laufe der Zeit wiederholt sich einfach vieles bei der Musik, die man beschreiben soll, und als guter Journalist sollte man schon den Anspruch haben, in Texten Wiederholungen zu vermeiden. Wenn da zu sehr die Routine greift, lesen sich die Platten vielleicht routinierter als sie klingen. Gleichzeitig hat mich aber auch der Mangel an Diskurs frustriert, der heutzutage im Musikjournalismus vorherrscht. Alles ist zu sehr miteinander vernetzt und voneinander abhängig, und im Begriff Soziale Medien sind die Medien nicht ohne Grund enthalten. In allen Bereichen der Musikbranche ist man ob der fallenden Ertragsmöglichkeiten dünnhäutig geworden, gleichzeitig sind die Medien mehr als zuvor auf den Anzeigenmarkt angewiesen, um überhaupt überleben zu können. Und das ist keine gute Grundlage für eine Kritik, von der neue Impulse ausgehen können. Ich habe da auch einige heftige virtuelle Stürme hinter mir, für sorgfältig recherchierte, sachliche und objektive Artikel, die unter anderen Umständen vielleicht eine Debatte angestoßen hätten, von der alle was haben. Mit dieser Art mit Meinungen umzugehen hatte ich schon Probleme, als ich nur DJ, Journalist und Labelbetreiber war. Seitdem ich vor Jahren Teil von Hard Wax geworden bin, ist es noch wesentlich schwieriger geworden. Die Objektivität, die vorher von anderer Seite zuweilen in Frage gestellt wurde, ist jetzt nicht einmal mehr das Haupt-Kriterium. Ich sehe mich in der Funktion als Einkäufer zu einem hohen Maß an Neutralität verpflichtet, was diverse Themen für mich als Journalist von vornherein unmöglich macht. Nicht in erster Linie als Selbstschutz, sondern vor allem um den Laden zu schützen, und das, was ich dort tue. Es ist aber nicht so, dass ich nicht mehr schreiben kann was ich will, und dann lieber gar nichts mehr schreibe. Ich schreibe nur eher über Themen, mit geringerem Potential, negative Auswirkungen auf meine Tätigkeiten zu haben. Und das sind dann schon eher Liebhaber-Themen, Interviews mit Legenden, zeitspezifische bzw. historische Aspekte und schlichtweg Musik, über die ich von einer Fan-Perspektive aus schreiben kann. Es kommt aber auch noch erschwerend hinzu, dass beim gegenwärtigen Musikjournalismus Zeitaufwand und Honorarerträge nur noch in einer akzeptablen Relation stehen, wenn man wirklich viel schreibt. Und dafür fehlt mir einfach die Zeit. Demzufolge schreibe ich weniger, als ich eigentlich gerne würde. Aber es ist mir nach wie vor wichtig, und ich würde es nicht komplett aufgeben wollen.
Seit 2007 betreibst du gemeinsam mit Stefan Goldmann das Label Macro. Was wird uns da in diesem Jahr bzw. den kommenden Monaten erwarten?
Traditionell haben wir zum Ende des vorangegangen Jahres noch nicht allzu viele Pläne für das nächste Jahr. Bei Macro regiert der Freiraum, in jederlei Hinsicht. Stefan ist für einige Zeit mit sehr interessanten Projekten ausgelastet, hat aber auch neue Geräte ausfindig gemacht und mir gegenüber bereits angekündigt, sich dieses Jahr stilistisch umfassend häuten zu können. Und so wie ich ihn kenne, macht er das dann auch. Es wird wohl einen Soundclash unserer beiden Live-Institutionen KiNK und Elektro Guzzi geben, ich rechne in freudiger Erwartung mit neuem Material älter und neuerer Macro-Künstler, und wenn es zu uns passt, sind uns natürlich auch ganz neue Produzenten willkommen. Der Rest wird sich vermutlich wie gehabt aus spontanen Eingebungen ergeben, die wir dann gewohnt akribisch in die Tat umsetzen. Im Prinzip gehen wir auch schon seit 2007 davon aus, dass wir mal problemlos eine Auszeit nehmen könnten, aber irgendwie kam bis jetzt immer eine ganze Menge dazwischen.
Deine Hot Wax Shows auf BCR sind sowohl in ihrer Länge als auch stilistisch teils sehr unterschiedlich und spiegeln damit eben dich als vielseitigen Host und DJ wider. Welchen Themen und Genres willst du dich unbedingt noch in einer deiner Sendungen widmen, bist aber bisher noch nicht dazu gekommen?
