Master C&J Featuring Liz Torres – Can’t Get Enough: The Classics And More (Trax)

Posted: December 7th, 2005 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Master C&J, alias Carl Bias und Jesse Jones, haben den Test der Zeit oft besser überstanden als ihre Weggefährten der Chicago-House-Frühphase, weil sie sich bereits rechtzeitig nicht vollends auf Jack-Parolen, Handclap-Orgien und Cheapo-Synthies geworfen haben. Ihnen gelang regelmäßig etwa genau die goldene Mitte zwischen Kenny Jammin Jason und Larry Heard, also ein früher, dunkel gefärbter Deep House-Entwurf mit genügend Drive und Bass zum Tanzen. Ihre Trumpfkarte war aber die Verbindung ihrer zeitlos schönen Grooves mit der ungewöhnlichen Stimme und Street-Credibility von Liz Torres, zu ihrer Blütezeit eine echt eigentümliche Diva, deutlich mehr Pavement als Penthouse, die selbstbewusst ihren Claim zwischen Geschlechterrollen-Problematik, Straßenrealität, drogigem Club-Hedonismus und vor allem viel zupackendem Sex absteckte. Leider setzte sich bald danach für lange Zeit flächendeckend das Diven-Modell von etwa Kym Mazelle durch, La Torres ist seit den frühen 90ern völlig verschollen und geistert nur noch regelmäßig als Zitat irgendwo zwischen LFO, Beltram und Dub-House durch die Maschinen. Auch wenn diese Musik in Liebhaberkreisen immer noch sehr verehrt wird, eine Retrospektive war längst überfällig. Hier ist sie also, in ihrer ganzen sleazigen Pracht, still playing mind games.

De:Bug 12/05


Lindstrøm & Prins Thomas – Lindstrøm & Prins Thomas

Posted: November 7th, 2005 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Nach dem andauernden Ritt auf der Welle allgemeinen Wohlwollens folgt hiermit das opulente Update der norwegischen Sicht auf Space-Disco im Albumformat. Es wird nicht explizit gesamplet, aber eine Menge Bausteine lassen sich ziemlich genau in einer langen Linie von Paten verorten, die ausgehend von Giorgio Moroder Disco mit einer guten Dosis Weltraumromantik-Arpeggios versehen haben bis hin zu den moderneren Entwürfen von Larry Heard, Daniel Wang oder den Idjut Boys. Von diesen Vorlagen fehlen etwas die Virtuosität, der naive Charme, der Boogie oder der Dub, was aber durch folkig-krautrockige Psychedelia und Frühelektronik-Einflüsse im Sinne eines durchgehenden Wohlklangs aufgefüllt wird. Da wird sich schon zuweilen etwas hippiesk versäuselt, so als hätte man beim Studieren der originalen Cosmic-Mixtapes die eklektischen Ausreißer für die Tanzfläche übersprungen. Wenn man das als vorläufige Manifestierung einer zeitgemäßen Sicht auf Balearic ansieht, möchte man schon etwas mehr Brüche, Humor und Schub vorschlagen. So bleibt ein konsequentes und entspanntes Konzeptalbum zur aktuellen Blütezeit des Edits, es wird sich zeigen wie gut das altert.

De:Bug 11/05


Interview: Larry Heard

Posted: May 9th, 2005 | Author: | Filed under: Interviews Deutsch | Tags: , , , , , | No Comments »

Die Loosefingers EP tauchte in vielen Playlists vor allem wegen der beiden Acid-Tracks auf, die gerade gut in die gegenwärtigen Adaptionen des frühen Chicago-Sounds passen. War es Absicht, diesen als Reflektion deines Stils das ruhige Stück „When Summer Comes“ gegenüber zu stellen?

Ja. Das ist ein Stück, was eher auf lange Sicht angelegt ist. Das die Leute auch noch in Jahren hören und darüber nachdenken. Die Acid-Tracks sind da schon vordergründiger, aber ebenso wichtig. Mir macht das schon noch Spaß, mit Acid herumzuprobieren. Ich bin nach wie vor abenteuerlustig. Neulich habe ich mit einem Sänger herumgejammt, das klang wie ein bisschen wie Mick Hucknall oder Bono mit Acid-Sounds (lacht.). Über die Jahre hat sich einiges in diese Richtung angesammelt.

Es gibt also noch reichlich Reserven.

Ich habe hunderte derartiger Tracks gemacht. Es ist auch geplant, ähnliches Material als Loosefingers Album heraus zu bringen, welches dann auf Alleviated erscheinen soll. Read the rest of this entry »


Finn Johannsen – 20 Tech Funk Greats

Posted: February 28th, 2005 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , | No Comments »

Again a mix displaying a personal preference for techno with a decidedly funky groove, with some added prototypes from the 80s, before techno was called techno. I have no idea why I ended the mix with this particular Specials song, as the business was not yet called business techno then. But what a song!

Telex – Moskow Diskow (Carl Craig Remix)
The Back Room – Definition Of A Track
Altern 8 – Objective
326 – Falling (Mike’s Mix)
Risque III – Risque Madness
Kikrokos – Life’s A Jungle
Reese – Bassline
Abe Duque – What Happened?
Larry Heard – Lamentation
Cabaret Voltaire – Crackdown
The House Factors – Play It Loud
Mr. Lee – House This House
Yvette – Pump Me (Derrick May Mix)
Blake Baxter – Club Fantasy
Yello – La Habanera (Carl Craig Remix)
Speedy J – Rise
Kraftwerk – House Phone
C & M Connection – Bio Rhythms
Heaven 17 – Let’s All Make A Bomb
The Specials – International Jet Set


Finn Johannsen – Lush Life

Posted: February 16th, 2005 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , , | No Comments »

Mix containing some spaced out deep house/techno gems. For my standards the flow is quite gentle. For the chill moods in life. My secret weapon of choice on display here: the instrumental mix of Electribe 101’s else quite disturbing stalker tune “You’re Walking”, which is just sublime.

Larry Heard – DNA RNA
Electribe 101 – You’re Walking
Model 500 – The Passage
Kerri Chandler – Digital Love Affair
A Guy Called Gerald – Eyes Of Sorrow
Maurizio – Domina
Morris Brown – Past
Subway Ground Master – Marble Arch
Blak Beat Niks – I’ll Be There
Solar House – Peace Of Mind
Lovechild – Sweet Ambience
A Bitch Called Johanna – Love Is My Bass
Agent X – Urban Paradise
Callisto – The Cimmerian
R Tyme – Use Me
Urban Culture – The Wonders Of Wishing


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