Finn Johannsen – Space Evaders Part 2

Posted: May 13th, 2006 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , | No Comments »

mellow3

Mix recorded for Special Needs


Finn Johannsen – Space Evaders Part 1

Posted: May 13th, 2006 | Author: | Filed under: Mixes | Tags: , | No Comments »

mellow3

Mix recorded for Special Needs


Discogs

Posted: May 9th, 2006 | Author: | Filed under: Artikel | Tags: , | No Comments »

Am Anfang von Discogs vor sechs Jahren stand die Plattensammlung. Erst die vom Gründer Kevin Lewandowski und wenig später die anderer Websuchender, die bei der Recherche auf ausbaufähige Discographien stießen und der freundlichen Aufforderung nach Support des Archivs nachkamen. Man kann sich noch vage dran erinnern. Ich stolperte ebenfalls hier und da über die Seite, fand ein wenig Information, fand aber auch das Konzept etwas kryptisch. Dennoch fiel schon in dieser ersten Entwicklungsphase auf, dass bei jedem Besuch mehr Informationen verfügbar waren. Alternativ gab es für elektronische Musik noch eine Seite namens Amazing Discographies, bei der schon vor Discogs ziemlich viele Labels katalogisiert waren. Diese Seite ist allerdings längst verschieden, da man dort nicht die simple aber höchst effektive Idee mit dem Crosslink hatte und die einzelnen Releases keine Tracklist bereithielten. Als ich mich, durch Fälle von Beschaffungskriminalität in meinem Dunstkreis und das hölzerne Treppenhaus vor meiner Wohnungstür gemahnt, wenig später zur Katalogisierung meiner Sammlung entschloss, war alles schon gut gediehen, aber je nach Standpunkt angesichts des Zeitaufwandes musste bzw. konnte man noch viel beitragen. Gleichzeitig wurde schnell dem Komplettismus die Tür angelweit aufgestoßen und wahre Abgründe verpasster und ungeahnter Veröffentlichungen offenbarten sich praktisch zugreifbar selbst dem emsigsten Musikkonsumenten. So mancher Vielproduzent konnte sich vermutlich nur so an das eigene Schaffen erinnern, ausstehende Tantiemen inklusive. Bald war der namentliche Eintrag in punkto Google-Hit ein Ritterschlag und bald hatte Discogs den Ruf vom Hort nerdiger Otakus weg, deren eifrige Archivarbeit man mehr oder weniger belächelnd mit einem Bookmark versah. Als reines Tool für Nichtmitglieder ist die Seite jedoch auch weiterhin effektiv, was der offensichtliche globale Dauerbetrieb als führendes Referenzsystem in Plattenläden, Redaktionen und Spezialistenforen belegt.

Neben der passiven und aktiven Nutzung der Database gibt es jedoch auch andere Facetten meist personalisierter Art, die mit flotter Eigendynamik die Entwicklung der Seite zum monopolistischen Leviathan beschleunigt haben. Zum einen gibt es die Profile, über die man sich frei nach Gusto selbst präsentieren kann. Man gewährt abhängig vom eigenen Sendungsbewusstsein optional Einblick in die Plattensammlung oder Wantslist, Links und natürlich auch jeden nur denkbaren anderen Unfug. Zum anderen die Foren, wie üblich bei Discogs spartanisch und funktional im Look, jedoch von der Vielfalt der verhandelten Themen ein komplexer Mikrokosmos internationaler Perspektiven. Beide Bereiche sind die Grundpfeiler einer beachtlichen Community, ohne deren Idealismus und Enthusiasmus für das Medium Musik die ganze Sache kaum funktionieren würde. Das übergreifende Stichwort hierbei ist Kommunikation. Über die Profile finden bereits Geschmack- und Geistesverwandtschaften sowie Kauf- und Promotionsintentionen zusammen, in den Foren kann das im Austausch noch ausgebaut werden. So entstehen über einen längeren Zeitraum regelmäßiger Nutzung nationale wie internationale Kontakte und Netzwerke über Interessensgebiete, bei denen die Grenzen des rein virtuellen Umgangs längst überschritten sind. Man lernt über Discogs Leute in eigenen oder anderen Städten kennen und es entwickelt sich mit steigender Tendenz eine Art von Tourismus über die Landesgrenzen hinaus, alles auf der gemeinsamen Basis der Seite. Daneben hat sich seit 2003 der Community-Aspekt stark verändert. Bis dahin gab es nur wenige übergreifende Rubriken in den Foren, in denen von Useability-Frust, Anti-Trance-Debatten und Golfkriegsanalysen bis hin zu Lieblingsplatten und surrealem Nonsens alles und nichts dezidiert und meistens ziemlich harsch verhandelt wurde. Ursprünglich eher als Kommunikationsanhängsel anzusehen, entstand eine subversiv-unterhaltsame Seifenoper, welche den eigentlichen Zweck des Archivierens zuweilen überlagerte. Die Seite wurde somit auch für Mitglieder interessant, die bloß den Zeitvertreib suchten und die Community wuchs folglich auch abseits der Archivarbeit.