Ich habe eine langjährig gewachsene, stilistisch sehr vielfältige Plattensammlung. Gerade wenn man eine regelmäßige Radiosendung macht, sollte man das auch nutzen. Die angesprochene Vielseitigkeit zeichnet mich wohl als DJ aus, aber ich will das auch nicht überstrapazieren. Der Großteil der Hot Wax-Sendungen besteht schon aus Platten, die ich aus dem Laden mitnehme. Ich lasse dann ein paar Wochen verstreichen und mache eine Art Kassensturz, und wähle dann die für mich interessantesten Releases aus, teils im Club erprobt, teils auch nur zuhause. Mir geht es bei den Sendungen oder auch anderen Podcasts nicht darum, meine Aktivitäten im Club zu simulieren, auch wenn ich Clubgigs gerne mal thematisch angehe. Wenn ich irgendwo auflege, fände ich es aber weder für mich noch für andere reizvoll, Sequenzen aus irgendwelchen meiner Sendungen zu wiederholen. Radio hat mich lange Jahre begleitet, und das Format bedeutet mir sehr viel. Was da aber musikalischen Spezial-Themen im Verlauf des Jahres geschehen wird, möchte ich noch nicht verraten, ich mag Überraschungen. Ende Januar wird es aber noch mal eine Sendung mit aktuelleren Platten geben, und dann möchte ich gerne mit einer irregulären Serie anfangen, die sich mit Edits befasst, die in den 80ern auf Remix Services erschienen sind, etwa Disconet, Hot Tracks, Razormaid und anderen obskuren Labels. Ich sammle solche Platten schon seit etlichen Jahren, und finde es sehr faszinierend, was damals mit Tape und Schere mit bekannten Clubhits angestellt wurde. Und es wird einen sehr persönlichen Podcast für Modyfier geben. Ansonsten habe ich eigentlich immer Ideen, wenn ich in den Regalen umhersuche. Und ich habe keinerlei Hemmungen, die dann auch in die Tat umzusetzen. Ich bin sehr dankbar, dass das so viele Leute hören wollen, und hoffe, dass das noch lange so bleibt.
Vielen Dank für deinen Mix! Per Facebook-PN hast du ihn ja schon als “Deutschland in deep, die klassische Variante” angekündigt und daraus wurden dann gleich über drei Stunden. Wie kamst du auf die Idee dazu, wie hast du deine Auswahl getroffen und wie und wo den Mix dann letztendlich aufgenommen?
Das sind meine persönlichen Favoriten zum Thema Deepness in Deutschland, vornehmlich House. Platten, die ich über Jahre regelmäßig gespielt habe, und auch auch immer noch spiele. Von einigen Produzenten hätte man natürlich auch mehrere Tracks nehmen können, aber es ging mir eher um einen breiten Überblick. Es hat eine Weile gedauert bis sich deutsche Produktionen von Ende der 80er an von den US-Vorbildern emanzipiert haben, aber dann ist wirklich viel Eigenständiges passiert, sei es in den Großstädten, oder in der Provinz. Dass es sich hierbei überhaupt um eine Auswahl nationaler Veröffentlichungen handelt, ist vollkommen unpatriotisch. Ich vergleiche einfach gern. Die Charakterisierung der einzelnen lokalen Szenen zu den Platten muss aber an anderer Stelle stattfinden, da gehören mehr interessante Zusammenhänge hinzu, als ich hier anreißen kann. Viele der vertretenen Künstler sind auch heute noch aktiv, aber dieser Mix soll beleuchten, wie das in früheren Jahren klang, und wie gut das gealtert ist, bis hin zu etwas aktuelleren Releases. Für mich sind das alles Klassiker, und wichtige Platten. Die Abfolge der Tracks hat sich beim nächtlichen Raussuchen ergeben, und dann ist der Mix in einem Rutsch am verregneten Tag darauf entstanden, mit zwei MKs und einem erstaunlich unverwüstlichen Ecler-SmacFirst-Mixer. Das Setup benutze ich seit 1995, für alles.
Wo kann man dich demnächst mal wieder auflegen hören?
Ich bin gerade aus dem wohlverdienten Urlaub zurück, und meine Bookerin auch. Wir müssen uns erstmal sortieren. Aber wir sind dran. Have headphones, will travel.
