Slap – Eden Now

Posted: October 27th, 2008 | Author: | Filed under: Macro | Tags: , , | No Comments »

MACRO M08 Slap – Eden Now


Playing Favourites: Shed

Posted: October 12th, 2008 | Author: | Filed under: Features | Tags: , , , | No Comments »

White Noise – Black Mass: Electric Storm In Hell

This is very early electronic music, from White Noise’s first album from 1969. They were among the first to use synthesizers in a rock context and their music became very influential later on. This particular track seems indeed way ahead of its contemporaries, and it is pretty wild.

I didn’t know that at all. I had problems listening through it, it is almost disturbing. From today’s point of view it maybe is not that overtly experimental anymore, but setting it into the time of its production, it is very cool.

There certainly was not much comparable music back then.

The sound is very good. They already had synthesizers? There is a lot of space in the production. If you would not have told me, I would never have guessed that it is so old. The arrangement and the noisy parts reminded me of destructed Amen breaks, totally distorted. Very interesting.

Quartz – Chaos

The next one is by Quartz from France . Also early synthesizer music, but within a disco context.

I was not into that at all. My calendar does not really start before 1990 or so. Even stuff like early Model 500, Cybotron, it is ok, but it’s not mine. I also can’t get into Kraftwerk. What has been called techno from 1990 on was what got me to listen to music consciously for the first time. I was never the one to check the influences on music that I like. I know Disco only from TV, Saturday Night Fever and such. I was never really interested in it.

Is that based on a basic antipathy towards the sounds of disco music?

There was a short period I found it exciting, around the time the filter and cut-up disco house arrived with DJ Sneak, all the sample stuff. But that was over pretty soon when all the records started to sound the same. So yes, it is based on principle that I don’t like the sounds too much.

So you were more interested in how a track was built on samples than where they came from?

Exactly. It was fascinating to me how all could be said in a loop that went for three minutes, if it was a cool one. Longer than that it could get boring. Of course you can’t compare that to what happens in the original disco track, there was more happening there than in house tracks, which only used bits. It was interesting that many people used the same samples and you became aware that there must some source for it. But sample based productions are not my philosophy. I never wanted to just use bits of other people’s music.

Those disco house records also did not always pay tribute to disco, they deconstructed it, and often in a not very respectful manner.

Not at all. It’s strange how American producers often deal with each other, all that stealing amongst themselves. But in the end we all benefited from that (laughs). Read the rest of this entry »


Joaquin „Joe“ Claussell – Un.Chained Rhythums (Sacred Rhythm Music)

Posted: October 5th, 2008 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Man dachte schon die Schlüsselfiguren der New Yorker Body & Soul-Szene hätten der Spiritualität, Trommeln und Traditionsforschung vorerst auf Wiedersehen gewunken und sich dem Treiben auf den Konsenstanzflächen zugewandt, der Brückenschlag zu weltweiten Weiterentwicklungen von Deepness in Techno und House schien vollbracht. Consciousness-Supremo Claussell geht auf diesem ausladenden Konzeptdoppelalbum aber nicht nur zu dem afrozentrischen Motherland-Esoterik-Jazz-Perkussion-Wohlklang-Komplex zurück, er setzt noch etliche Schippen drauf. Regnerische Urwälder voller gniedeliger Gitarrensoli, schwelgerischer Klaviere und wabernder Bläser, dazu voller Streichereinsatz, bedeutungsschwangere Interludes und es wird auf alles draufgehauen was einen Resonanzkörper hat. Dazu gibt es seitenweise prätentiöse Manifeste über Reisen, Ursprünge und überhaupt den ganzen Kosmos. Es klingt aber trotz aller Konsequenz und Dichte ungebrochen nach der Gediegenheit und Penibilität überzeugter Fusionmucker. Die unerreichte Alternative hierzu prüfe man bei Romanthonys spinnerter Achterbahnfahrt „Romanworld“ nach.