Es war abzusehen, dass der Fokus auf elektronische Musik und die Verwaltung der Seite angesichts des rasanten Wachstums das Potential nicht ausschöpfen konnten. Zunächst wurden die ächzenden Server durch bezahlte erweiterte Accounts mit Extras sowie Werbebanner verstärkt und der mit dem Betriebscode schon gut ausgelastete Inhaber engagierte einen Site-Manager für alle anderen Teilbereiche. Die Foren wurden jetzt ebenfalls moderiert und in unübersichtliche thematische Miniaturformate atomisiert, alles zur Vorbereitung einer Konsolidisierung von Discogs, welche schließlich darin mündete, dass in relativ kurzen Intervallen großmaschig andere Genres hinzugefügt wurden. Demzufolge wird Discogs in absehbarer Zeit das gesamte Spektrum von Musik abdecken können.

Es ist schwer abzusehen, wo Discogs bei dieser Wachstumsrate in Zukunft stehen wird. Einer Kommerzialisierung, die ungebremst über die Unterhaltung der Server hinausgeht, steht eine Community entgegen, die in vielen Fällen langjährige Mitglieder aufweist, welche die zahlreichen Metamorphosen der Seite sensibel bis misstrauisch beobachten. Das ist sicherlich auch darin begründet, dass bis auf den Inhaber und einen Site Manager niemand von Discogs ein Gehalt bezieht. Moderatoren und aktiven Mitgliedern bleiben so nur das Wissen um den Erfolg und Nutzwert eines kollektiven Unterfangens und die Unmengen von Tonträgern, die vor der Vergessenheit bewahrt werden konnten. Wer drohnengleich viel Freizeit für den Input und dessen Verwaltung opfert, möchte natürlich nicht auch noch dafür zur Kasse gebeten werden. Es gibt zwar die offizielle Ankündigung, Discogs nach dem Vorbild von Wikipedia zu Open Source zu machen, was jedoch aus Sorge über Nutzung der Daten durch Spam-Sites auf unbestimmte Zukunft verschoben wurde. Ein gewisser Argwohn gegenüber den Motiven des Managements wird auch dadurch hervorgerufen, dass die Seite sich zwar durch die freiwillige Mitarbeit auf User-Ebene weiterentwickelt, dieselben User aber bei Entscheidungen bezüglich der Funktionsweise kaum einbezogen werden. So werden zwar alle zukunftsträchtigen Entscheidungen in Threads detailliert abgewogen, die Argumente dieser Diskussionen haben aber zumeist nur wenig Einfluss bei der tatsächlichen Realisation. Infolgedessen klaffen der Anspruch genreübergreifender Benutzbarkeit und die Wirklichkeit genrespezifischer Archivierung oft auseinander.