Martin Rev – Sparks Surgeon – Floorshow Part I A Ghetto Trax – Back 2 Da Beat DB-X – Electric Shock Blake Baxter – IR 020 B2 Random Noise Generation – Hysteria T++ – Space Break Midnight Caller – Callers’ Theme Futurhythm – Want Your Body Millsart – Inner Life (5 To 9) Millsart – Inner-Self Jeff Mills – Zenith Rebel Alliance – A1 LFO – Tied Up Container – Acclimator Ancient Methods – Kings & Pawns DJ Stingray 313 – Remote Viewing Cybersonik – Technarchy Mental Mayhem – Joey’s Riot Norman – Greenroom Robert Hood – A.M. Track Robert Hood – Alpha Suburban Knight – The Art Of Stalking Medusa Edits 1 – The Walk Nitzer Ebb – Join In The Chant Skatebård – Metal Chix Brian Harden – Play Time L’estasi Dell’oro – It Is Nothing What Nothing Is Marchant Etrian – Crystal Cars Suburban Knight – The Warning Philus -Kuvio 3 Aleksi Perälä – UK74R1405036 Sleeparchive – Null Sekunden Heatsick – Time Smudge Omar-S – Blade Runner Surgeon – Floorshow Part II B2 Surgeon – Atol H&M – Sleepchamber Missing Channel – Deadly Spell Octave One – Eniac DJ Bone – Struggle 2 Nina Anderson – Everyday Is Like Sunday Dark Comedy – Without A Sound Aaron-Carl – Tears Maurizio – Eleye
Over the 80s and 90s I spent a lot of time per week digging through a tiny store called Plattenkiste in my hometown of Kiel, up North in Germany. The store was rammed with stacks of records, filthy paperbacks, VHS tapes and video games. It was all completely unsorted, and whenever they did their regular flea market stints, they just rearranged it all back randomly and you had to start all over again. The store was operated by a family business, a couple and their daughter, and neither of whom had even a vague interest in what they were selling, nor any knowledge. The only music playing was an oldie radio station, constantly. They bought record collections from local DJs, Danish libraries and any private person in need of money. Every record in the store then cost 2 Deutschmarks, regardless of format, and later 2 Euros. It was a total goldmine, where I found a good deal of my record collection, and even if it now has dried up compared to its former glory days, I still find bargains there whenever I go back to visit family and old friends.
One of the finds with the most impact on me has to be “Ruff Disco Volume One” by Nature Boy, which was released on NYC based Black Label in 1992, and which I discovered in the store a year later, probably left there by some local DJ in search of some funky House tunes for the rather commercial clubs of the town. Given that purpose, this particular record was really bound to fail. Apart from myself I never hear it played in clubs for years to come. Disco actually was the theme throughout, and its samples mainly shared the same heritage used in the freestyle based releases of early 90’s New York House labels. But that was it completely in terms of similarities. These tracks deconstructed Disco thoroughly, down to a primitive core that was just incredibly rugged and dark. It kicked determinedly, but all the glitz of its sample references were twisted to a muffled mess, and you were rather thrown out into the back alley through the back door than swayed through the velvet rope on the other side of the building. The record was and is totally visionary, and it preceded what the mid 90’s Chicago trackstyle or Detroit House producers would make of Disco, albeit arguably not this radical and daring.
This was pre-internet, so it took me some more years to find out the producer behind it was DJ Milo from Bristol’s legendary Wild Bunch sound system, and then I loved it even more. You could snatch up copies of it for little money for a really long time, but last I checked that changed dramatically, and these few words probably won’t help. Then again, it might help to get it reissued. Else, dig and you shall find.
