V.A. – Kon & Amir Present Off Track Vol. 1: The Bronx (BBE)

Posted: September 5th, 2007 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , , | No Comments »

Die Buddelaristokraten aus NYC nach dem Gipfeltreffen mit ihrem japanischem Pendant DJ Muro erneut mit einer Mix CD auf BBE. Das wird auch in Zukunft so bleiben, die beiden haben für fünf Ausgaben „Off Track“ unterschrieben. Vormals hießen ihre regelmäßigen Archivbegehungen „On Track“ und waren als Breaks, Scratches und sonstige Schnipsel auf mehrere Mixtapes verteilt. In diesem Format werden die Funde respektvoller angegangen, erst ausspielen, dann crossfaden, hier und da ein sachter Edit. Kon gibt den funky Dance Cop, Amir den funky Jazz Cop. Beide wissen wie man ein Set strukturiert und dabei stilistisch variabel bleibt. Der genauere Blick auf die vertretenen Künstler macht der Reputation entsprechend wenig Sinn, man wurde ja nicht als Koryphäen des Offensichtlichen gebucht. Ebenso kryptisch: der Bronxbezug aus dem Titel. Mal sehen ob jetzt die anderen Boroughs nachfolgen, und wie sich das vielleicht unterscheidet. Und fast schade, dass die Jungs nicht mit der gleichen Expertise etwa No Wave oder obskure Samplehouseplatten erledigen, New York City hätte da ja noch einige andere Sammelgebiete in der Hinterhand.

De:Bug 09/07


Lindstrøm & Prins Thomas – Lindstrøm & Prins Thomas

Posted: November 7th, 2005 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , , , , , , | No Comments »

Nach dem andauernden Ritt auf der Welle allgemeinen Wohlwollens folgt hiermit das opulente Update der norwegischen Sicht auf Space-Disco im Albumformat. Es wird nicht explizit gesamplet, aber eine Menge Bausteine lassen sich ziemlich genau in einer langen Linie von Paten verorten, die ausgehend von Giorgio Moroder Disco mit einer guten Dosis Weltraumromantik-Arpeggios versehen haben bis hin zu den moderneren Entwürfen von Larry Heard, Daniel Wang oder den Idjut Boys. Von diesen Vorlagen fehlen etwas die Virtuosität, der naive Charme, der Boogie oder der Dub, was aber durch folkig-krautrockige Psychedelia und Frühelektronik-Einflüsse im Sinne eines durchgehenden Wohlklangs aufgefüllt wird. Da wird sich schon zuweilen etwas hippiesk versäuselt, so als hätte man beim Studieren der originalen Cosmic-Mixtapes die eklektischen Ausreißer für die Tanzfläche übersprungen. Wenn man das als vorläufige Manifestierung einer zeitgemäßen Sicht auf Balearic ansieht, möchte man schon etwas mehr Brüche, Humor und Schub vorschlagen. So bleibt ein konsequentes und entspanntes Konzeptalbum zur aktuellen Blütezeit des Edits, es wird sich zeigen wie gut das altert.

De:Bug 11/05


Various – Motown Remixed (Motown)

Posted: November 7th, 2005 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , , , | No Comments »

Wenn die ganzen flinken Deckchamps sowieso auf Horden von Mixtapes Beats unter die Originale schrauben und die Editierwut längst den Backkatalog erreicht hat, kann man die Aufpolierung ja auch offiziell in Auftrag geben, mit Betonung auf poliert. Wie dann zu erwarten war, haben Talkum-Soul-Traditionalisten hier wenig zu lachen, Barhocker-Soul-Nicker um so mehr. Für letztere wurde auch sichergestellt, dass nicht allzu viele Tracks aus dem gesicherten Chart-Hit-Kanon herausfallen und dass bei einigen Uptempo-Originalen die verschwitzte Energie soweit gedrosselt wird, dass nix überschwappt. Bei dieser wie auch anderen Remix-Retrospektiven liegt der Schwerpunkt auf der funkigen Seite, dass lässt sich so gut ins heutige Soundspektrum rüberholen. Übrig bleibt zumeist ausreichend sich verbeugender Vibe, aber meistens so gut abgehangen, dass man nach dem reichlichen Essen einen Kurzen haben möchte. Tagessieger erwartungsgemäß Kenny Dope gegen Gladys Knight und DJ Spinna gegen Eddie Kendricks, im breiten Mittelfeld Paul Simpson, Jazzy Jeff, ?uestlove, Z-Trip und andere. Für Deutschland überrascht DJ Friction mit einem handlichen Jackson 5-Acapella und die Marketing-Abteilung hat sich für die Weihnachtsfeier mit Turntablerocker gegen Edwin Starr einen Wunsch erfüllt.

De:Bug 11/05


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