De:Bug 10/07


Move D – Cube (Running Back)

Posted: October 5th, 2008 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

David Moufang verbeugt sich vor seiner Heimatstadt. „Cube“ gilt der gleichnamigen Clubinstitution und lässt sich viel Zeit die Zutaten einzupendeln: eine simple, jedoch verblüffende Perkussionsschlaufe, ein jackiger Basslauf, verstreute dubbige Klangtupfer, dazu wildpitchige Strings. Natürlich kann man sich da reinfallen lassen, man wird garantiert aufgefangen und weitergeschubst, es klingen deutlich Erfahrungswerte durch. „Heidelberg Gals“ ist ebenjenen gewidmet, und die Mädels mögen es bei ähnlich ausladender Spieldauer wohl mit ein wenig mehr Schmackes, aber auch mit ein wenig mehr Licht und Wiedererkennungswerten bei den Akkorden. Freundlich versonnene Dubklänge über einer fidelen Bassline und Stimmengewirr, da grüßen Ron und Chez, die mittlere Periode.

De:Bug 10/08


Woolfy Vs. Projections – The Astral Projections Of Starlight (Permanent Vacation

Posted: October 5th, 2008 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

War das Treffen von Woolfy und Projections auf der letzten Maxi noch vollends Disco beim Barte des Propheten Harvey, schleicht sich nun beim Album auch der frühere Dunstkreis von Guidance Recordings ein, mit House-Stimmungen der gediegenen Variante und den ganz entspannten Mädels am Mikrofon. Erfrischend, dass das jetzt nicht mehr verleugnet werden muss. Als nächstes können sich dann die Neo-Deep-House-Traditionalisten und die Retro-Rock-Disco-Futuristen in die Arme fallen ein ganz großes Fass aufmachen. Hier scheint es jedenfalls noch nicht darum zu gehen, hier geht es um den vollfeisten Kraut-Dub-Wohlklang, broader than broadway, higher than the sun, river deep and mountain high, live at Pompeji, das volle Programm. Auf dem Cover kreist ein kugelblitzender Fisch um Jabbas Hauptquartier, in dem vermutlich gerade Jon, Vangelis, Arthur Russell und Herb Alpert einhüten. Ich mag ja diese unbeschwerte Bekennung zum Prog-Pomp, solange man die großen Gesten mit etwas Ironiebruch rutschfest macht. Sonst wäre es wohl besorgniserregend.

De:Bug 10/08


Erobique – Endorphinmachine (Mirau)

Posted: October 4th, 2008 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Carsten Meyer war immer schon mehr Disco und Flash Rock als alle zusammen, und nun ist zehnjähriges Jubiläum als charmantester Smoocher, gefürchtetster Tänzer und bekennendster Hedonist des Landes. In dieser Zeit hat er unzählige Tastenberge und Bühnen bezwungen, unzählige Studenten und Hauptstädte beleidigt und eine Supergruppe verschlissen. Seine angesammelten Fertigkeiten münden in etwa ziemlich direkt in „Endorphinmaschine“ ein, das nach anfänglichem Geleier, Gestotter und Gezicke in einem epochalen Discobreak gipfelt, dessen Herkunft so offensichtlich ist, dass sie mir partout nicht einfallen will, und eine punktgenaue Schnittmenge aus den Discoexperimenten der Frühphase von Ladomat 2000 und Roulé bildet. „Arf Patzo“ ist hingegen ein verwirrend disziplinierter Minimaltrack, dessen Spröde sehr effektiv von wiederkehrenden Keyboard-Kapriolen und fachfremden Shouts unterminiert wird. Vielleicht muss die angepeilte Spätkarriere als Kreuzfahrtschiffbarpianist erstmal über Rave gehen.

De:Bug 10/08


Homewreckers – American Ruhr (Unique)

Posted: October 4th, 2008 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | 1 Comment »

Nach den letzten beiden Singles war die Tür zu denjenigen bereits aufgestoßen, die ihre Musik gerne möglichst viele Parameter aktueller Clubmusik abtastend wollen, und nun gilt es für die Homewreckers hereinspaziert auf Albumlänge. Raps, Claps, Soulabdrücke zwischen klassisch und derzeitig, ein bisschen Boogie, ein bisschen Deep House, Detroitansätze zwischen J. Dilla und Kenny Dixon. Blitzsauber produziert, nicht unbedingt geheimnisvoll, aber es wird sich durchgehend bemüht, bei den Tracks allzu gängige Stereotypen von Tiefe und Gehalt in Schach zu halten, mittels digitalen Schlieren und etwas Jazz im Unterholz, von Juan geteacht. In den Linernotes schlägt folglich Kodwo Eshun in einem fiktiven Dialog zwischen Henry Ford und Sam Dees die Brücke zwischen Ruhr Area und Motor City, und liefert damit die lustigste Geschichtsklitterung der letzten Zeit.

De:Bug 10/08