Xon – Midnight Express Cyclone – A Place Called Bliss Sweet Exorcist – Testone The Step – Yeah You (Robert’s Dub 2) Sweet Exorcist – Trick Jack Cabaret Voltaire – What Is Real (Virtual Reality Mix) The Wolfgang Press – Time Paris Gray – Don’t Lead Me (Nexus 21 Mix) Altern 8 – Objective C & M Connection – Another Night (Techno Dreams) Ability II – Pressure Dub Ital Rockers – Ital’s Anthem (Trebledown-Bassup Mix) Unique 3 – Pattern 12 Unique 3 – Beats And Bass Mix Nightmares On Wax – Aftermath (LFO Remix) LFO – Squeaky Uncle 22 – Pain Baby Ford – Blow Back Tuff Little Unit – Join The Future Cabaret Voltaire – Easy Life (Jive turkey Mix) Unique 3 – The Theme (Original Chill Mix) Rhythmatic – Take Me Back (Bass – Head Mix) Juno – Soul Thunder (Drillers Mix) Fantasy U.F.O. – Fantasy (Strictly Underground Mix) Salt Tank – Charged Up (Instrumental) Synchro-Bass – Mystic Voyage Midi Rain – The Crack Train (Vocal) Logarhythm – The Jungle (N.O.W. Mix) Unique 3 – Weight For The Bass (Digi House Mix) Baby D – Day Dreaming LTJ Bukem – Delitefol DJ Mink – Hey! Hey! Can U Relate (Deep Space Mix) Unique 3 – Activity (Mix 1) Zero B – Spinning Top 4 Hero – No Sleep Raver (The G And D Mix)
There are not many DJs who can look back on such a long and successful career as the 54 year old New Yorker Danny Tenaglia. Towards the end of last year he confirmed his extraordinary status once again during a rare visit to Germany where he played at Berlin’s Panorama Bar and Berghain on the same weekend. His enduring popularity can certainly be attributed to his often several hours long sets which still are packed with the most relevant new records of the current day. After all these years, Tenaglia still has his eyes on the future instead of the past. For this interview, though, he made an exception and looks back to the beginnings of his career.
Apparently you got hooked on dance music at a very young age. What led you into it? Were you coming from a musical household, or did you learn by yourself, by listening to the radio for example?
Growing up in the 1960s and 70s, we (mom, dad and four brothers) had always been around all kinds of music especially during big family gatherings, which were quite often. It was mostly my mom’s side as she was one of nine children. My dad only had one sister and his side was very reserved. All of my mom’s siblings were married and they all had children except for one aunt. This brought me 20 cousins, ten boys and ten girls, and when we all gathered together it was like an army! (laughs) We also had many second relatives and we were all born and raised in Williamsburg, Brooklyn, which is extremely popular these days since it is very close to Manhattan. Back then, Williamsburg was like a big version of Little Italy. When I visit Naples, Italy, it always reminds me so much of my childhood since Naples still looks exactly the same as it did 50 years ago. I can relate so well to the people there and on the island of Ischia as well.
I truly consider that this all started for me when I was only just a tiny fetus inside of what I call: “The Boom Womb Room!“ I guess I was always paying attention to beats, rhythms and melodies long before I knew what they even were. There was always music in my childhood. My mom’s younger sister Nancy was unable to have children of her own. However, she wound up becoming the most influential person in our entire family and had a wonderfully gifted voice. She always had music on. She bought records very often as there was coincidentally a record store right on our block. She even taught herself how to play piano and guitar by ear and this was initially how I learned to play as well.
Our family often had good reason to celebrate events like birthdays, weddings, anniversaries, family picnics, local catholic church festivals from the schools we all attended. I grew up listening to a lot of typical music that elderly Italian people would listen and dance to. Besides the obvious traditional music for dancing like the Tarantellas and the big band Benny Goodman swing music, there was plenty of the 50’s Doo Wop music as that’s what was big for them during this era. So I had no choice but too hear it all. Frank Sinatra, Barbra Streisand, The Beatles, Bossanovas and lots of soul music as well, Motown records particularly. Sometimes I think maybe my family were the ones to have invented karaoke? (laughs) There were many relatives who would love to take turns and sing their hearts out. And to end this deep question, it was most definitely my very dear aunt and godmother Nancy who taught me (and many of us) how to fully appreciate God’s gift of music, how to “feel it deep down in your soul“ and how by the changing of one simple chord that could be played with „great emotion“, it could bring upon unexplainable goose-bumps and quite often – even tears!
Were you aware that the music of those years was extraordinarily important, or was it just what was around then?
I definitely knew in my soul that it was meaningful. But I don’t think I realized how important it all was for me until I passed the age of ten and was realizing what type of music I was loving the most and only wanted to hear music I liked, as I was becoming sick and tired of the Frank Sinatra music and I was not a big fan of ballads and slow music until I eventually got heavily into soul music. I knew that I had possessed an incredibly deep passion for music since birth as relatives and friends would always make it obvious to my parents by saying things like: „One way or another this kid is going to be in the music business when he grows up“, because it basically was the only thing I displayed interest in. I had all kinds of little instruments and child record players, even reel to reel tape machines for kids. However, it did not truly hit me until I was about eleven or twelve when I was quickly finished with some music lessons because I was very young and did not like the discipline and how strict they were with me. They first took me for piano and then guitar lessons. I even attempted saxophone in seventh grade.
