Keith Hudson – Troubles The Royals – If You Want Good Version Jackie Mittoo – Ayatollah Keith Hudson – Dreadful Words Dub Mikey Brooks – Money Dub Keith Hudson – Ire Ire Ijahman Levi – I Am Levi Part 2 The Revolutionaries – Partial Dubwise I Roy – Sky Juice & Festival Dumpling The Upsetters – One Step Dub Lloyd McTaggart – You’re Back Prince Far I – Frontline Speech Bunny Lee & The Aggrovators – Golden Rule Dub Keith Hudson – My Eyes Are Red Dub The Revolutionaries – Afraid Of Dub Plate Mix Johnny Osbourne – Never Stop Fighting Leroy Sibbles – This World Paul Whiteman – I Don’t Want To Lose You Creole Org – Beware Of Your Enemies Side B Rising Fire – Free Blackman Intimidator – Musically Allan Kingpin – Stand Up For A Right I Roy – Semi Classical Natty Dread Barrington Levy – Many Changes Junior Delahaye – Movie Show The Overnight Players – Shaka The Great The Aggrovators – Must Go Home Dub Errol Dunkley – Repatriation Barrington Levy – Crucifixion Side B Johnny Clarke – Age Is Growing Cultural Roots – Bossman Dub Plate Mix Midnight Riders – Me A No Gunman The Revolutionaries – Dub Slice Roots Radics – Jacqueline Dub Carlton Livingstone – Itch It Up Operator Chantells – Natty Supper Dub Mix Carlton Livingston – Tale Of Two Cities Lloyd Parks – Mafia Bunny Lee – Bondolo Version The Connection – Natural Version Bunny Lee & The Aggrovators – Forgive Me Dub King Tubby – In Fine Style Barry Brown – Physical Fitness Rod Taylor – Lonely Girl Joy Card – Boy I Love You Johnny Osbourne – In Your Eyes Barry Brown – Them Ha Fi Get A Beatin Roots Radics Band – Radical Style Pittision & Glenmore – Save Our Dub Barry Brown – Give Another Israel A Try John Holt – Police In Helicopter Johnny Osbourne – Cool Down Rude Boy Clarence Parks –Things A Come Up To Bump Don Carlos – Dub Me Nice Cornel Campbell – Bandulo The Aggrovators – Late Night Dubplate
Auf der ganzen Welt sind unzählige Clubs gekommen und gegangen. Es gibt aber nur wenige, die gehen und trotzdem bleiben. Hamburg hatte so einen Club. Und was für einen. Die unleugbaren musikalischen Impulse (von Disco ausgehend alles was auch heute noch zählt), die dafür zuständigen fantastischen DJs (und zwar alle, plus illustre Gäste), das unfassbare Publikum (alle alle alle sind gemeint), der ganze wöchentliche Wahnsinn (an mehreren Tagen der Woche), das ganze mythische Gesamtkunstwerk (jede Devotionalie ist ein Zeugnis ablegendes Artefakt geblieben).
Im Keller des Club im Heidenkampsweg 32, nähe Berliner Tor, sind mehr Erinnerungen geprägt worden als in anderen Clubs anderswo im Land, und anderswo sonst. Wahrhaftige Erinnerungen, gestützt von Worten und Taten derer, die dabei waren, und alles was erlebt wurde gerade deswegen weiterbestimmen, weil sie selber so davon so nachhaltig bestimmt worden sind. Wodurch eine Geschichte geschrieben wurde und wird, die wichtig ist, wegweisend, schillernd, imposant, neiderregend auch, und auch einschüchternd.
Die Erinnerungen sind tatsächlich immer noch so detailliert und unmittelbar da, als wäre in all den Jahren seit der Schließung dieses Clubs 1997 gar nichts weiter passiert. Natürlich ist eine ganze Menge passiert, aber nicht genug, um diese Party in den Köpfen der Augenzeugen von einst mit einer anderen Party zu ersetzen. Und viele dieser Augenzeugen haben danach nachweislich alle möglichen anderen Clubs ausprobiert. Aber dieser eine Club, der ist immer noch die erste Wahl, auch wenn er sich realistisch gesehen gar nicht mehr wählen lässt.
Je länger diese Erinnerungen zurückliegen, desto sentimentaler werden sie, und unsachlicher. Und sie werden immer unwirklicher für diejenigen, die den Club nur aus Erinnerungen anderer kennen. Daraus kann eine besserwisserische Haltung auf der einen, und eine ablehnende Haltung auf der anderen Seite entstehen. Das wäre aber niemals im Sinne des Clubs gewesen. Und darum gehört diese Legende auf den Prüfstand. Und zwar im vollem Umfang, und zwar möglichst bald.
