I was deeply involved in the local subcultures in my small coastal hometown in the 80s. I did not know what I wanted to be, of course, but I know I did not want to be as boring as so many other people my age I met. So local subcultures seemed like an easy way out to be or at least act different. I always listened to a lot of different music at the same time but I opted to be part of the Two Tone/Mod scene. I liked the style and the hierarchical challenge. And well, the fashion was so much better than in other scenes. Of course the town was so small that you kind of were stuck with all the other scenes though, because the majority of other youths hated other youths who thought they were something else, and looked different (and better), and thus you were constantly beaten up. Given the many rules of conduct of “my” subculture many records I loved had to stay guilty pleasures, though I gained a lot of pleasure from them nonetheless (and still do). Now in the process of assimilation in Berlin I also realized how lots of 80s styles were already recycled for a while, like Post Punk, Synthpop, Electro or Italo Disco. I always was interested in context, so mixes like these were probably an effort to set things straight for myself. Never forget where you are coming from and so on. But probably they also reminded me that I was getting older too, and whether I should leave my years of being relatively irresponsible and unreasonable behind. The photo is a take on the Larry Levan story of him cleaning the mirror ball himself before the party, taken before a party at my flat.
Cabaret Voltaire – Just Fascination Shriekback – Working On The Ground John Foxx – Underpass The Weathermen – Punishment Park Impedance – Tainted Love Dominatrix – Dominatrix Sleep Tonight Yazoo – State Farm The Fun Boy Three – Faith, Hope And Charity Yellow Magic Orchestra – Behind The Mask A Certain Ratio – Knife Slits Water A.R. Kane – A Love From Outer Space Yellow Magic Orchestra – Nice Age Nitzer Ebb – Join In The Chant Soft Cell – Torch Liaisons Dangereuses – Etre Assis Ou Danser Visage – Visa-Age Suicide – Shadazz Rheingold – Fluss Godley & Creme – Under Your Thumb
I had just moved to Berlin. I was 35 already and I had already experienced a lot (and had a lot of fun along the way) and thus did not fall for all the hype surrounding my new environment so easily. I was basically through with DJing then, as I had been playing out since the 80s and it kind of felt as it was a good time to let it go. I spent most of my time pondering what to do next and exploring the city. I went out quite a lot and made some new and met some old friends, but a lot of the music played at the clubs was not really my thing. So I did a few mixes to pass the time that kind of revisited favourite tunes I purchased and danced to during my youthful formative days in Kiel and Hamburg. I was still in love with music, but I was wondering if I might just turn into an enthusiast and make a living with something else.
Amnésie – Turas Bobby O – Pump It Up Hipnosis – Droid Casco – Cybernetic Love One Two Three – Runaway Eberhard Schoener – Why Don’t You Answer Visage – In The Year 2525 Sparks – Beat The Clock Klein & M.B.O. – Wonderful Tapps – My Wonderful Lover Klapto – Mister Game Max Him – Japanese Girl Man Two Man – Energy Is Eurobeat Divine – Shake It Up Magnifique – Magnifique Man Two Man – Who Knows What Evil? Bobby Davenport – Time (Has Come Today) Trans X – Living On Video
We had the idea that it would be great to dedicate a whole night to the rich contributions of gay culture to music. Sadly neither could we afford any gay DJ we approached, nor did anybody in Kiel have enough adequate records for a whole night. So I did it all by myself.
Ich langweile mich nie. Ich wechsle die Atmosphäre, spiele unerwartete Melodien und riskiere etwas.
Spielst Du Freestyle? Wie machst Du das?
Ja, ich spiele Freestyle. Nur einen Sound zu spielen ist öde und außerdem mag ich verschiedene Stilarten. Zum größten Teil benutze ich Minimal Techno gemischt mit Electro, House, Breakbeats und Anderem. Freestyle ist aber gefährlich, denn es muß harmonisch sein.
Ist Retro notwendig?
