You managed to get in the spotlight pretty quickly on the back of strong singles on DFA records. Can you shed some light on the project and how it came to fruition?
The project has been developing over a couple of years. I have written music since childhood, and started collaborating with friends on electronic music projects in college. Antony from Antony & The Johnsons tracked some vocals for the Hercules project as long as four years ago. About a year and a half ago, Daniel Wang, a good friend and mentor to me suggested I present the music to DFA. He set up a meeting with them for me, and the rest is history.
How did the collaborations come about? How and why did you pick the people to work with?
The collaborations occurred quite organically, through friendships. Antony and I were friends for a while before we recorded “Blind”. Kim Ann and I as well, before “Classique” or “Athene”. And Nomi, I knew for a while before having her record for me as well. So, historically it has been about using the voices in my personal life. Read the rest of this entry »
José Padilla, den ehemaligen obersten Befindlichkeitsknusperverstärker des Café del Mar, drängt es nach übersichtlicher Musikerkarriere wieder zurück an die alte Idee. Nicht nur als Sandmann bzw. Urlaubsex-Erfüllungsgehilfe und Maitre de Sonnenaufgang von Generationen von Clubtouristen hat der Mann Meriten, er hat auch mit elektronischer Sanftmut den Kuschelrock aus der Kompaktanlage des deutschen Feierabends geboxt. Die Mission ist immer noch der ewige Schönklang, die bewährten fluffigen Balearismen werden jetzt aber auch mit beispielsweise Kölner Elektronik und Daniel Wang aufgefrischt. Nichts für Menschen, die den langen Zapfenstreich mit einem Crescendo von etwa Cecil Taylor begehen oder zum Einschlafen eine Berghain Mix-CD auf Repeat stellen, ansonsten durchaus zweckdienlich.
Nach dem andauernden Ritt auf der Welle allgemeinen Wohlwollens folgt hiermit das opulente Update der norwegischen Sicht auf Space-Disco im Albumformat. Es wird nicht explizit gesamplet, aber eine Menge Bausteine lassen sich ziemlich genau in einer langen Linie von Paten verorten, die ausgehend von Giorgio Moroder Disco mit einer guten Dosis Weltraumromantik-Arpeggios versehen haben bis hin zu den moderneren Entwürfen von Larry Heard, Daniel Wang oder den Idjut Boys. Von diesen Vorlagen fehlen etwas die Virtuosität, der naive Charme, der Boogie oder der Dub, was aber durch folkig-krautrockige Psychedelia und Frühelektronik-Einflüsse im Sinne eines durchgehenden Wohlklangs aufgefüllt wird. Da wird sich schon zuweilen etwas hippiesk versäuselt, so als hätte man beim Studieren der originalen Cosmic-Mixtapes die eklektischen Ausreißer für die Tanzfläche übersprungen. Wenn man das als vorläufige Manifestierung einer zeitgemäßen Sicht auf Balearic ansieht, möchte man schon etwas mehr Brüche, Humor und Schub vorschlagen. So bleibt ein konsequentes und entspanntes Konzeptalbum zur aktuellen Blütezeit des Edits, es wird sich zeigen wie gut das altert.
Nach langer Stagnation ist die Disco-Geschichtsschreibung mittlerweile in vollem Gang. Gültig waren auf Jahre hin die in der klassischen Ära entstandenen Werke von Kitty Hanson und Albert Goldman, doch nun ist genug Zeit verstrichen, um sich genauer mit dem diffusen Phänomen Disco zu befassen, was angesichts der Hartnäckigkeit der mit dem Sound und dem Lifestyle verbundenen Traditionen und Mythen auch durchaus angebracht erscheint. Peter Shapiro, Wire-Autor und Verfasser von einigen dieser Rough Guides im Taschenformat, hat gegenüber dem eher systematisch-informativen Ansatz von Brewster/Broughton und der detailliert-eingrenzenden Herangehensweise von Lawrence den Ehrgeiz, Disco in möglichst viele kultur- und sozialgeschichtliche Einzelteile zu zerlegen. Er greift sich Aspekte wie beispielsweise Wurzeln, Musik-Charakteristika, Sexualität oder Kultur-Kontext heraus und gibt dann mittels eigener Analysen oder Interviews alles wieder, was ihm im direkten Zusammenhang erwähnenswert erscheint. Dementsprechend ist der Text keine linear-chronologische Abfolge der Geschehnisse, sondern ein Gesamtbild, das sich bei allen Zwischenhalten die erforderlichen Informationen und Schlussfolgerungen zusammen sammelt. Das hat den Vorteil, dass er sich nicht in nerdiger Ausführlichkeit verzettelt und dennoch eine komprimierte Annäherung schafft, in der alle wichtigen Namen und Ereignisse fallen. Gebündelt mit einem enthusiastischen Stil bis zum häufigen Fan-Superlativ fängt er den Laien auf, der angesichts der gebotenen Informationsfülle den Faden verlieren könnte und grenzt sich gegenüber den Konkurrenten im Forschungsgebiet ab, indem er aktuelleren Themen wie Hi-NRG, Euro-, Italo- und Cosmic Disco sowie Post-Punk den angemessenen Raum einräumt und einen Epilog zum aktuellen Stand der Dinge im Gespräch mit Daniel Wang anschließt. Somit als Kompletteinführung für Novizen als auch als Informationsergänzung für Kenner geeignet.
If there was one music missing in those Berlin days it was disco. Meaning disco in nearly all its forms. It was just not happening, anywhere. I was among a few people like Daniel Wang, Hunee, Nomad, Benji DF or Emil Doesn’t Drive trying to change that. We set up nights in small clubs, parks, warehouses, temporary and private spaces. It did not matter. All that mattered was that we could try to fill this void, and actually we achieved that. This mix is a good example for how this burgeoning scene was approaching the topic. Sets were not specialized in certain disco styles yet, you just played what you felt playing and threw anything into a big pot and stirred it
Dexys Midnight Runners – T.S.O.P. Tracie Young – Invitation Adele Bertei – Build Me A Bridge Angela Parisi – Wherever Forever Propaganda – Frozen Faces M + M – Song In My Head (Dub Mix) Modern Romance – Nothing Ever Goes The Way You Plan 400 Blows – Breakdown (Re-Interpreted) Konk – Machina Jam Raul Orellana – The Real Wild House (Wild Passion Mix) Chris Rea – On The Beach (Summer ’88) It’s Immaterial – The Sweet Life Yello – Vicious Games (Vicious Remix) Miharu Koshi – Ryugujo No Koibito Peter Jacques Band – Fly Like The Wind The Manhattan Transfer – Twilight Zone/Twilight Tone Roxy Music – Angel Eyes Herbie Mann – Etagui (Instrumental) Elbow Bones & The Racketeers – You Got Me High
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