Das aber ist nicht so einfach. Das Publikum von einst ist in alle Winde zerstreut, und auch wenn es nur diese Ankündigung braucht um sie wieder zu sammeln… Die Räume des Clubs, sie sind in der Zwischenzeit anders, zu anders. Es darf nicht versucht werden, das Spektakel dort zu rekonstruieren, weil es nichts mehr zu rekonstruieren gibt. Alles wurde mitgenommen, aufbewahrt, oder auch entsorgt. Oder schlimmer: umgebaut, entfremdet, entweiht.
Gleichwohl ist der Club noch so präsent, dass er durchaus wieder aufleben kann. Es müssen nur die dabei sein, die damals dabei gewesen sind, und zwar möglichst viele, und möglichst viele, die endlich dabei sein wollen. Und sie müssen die Legende gemeinsam prüfen.
Fast das komplette Personal von einst tut alles, damit das geschehen kann. Die DJs, Tür, Garderobe, Bar. Und: eine beachtliche Menge der Platten von damals warten ebenfalls auf ihren Einsatz. Nur die, die den Club 1983 gründeten, sind nicht mehr da. Weil sie nicht mehr leben. Sie können es nicht mehr erleben, was jetzt passiert. Was sehr sehr traurig ist, aber auch erklärt, warum sich alle Beteiligten so verdammt viel Mühe geben, dass diese einmalige Auferstehung des Clubs dreißig Jahre nach der Eröffnung sich des Anlasses würdig erweist, und hoffentlich darüber hinaus.
Und können wir jetzt endlich mal einen Namen hören?
Der Name ist Danger!, wie die Schilder die dann aufflackerten, wenn die Ekstase am größten war.
Justus Köhncke – Shelter Phatt Pussycat – Hold It Down Home & Garden – Sexuality Louie Austen – Hoping Girls On Top – I Wanna Dance With Numbers Metro Area – Miura DJ Spinna – Deep Rooted (Original Dub) Roy Davis Jr. Feat. Peven Everett – Watch Them Come Rob Mello – Scared Of Losing U C++ – Angie’s Fucked Green Velvet – La La Land UR – Hardlife Oneiro – Shhh! Sticky Feat. Ms Dynamite – Booo! Air Frog – Bon Voyage (Swag Handsome Prince Mix) Derrick L. Carter – Legacy DJ Dozia Featuring Susanna Claro – Drum Attack -2,1 Black Masses – My Heavenly Stars System 360 – Super Tuesday Moodymann – JAN Twenty Twelve – The Cool Rebellion Johnny Dangerous – Kill For A Day Tiefschwarz – Never Underground Resistance – Timeline Hot Lizard – The Theme (Love From San Francisco Mix) Blaze Production Presents James Toney Jr. Project – Lovely Ones Jori Hulkkonen – Let Me Luv U Metro Area – Caught Up Norma Jean Bell – Dreams Moodymann – Wednesday Night People
Luomo – Tessio Pépé Bradock – Life Photek – Mine To Give The Parallax Corporation – Anti Social Tendencies Recloose – Can’t Take It (Carl Craig Remix) Moodymann – Analog:Live Foremost Poets – Moon Raker (Phase II) Seal – The Latest Craze DJ Deep & Jovonn – Back In The Dark Blaze – Funky People The Closer – Sound Is The Device Stan Francisco – Lover 2 Lover Deep Sensation – Can’t Give You Up Victor Simonelli – Ease Into The Dance Daft Punk – One More Time Derrick L. Carter – 10 Jasper Street Company – Music Rhythm Section Featuring Donald O – Do You Know D.J Spen – Tedd’s Beat Goes On DJ Romain & Matt Keys – Jesse’s Speech Johnny D & Nicky P – Like Morning Agent X – In The Morning Kerri Chandler – I Found You Cooly’s Hot Box – What A Surprise Deep Theory Featuring Haley – Do It Mutiny UK – Bliss LoSoul – Sunbeams And The Rain Nick Holder – Show Me Love Scuba – Heavenly Saint Etienne – How We Used To Live