Nein, ist es nicht. Daß ist geschmacksabhängig oder man will sich damit an schöne Momente erinnern. Ich bin retro zum Spaß oder um zu überraschen, aber nicht automatisch. Read the rest of this entry »
Leider noch zu selten verirren sich DJs mit nationalem oder gar internationalem Renommée in das etwas behütete Kieler Nachtleben. Dennoch gibt es in unregelmäßigen Abständen dann doch solche Abende, bei denen ein weltgewandter Profi-Plattenaufleger mit Erfahrung und hier noch nie erlebter Musik das Partyvolk bis zur freudigen Erschöpfung durch die Gegend scheucht. Ein gutes Beispiel für solch einen Vertreter der Zunft ist Hans Nieswandt, der vor gut zwei Jahren einen umjubelten Auftritt in der Tanzdiele absolvierte. Seitdem hat sich natürlich viel getan, aber Nieswandt ist noch immer viel beschäftigt. Sporadisch veröffentlicht er noch Artikel bei seiner alten beruflichen Heimat, der „Spex“, und will dem Schreiben auch weiterhin treu bleiben, aber hauptsächlich ist er in Bezug auf Musik von der Theorie auf die Praxis umgewechselt und ist als DJ und vor allem als Musiker bei Whirlpool Productions erfolgreich. Für kurze Zeit war er sogar Popstar, als „From Disco to Disco“ für alle Beteiligten überraschend die italienischen Charts anführte:“ Das war schon eine seltsame Episode. Es gibt in Italien eigentlich keine seriöse Musikpresse und die zuständigen Journalisten vom Feuilleton der Tageszeitungen waren immer erstaunt, daß wir gar nicht doof und eine wirkliche Band mit Hintergrund sind. Wir wurden sonst immer eher als die drei Besoffskis aus Deutschland präsentiert, so wie Trio oder so.“ Read the rest of this entry »
Robert Merdzo aus München veröffentlicht seit 1989 elektronische Musik experimenteller Natur und hat in seinem musikalischen Lebenslauf einiges vorzuweisen. Er brachte auf dem Sub Up Label viel beachtete Klangarbeiten mit Theaterverbindung und Industrial-Flair heraus und arbeitet als Mitglied von Mass auch im herkömmlichen Bandkontext. Am auffälligsten war bisher jedoch seine Kooperation mit dem legendären Aktionstheater La Fura Dels Baus, für die er als musikalischer Direktor fungiert. Somit zeichnet er verantwortlich für die imposanten Klanggebilde der „Simbiosis“-Tour der Spanier, die ja auch bei ihrem letztjährigen Gastspiel zur Kieler Woche Aufsehen erregten. Sicherlich sorgt die Resonanz auf seine Theatermusik für ausreichend Genugtuung und Weltgewandtheit („Zuletzt sind wir in Buenos Aires vor etwa 40000 Menschen aufgetreten“), aber Robert Merdzo führt seine Talente auch gern im kleinen Rahmen vor. „ Ein Auftritt vor 20 bis 30 Menschen kann ebenso interessant sein“. Anlaß dieser Auftritte im Rahmen einer Tour durch deutsche Clubs ist seine aktuelle CD „n.a.q.o.b.“, die auf dem Münchener Traditionslabel Disko B erschienen ist. Darauf arbeitet sich Merdzo samt Partner Bülent Kullukcu auf 140 Minuten Länge durch alle denkbaren elektronischen Musiksparten und pendelt gekonnt zwischen Experiment und Tanzfläche. Zwischen Kulturbetrieb und Partykultur sieht er dabei keinen Widerspruch:“ Überhaupt nicht. Die Leute reagieren sehr aufgeschlossen auf Brüche zwischen tanzbarer Musik und Ambientstücken. Die erforderliche Improvisation und die Grenzüberschreitungen machen das Ganze gerade reizvoll. Das Publikum ist im positiven Sinne hin- und hergerissen “. Auf jeden Fall ist Merdzo durchaus imstande, sowohl Tanzfreudige als auch bloße Zuhörer zu begeistern. Sein Auftritt in der Tanzdiele geht jedenfalls über eine getreue CD-Präsentation hinaus. „ Wir sind ein elektronischer Live Act, der autark ist. Wir kommen und stöpseln uns ein. Die Anzahl der Geräte orientiert sich an den Räumlichkeiten der Clubs. Wir spielen auch nicht nur die letzte CD herunter. Wir benutzen etwa fünf Tracks davon und benutzen auch altes oder neues, noch unveröffentlichtes Material. Die Auftritte sind jeweils unterschiedlich. Wir improvisieren viel und benutzen die Tracks als Basics, die wir dann live remixen. Zum Beispiel kommen durch Bülent orientalische und andere Einflüsse dazu und ich spiele auch Bass und setze meine Stimme ein.“ Mit diesem offenen und funktionstüchtigen Konzept müssen sich Merdzo und Kullukcu nicht unbedingt an einem DJ orientieren aber sie haben dennoch einen kongenialen Mitstreiter dabei, auf den sich die hiesige Technoszene ebenfalls freuen kann. DJ Upstart dürfte als Disko B Chef, Ultraschall Resident, Technopionier und Mitstreiter von DJ Hell ebenso weit über München hinaus bekannt sein und wird am gleichen Abend die Plattenteller bedienen.
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