Die Erfolgsgeschichte Discogs zeigt auf jeden Fall, dass der Spaß am Prinzip weit über den bloßen Sammlerinstinkt oder die Faszination akribischer Informationsverwaltung hinausgeht. Man kann sich durchaus vorstellen, dass man in Kooperation mit der Musikindustrie der reinen Information die entsprechende Audiodatei als Preview-Clip bzw. bezahlten Download zur Seite stellt. Eine beträchtliche potentielle Konsumentenschar ist über den Prozess der Mitarbeit bereits mit der Plattform identifiziert und die Palette potentieller Erwerbungen erweitert sich durch die Nutzung des Archivs stetig. Da fehlt dann eigentlich nur noch die Möglichkeit des direkten Zugriffs auf die Musik zur Vervollständigung eines neuen Massenmediums per Computer, das ohne Läden und Vertriebe auskommt. Für antiquarische Tonträger nichtgewerblicher Anbieter bleibt dann ja immer noch der Gebrauchtmarkt, im Ansatz als Discogs Marketplace ja schon eingeführt. Wenn Majors nicht so unbeweglich wären, kämen sie ja vielleicht auch auf die Idee, dass bei ihren unübersichtlichen Backkatalogen die Verbindung von Information und Musikdatei nicht völlig abwegig ist. Statistiken über regelmäßige Ebay-Nutzer im Bereich elektronischer Musik, also dem von Discogs am besten erschlossenen Bereich, könnten da sicherlich interessante Erkenntnisse über die Beziehung von Archiv und Konsum liefern, auch wenn es dort noch um herkömmliche Tonträger geht. Und wenn man schon gerade spekuliert, eventuell würde die Kommunikation mit anderen Konsumenten über eine Archivplattform auch dazu führen, dass man über User-Rating und Vorhören schneller erfährt, dass eine angepeilte Erwerbung im Vergleich zu einer „besseren“ Alternative zu vernachlässigen ist. Die Plattenfirmen könnten sich angesichts dieser virilen Selbstverwaltung ihrer Zielgruppen teure Marketingfeldzüge sparen und müssten sich dem Qualitätsdiktat der Erfahrungswerte an der Basis beugen und das Mittelmaß wäre bald besiegt.

Realistischer ist aber wohl vielmehr, dass Discogs, in Zukunft ungleich größer und multistilistisch, auf wahnwitzig umfassende, bedingt kostenpflichtige Dokumentation beschränkt bleibt und Anbieter nur noch sicherer ablesen können, wie hoch man die Schmerzgrenze für seltene Artefakte ansetzen muss. Die Musikindustrie wird weiter Geld verbrennen und das Mittelmaß lacht sowieso immer zuletzt.

De:Bug 05/06


Deichkind – Aufstand im Schlaraffenland (Universal Music)

Posted: May 6th, 2006 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Die schalknackigen Jungs machen etwas erwartungsgemäß genau da weiter, wo sie eigentlich schon am Limit gewähnt wurden, also ganz knackigen Plastiktechnopop mit ulkigen Texten, deren Wortwitz jenseits norddeutscher Kiezbiotope zusehends ins Taumeln gerät. Insofern könnte man Deichbrot völlig unsachlich mit den Kollegen von Fettes Kind vergleichen, nur knackig plastiktechnopoppiger und in einer anderen Phase der Pubertät bzw. auf einer anderen Art von Zielgruppen-Fete. Es wird noch ab und zu gekifft, aber eigentlich ist dies die wirre Hacienda-Episode. Bei „E.S.D.B“ grüßt schon der Taxman.