Es muss Terre Thaemlitz schon sehr irritiert haben, welche übergreifende Zustimmung vor drei Jahren dem als DJ Sprinkles veröffentlichten Album „Midtown 120 Blues“ entgegenschlug. Es war bei weitem nicht das erste Mal, dass in seinem/ihrem Schaffen beeindruckende House-Tracks erschienen, die durch und durch mit Subtexten aus dem von ihr/ihm seit den frühen 90er Jahren entschlossen verfolgten Themenspektrum versetzt waren. In der Wahrnehmung seiner/ihrer Arbeit war es inhaltlich ein weiterer Aspekt, musikalisch eine weitere Bestätigung. Aber House hatte zu dieser Zeit vielleicht noch weniger über den Tanzflächenrand hinweg zu sagen als zuvor, und klang auch über weite Strecken ziemlich ausgelaugt, sodass hier für viele plötzlich auf mehreren Ebenen die Ausnahme erschien, die die Regeln in Frage stellt. Nur haben sich die Regeln durch diese Episode keineswegs geändert, und Thaemlitz lag wohl nichts ferner, als sich als der ulkige Querulant mit den feinen Tunes mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Ganz im Gegenteil, als sich die Aufmerksamkeit auf ihre/seine Clubkultur-Interessen richtete, sowieso nur ein Ausschnitt ihrer/seiner Musik, war „Soulnessless“ schon längst in Arbeit. Und dieses nun endlich fertiggestellte Unterfangen geht weit über die Mühen hinaus, die er/sie sich ohnehin schon seit Jahren macht. Schon das „Dead Stock Archive“ von 2009, eine im Eigenvertrieb erhältliche Compilation sämtlicher ihrer/seiner musikalischen Aktivitäten auf 2 DVDs, war eine deutliche Absage an die digitalen Musikplattformen, mit deren Gesetzmäßigkeiten und Rechtsverletzungen sich Thaemlitz seit einiger Zeit herumplagen musste. „Soulnessless“ bündelt nun diese Kritik in einem gewaltigen künstlerischen Komplex. Das Album erscheint in Form einer MicroSD-Karte samt kleinem Booklet. Auf der musikalischen Ebene gibt es fünf elektroakustische, mit unzähligen Tondokumenten verwobene Cantos plus Bonusmaterial, in deren Zentrum ein knapp über dreißigstündiges Pianosolo steht. Ergänzend dazu aufwendig gestaltete Videoclips und Texte in 10 Sprachen. Die inhaltliche Ebene fasst Thaemlitz auf seiner/ihrer Webseite aufs Kürzeste als den Versuch einer Dekonstruktion von „Soul Music“ aus einer non-spirituellen und anti-religiösen Perspektive zusammen, der er sich über die prekären Zusammenstöße von „gender, electronic audio production and spirituality“ annähert. Und beide Ebenen greifen beim Hören, Lesen und Sehen derart intensiv ineinander, dass man angesichts dieser immensen Fülle von Eindrücken fast kapitulieren muss, aber nie will. Konzeptuelle Arbeiten anderer Künstler erscheinen im Vergleich unweigerlich fast lächerlich, was weniger mit der Superlativ-Quantität dieses Materials zu tun hat, sondern mit der Akribie und Konsequenz, mit der ein Superlativ-Erlebnis erreicht wird. Und der Dancefloor? Dem wird das Ungetüm in zwei begleitenden Vinyl-EPs samt House-Remixes untergejubelt. Und wie macht man nach so etwas weiter? Ich mache mir nicht die geringsten Sorgen.
Romanthony – Hold On DJ Spinna – Ladbroke Groove Metro Area – Atmosphrique Tiny Trendies – The Sky Is Not Crying Freaks – 2 Please U Gemini – We Are The Future Andrés – Reality Armand Van Helden Feat. Roland Clark – Flowerz Nick Holder – Summer Daze Derrick L. Carter – Dreaming Again Isolée – Beau Mot Plage Dino + Terry – Moon Dub Sound Stream – Good Soul Norma Jean Bell – Friday Nite Ghost – Bodyguard Eddie “Flashin” Fowlkes – Oh Lord Blumfeld – Status Quo Vadis LoSoul – Brother In Love Octave One – Burujha Nick Holder – Fill Your Dreams Moodymann – Shades Of Jae Terry Callier – I Don’t Want To See Myself (Without You) Masters At Work Feat. India – To Be In Love Kimara Lovelace – When Can Our Love Begin Rick Wade – Show-U-Love Mutabaruka – Dis Poem ’99 Pépé Bradock & The Grand Brûlé’s Choir – Deep Burnt Kerri Chandler – Digital Love Affair Herbert Meets Them Rednail Kidz – I Think Of You Jamico Feat. Jackie Cohen – This Luv Is Real
Recent Comments