I had a great ear for music and which melodies worked together and which ones did not. Unfortunately, I did not posses „the gift“ of mastering an instrument, but I guess that ultimately it was a DJ mixer that became my main instrument of choice that I am stilling playing with today nearly 40 years later.
When you were still a kid, you got to know the prolific DJ Paul Casella, who played a part in turning you onto the profession. Can you tell how that shaped your decision to pursue a career in DJing?
Well, this is where I had then realized instantly at the mere age of twelve years old upon hearing an eight-track tape mixed continuously by Paul that I was somewhat mesmerized by because when I expected a song would end, then another would blend in. Sometimes harmonically on key and sometimes so perfectly that I kept asking my cousin who made this tape and how did he do this and how did he do that? Long story short, I called the telephone number on the 8-Track tape and Paul Casella happened to be nearby and came to our families grocery store and he brought us more 8-Track tapes. He wanted to meet me as he was amazed some little “little kid” was so impressed with him and the art of DJ-ing. I guess it was right around then in 1973 that I never showed much interest in anything else, including sports. I was not interested in any subjects in school, I was only interested in music, becoming a DJ, getting professional DJ equipment and getting gigs in big nightclubs and eventually this obviously led to my second career by nature which was producing music of my own, collecting synths, drum machines and various studio gear.
As you loved the music and heard about what was going down in the seminal clubs of that era, I guess you could not wait until you were old enough to go there yourself. Was it like you had imagined it to be? What kind of clubs could you already go to?
I was barely a teenager, so nightclubs were still a long way for me. But I can recall the anxiety and being extremely envious of my two older brothers, because they would go out often. But their interest was mainly to drink with their friends, meet girls and do what most guys from Brooklyn were doing in 1975. It wasn’t much different than what you can see in the movie Saturday Night Fever, including the fighting! However, when I was about 16 or 17 my older brothers would sometimes sneak me in to a few places which I will remember forever, and then they and other mature relatives and friends would basically chaperone me when I got my first job in a corner bar called The Miami Lounge in Williamsburg, Brooklyn. It was just a few blocks away from our house and the nights were starting at 9 pm, but my parents wanted me home by 1 am. The lounge is still there and it’s walking distance from the new and already famous club Output. The lounge looks exactly the same as it did in the 1970s but it’s now also a restaurant as well. I’m not sure of it’s current name, though.
You then had the privilege to witness some of the most celebrated clubs and DJs in New York like the Loft and the Paradise Garage and numerous others. Are the first impressions of those nights still vivid? Was it every bit as outstanding as it is described up to this day?
Yes, yes and yes! The Paradise Garage, The Loft, Inferno, Better Days, Starship Discovery 1, The Saint, Crisco Disco and many, many more that had come but now are sadly all gone! It’s a shame we don’t have much footage or even great photos of so many of these nostalgic parties and venues. There were so many options back then from all the way in Downtown Manhattan up to 57th Street and from East to West, seven nights a week. We had big venues, small venues, raw underground parties with no decor at all and obvious mega places like Studio 54 and Xenon. Then as the 80s came around we saw lots of changes with all kinds of theme parties at places like The Limelight, Area, Roxy and others. Read the rest of this entry »
This show was a live recording in Ljubljana. A very interesting weekend. I spent time visiting the Radio Student archives and the city itself. The gig was quite wild. Very punky location. Crowd were rebels. I like rebels.
Flava D – Hold On VIP Alex Coulton – Break Pressure Joy Orbison & Boddika – In Here Four Tet + Terror Danjah – Killer Animal Youth – Sixty Four Zero KiNK – Sintezator Hissman – Nobody’s Talking Sneaky Traxx II – Bangin It Chicago Trackwerk Vol. 3 – Be Quiet DJ Disciple – Fixation Da Rebels – House Nation Under A Groove Gino Soccio – Dancer C.A.T.S. – Dancer Robert Hood – Dancer Pev & Asusu – Surge (MMM Remix) Dario Zenker – Cookin Bookin FunkinEven & Delroy Edwards – X Dungeon Acid – Astro Todd Osborn – What Is Love Asusu – Velez (A Made Up Sound Remix 1) Hodge – Renegades Pev & Kowton – Raw Code (Surgeon Remix) DJ Qu – Undescribed (Believer) Dan Trevitt – Squelch Vereker – Slain Crash Course In Science – Flying Turns Vellico – The Peace Signal Vernon Felicity – Static Character
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