De:Bug 05/06


No Movement No Sound No Memories – Removed / Acetate (Lux Nigra)

Posted: May 6th, 2006 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , , | No Comments »

Dieses Album des Projektes von Thaddi Herrmann und Michael Zorn vereint die „Removed“ und „Acetate“ EPs von 1999 und diesem Jahr, und beides zusammen ergibt in der Tat ein beeindruckendes Ganzes, bei dem so profane Dinge wie Erscheinungsdaten kaum noch ins Gewicht fallen. „Removed“ ist im Original und den fünf Bearbeitungen von Arovane, No. 9, Multipara, Pole und Artificial Duck Flavour völlig zu recht eine geheiligte Kuh zeitgenössischer Elektronik. Eine reichhaltige Assoziationsmaschine, in der schwer atmende Dub-Abstraktionen und vertrackte Klangauswertungen futuristisch irrlichtern und man zuweilen etwas nervös zum Heizkörper hinüberschaut, ob nicht doch Jack Nance mit seiner Lady zum kosmischen Rauschen einen Schieber tanzt. Ergänzend kommt noch der fulminante Bonustrack „Fabric“ hinzu, der sich auf einer nächtlichen Expedition in rhythmische Schwebezustände befindet. „Acetate“ knüpft schlüssig an diese Steilvorlagen an, auch wenn die Beats zur kaltkörnigen Grundstimmung beim Original, Claro Intelecto, DJ Maxximus und Something J zumeist grummeliger steppen und wie bei James Din A4 und Modeselektor gestörte Spielzeuge zu paradieren scheinen. Allesamt zwischen simpler Schönheit und unbequemen Störfällen kongenial auf Irritation und Einsicht gebürstet. Da haben alle Beteiligten weit geworfen, ihr müsst nur noch fangen.

De:Bug 05/06


Rekid – Made In Menorca (Soul Jazz

Posted: May 6th, 2006 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Der breit gestreuten Veröffentlichungen von Matt Edwards als Radioslave, Quiet Village bzw. vielen anderen Pseudonymen sollten nicht skeptisch machen, der Mann weiß schon ganz genau was er tut, wie dieses Album als Rekid ziemlich eindrucksvoll zeigt. Die bisherigen 12“s auf Classic und Soul Jazz unter diesem Alias hatten es schon vermuten lassen, aber hier auf Albumlänge folgt jetzt das ganz große Opus in Dub, Disco, Electro und House. Geschwindigkeit ist für Musik eigentlich ein unerhebliches Kriterium, aber hier wird bewusst gedrosselt, bis die Grooves zu einer hermetischen Massivität erstarren, die völlig selbstverständlich wuchtet. Im Verbund mit der dunklen Grundstimmung, metallischen Störgeräuschen und kühlen Versatzstücken von Sequencer-Boogie und 808-Space-Hop aus fast unerforschten Tiefen der Echokammer erscheint dieser Gesamteindruck noch selbstbewusster. Sicherlich ein Affront-Update für diejenigen, die unter Ausschlusskriterien hartnäckig das Revival von New Beat einfordern, alle anderen sollten sich mal paralysieren lassen. Am besten sehr laut.

De:Bug 05/06


Steffen Baldo – The Next Room (Polyfon)

Posted: May 6th, 2006 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Schön kontinuierlich wie die deepen Klänge gerade quer übers Land aus den Geräten sprießen und man entdeckt ständig neue vielversprechende Exponate. „Doin’ It“ ist ein gemütlicher Live Jam-Ausreißer, den man bei Unkenntnis des Urhebers auch auf Large Records vermuten könnte. Die restlichen Tracks gehen dann ganz anders tief, erinnern mit dunkle Spiralen ziehenden Akkorden an einen psychedelischen Kompositbau aus Sound Signature und Other People Place, dem man kurz vor dem Start in die Nacht noch ein stramm schepperndes Chassis aus Rhythmen mit einer langen Liste vertrackter Extra-Extras untergeschraubt hat. Man kann ja nie wissen.

De:Bug 05/06


V.A. – A Bugged Out Mix By Miss Kittin (Resist)

Posted: May 6th, 2006 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Das Dilemma der Mix-CD im Zeitalter digitalen DJings, wie holt man sich da noch die Props ab? Multispur-Opulenz? Unablässiges Editieren für den persönlichen Touch? Die ganz große Geschichte erzählen? Eklektizismus bis zum Anschlag? Miss Kittin hat mit zwei CDs ausreichend Armfreiheit und entscheidet sich für stilistische Vielfalt anhand persönlicher Favoriten, sinngemäß und ohne unnötigen Heckmeck aneinandergekoppelt. Sich selber bringt sie mehr als auf anderen ihrer Mix-Veröffentlichungen als Mixtechnikerin denn als Performerin auf die Party, was in diesem Fall eine gute Entscheidung ist. Die Musik rangiert zwischen Peaktime-Minimal, UK-Breakz, Großstadt-Electro, Wave-Techno, Introspektiv-Elektronika und einer guten Dosis Evergreens. Beim Abdecken dieser Bandbreite wird dann zwangsläufig manchmal abgebogen, wo man gerne noch etwas weiter geradeaus gefahren wäre, aber da kommt man dann auch irgendwie wieder hin.

De:Bug 05/06


V.A. – A Tom Moulton Mix (Soul Jazz)

Posted: May 6th, 2006 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Tom Moulton ist für Disco ein Primus inter pares der legendären Typen. Er hat den Remix auf den Weg gebracht, die 12“, die Mix-Compilation und die Kolumne zur Musik der Party. Dabei sah er einst und vermutlich einige Zeit danach wie ein Halbgott aus und über seine Person gibt es selbst im Egokrieg Musikbusiness keine nennenswerten bösen Worte. Er hat mittelmäßige in großartige und ohnehin großartige in noch großartigere Musik verwandelt. Wenn man das Original und seine Bearbeitung vergleicht, wird er gewinnen und wenn Stücke auf einem Fund merkwürdig umwerfender klingen als der Rest, werden sie von ihm geadelt sein. „A Tom Moulton Mix“ prangt Vertrauen und Respekt einfordernd auf mehr Veröffentlichungen als man verarbeiten kann. Dem Mann kann man gar nicht gerecht werden indem man seine größten Klassiker einfach aneinanderreiht. Man muss chronologisch vorgehen, erschütternd gute Raritäten ausgraben und den Großteil bereits besungener Großtaten in raren und unveröffentlichten Versionen ausstellen. Das macht Moultons Status und Klasse noch umso deutlicher. Die guten Menschen von Soul Jazz wissen, dass man das so machen muss. Ich bin jetzt schon für eine Fortsetzung.

De:Bug 05/06


V.A. – Dirty Diamonds III (Diamond Traxx)

Posted: May 6th, 2006 | Author: | Filed under: Rezensionen | Tags: , | No Comments »

Entweder man hortet musikalische Preziosen im gleichgesinnten Elitisten-Zirkel oder man gibt das Druidenwissen großzügig weiter. Wenn man Franzose ist, sollte man Letzteres nicht unternehmen, ohne nicht mindestens in todschickster Manier eine Website, regelmäßige Clubabende und vor allem eine Serie von Compilations zu präsentieren, deren Linernotes so irrwitzig prätentiös sind, dass The Capuccino Kid angesichts seiner simplen Prosa ein Comeback für alle Zeiten ausschließen muss. Damit grenzt man sich von den Methoden anderer Modenschau-Geschmacksfilterer nur unwesentlich ab, vielmehr prangert man Missstände im Bereich von niveauvollen Compilations ungefähr so an, wie Michael Bay filmisch Gewalt in der Gesellschaft anprangert, aber immerhin kann man sich konzeptuell so abgefedert fühlen, dass man flugs Ennio Morricone, Nico, Flash and the Pan, Kevin Ayers, Robert Wyatt und Skeeter Davis mit vermeintlich leichtfertig übersehenen Stücken von Cristian Vogel, The Emperor Machine, Isolée, Brooks und naturalment Supermax auf den gleichen Tonträger packen kann und der geneigte Geschmacksverwaiste vor soviel Esprit und je ne sais quoi nur demütig den Hut zieht. Aber hallo.

De:Bug 05/06